Steirischer Semmering-Bahnwanderweg

Der steirische Teil des Semmering-Bahnwanderwegs ist jünger und auch weniger begangen als der niederösterreichische. Auch wenn er mit dessen herrlichen Ausblicken nicht ganz mithalten kann: Zumindest einmal wollte ich den knapp 17 Kilometer langen Weg schon einmal probiert haben – da ich meine Schwester motivieren konnte, wartete eine kurzweilige Tour auf uns beide.

Anreise

Wähle einen Ort um den Fahrplan zur Tour zu zeigen:

Von Semmering nach Mürzzuschlag

Jede zweite Stunde hält der Railjet am Semmering. Gleich am Bahnhof führen uns Übersichtstafeln in diesen Themenwanderweg ein – Peter Rosegger begleitet uns und stellt auf nett gestalteten Tafeln bedeutende Zeitgenossen dar. Bei unserer Begehung waren die auf der Übersichtstafel angekündigten Gasthäuser Pandemie-bedingt leider geschlossen; in Steinhaus konnte ich knapp vor der Mittagspause in einem kleinen ADEG-Markt immerhin eine Jause erstehen. Die Wegweisung mit markanten Tafeln ist mit einigen Ausnahmen recht gut – oder haben wir beim Plaudern doch eine Tafel übersehen?

Tafel Franz Klein. Foto: Gerold Petritsch
Tafel Franz Klein. Foto: Gerold Petritsch

Der Weg verläuft anfangs offiziell über die Hochstraße, wir kürzen über den Bündsdorfweg und den (nicht markierten) Weg zum Pass ab und genießen noch den Blick über den Bahnhof zum Schneeberg. Nach dem Pass wandern wir die kaum befahrene „Alte Reichsstraße“ hinab. Insgesamt verlaufen etwa sechs Kilometer auf Asphalt. Nach circa 1000 Metern sind wir bei Ende des Bahntunnels. Nur noch ein kleines Stück Asphalt, dann rechts der Bahn durch Wälder und Wiesen zum Viadukt von Steinhaus.

Viadukt von Steinhaus. Foto: Gerold Petritsch
Viadukt von Steinhaus. Foto: Gerold Petritsch

In Steinhaus geht es rechts weiter, leider müssen wir hier einen guten Kilometer an der Straße gehen. Wer wie ich die Abzweigung links übersieht, stoßt erst kurz vor der „Nachtbar“ wieder zum Weg, der nun am Fröschnitzbach nach Spital am Semmering führt. Im Ort und danach gibt es Sehenswertes, ein Besuch der 1160 erbauten Pfarrkirche lohnt jedenfalls.

Der Weg führt uns unter der Bahn durch, am Bahnhof vorbei und steil bergauf zu einem schönen Waldweg hoch über dem Tal. Dort jausnen wir auch an einem sonnigen Plätzchen. Eine Güterstraße führt uns die Wiesen steil bergab, abweichend zum offiziellen Weg bogen wir rechts ab und wanderten durch ein Pferdegestüt mit altem Bauernhof (Grautschenhof?). Der „Edlacherweg“ führt uns am Edlachhof vorbei (die Verbotsschilder irritieren, dürften aber nicht die Fahrstraße meinen) nach Edlach.

Blumen am Edlacherweg. Foto: Gerold Petritsch
Blumen am Edlacherweg. Foto: Gerold Petritsch

Am Ortsbeginn von Mürzzuschlag müssen wir leider 700 Meter auf der Wiener Straße (alte B17) bzw. einer Nebenstraße zurücklegen. Dann rechts (schlecht markiert) unter der Bahn durch und auf einem Stück Waldweg oberhalb des Baubereichs des Semmering-Basistunnels (Foto 16) zum Bahnhof. Dort nutzen wir die Wartezeit auf den Railjet mit einem Besuch des Basistunnel-Infocenters (das Südbahn Museum hat derzeit geschlossen). Mit Pausen ließ sich der Weg gemütlich in gut 5 Stunden absolvieren, viereinhalb Stunden wären aber auch kein Problem, um einen früheren Retourzug zu erwischen. Das Bier im Railjet haben wir uns jedenfalls redlich verdient.

Bei Mürzzuschlag. Foto: Gerold Petritsch
Bei Mürzzuschlag. Foto: Gerold Petritsch

Wähle einen Ort um den Fahrplan zur Tour zu zeigen:

Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 5h  250HM  500HM  17km  GPX Track

Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bruck an der Mur, Graz, Leoben, Mürzzuschlag, Wien und Wiener Neustadt erreicht werden.