Wachau Welterbesteig 1 von Krems nach Dürnstein

Die vielleicht schönste Etappe des Welterbesteigs in der Wachau – über historische Pfade von Krems nach Dürnstein.

Ein sonniger spätherbstlicher Tag lädt uns ein, mit dem Zug nach Krems zu fahren, von Wien aus dauert das eine gute Stunde.

Öffentliche An- und Abreise von St. Pölten (7 Tage)

Mo. 29. Nov. 2021

St.Pölten Hbf
Krems/Donau Bahnhof
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord

Di. 30. Nov. 2021

St.Pölten Hbf
Krems/Donau Bahnhof
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord

Mi. 1. Dez. 2021

St.Pölten Hbf
Krems/Donau Bahnhof
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord

Do. 2. Dez. 2021

St.Pölten Hbf
Krems/Donau Bahnhof
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord

Fr. 3. Dez. 2021

St.Pölten Hbf
Krems/Donau Bahnhof
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord

Sa. 4. Dez. 2021

St.Pölten Hbf
Krems/Donau Bahnhof
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord

So. 5. Dez. 2021

St.Pölten Hbf
Krems/Donau Bahnhof
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Dürnstein Nord
Lizenzhinweise

Krems und Stein

Vom Bahnhof in Krems gehen wir einfach nach Norden und dann nach Westen zur und durch die wunderhübsche Kremser Fußgängerzone Richtung Stein. Vorbei an historischen Häusern und dem Steiner Gefängnis bis zu einer steilen Steintreppe, die aus der Fußgängerzone nach rechts oben zur Frauenbergkirche führt. Ab hier folgen wir einfach dem weißen Welterbesteig Zeichen. Langsam gelangen wir über alte Weingartenwege und -sträßchen aus dem verbauten Gebiet hinaus.

Hinauf zur Frauenbergkirche. Foto Veronika Schöll
Hinauf zur Frauenbergkirche. Foto Veronika Schöll

Es gäbe auch eine andere Wegführung, die nördlich des Kremser Bahnhofes bei einem der zahlreichen Parkplätze beginnt und über den Kremser Kreuzberg und das Alauntal nach Stein und zur Frauenbergkirche führt – auch sehr hübsch.

Krems, Mautern, Stift Göttweig. Foto Veronika Schöll
Krems, Mautern, Stift Göttweig. Foto Veronika Schöll

Der Blick öffnet sich. Je mehr wir an Höhe gewinnen, desto schöner wird er. Die Donau liegt uns glitzernd zu Füßen, das Stift Göttweig erzählt von der einstigen Macht der Kirchfürsten und bleibt lang die Landschaft dominierend. Ein Meer von Weingärten breitet sich vor uns aus.

Hinaus in die Weingärten. Foto Veronika Schöll
Hinaus in die Weingärten. Foto Veronika Schöll

Loibenberg

Unser Weg führt und nun in sanftem Auf und Ab entlang der Weinberge nach Dürnstein. Zuerst kommen wir zum Ried Pfaffenberg. Weinbau wird hier seit dem frühen Mittelalter betrieben. Heutzutage lesen hier unter anderen die Weingüter Knoll und Salomon. Und die heurige späte Lese ist noch im vollen Gange.

Weinlese, Weingartenkunst und ein Lamborghini. Foto Veronika Schöll
Weinlese, Weingartenkunst und ein Lamborghini. Foto Veronika Schöll

Weiter geht es zum Loibenberg, an dessen Hängen wir entlang wandern. In einem großen Bogen windet sich die Donau um eine sonnige Ebene, die vom Loibenberg begrenzt wird und ausschließlich dem Weinbau dient. Talorte sind Loiben und Unterloiben. Der sandig lössig-leichte Boden wie überall in der Wachau, erwärmt sich rasch und baut dadurch ein sehr weinfreundliches Mikroklima auf. Die Trauben, die wir heimlich kosten, sind sehr süß und saftig.

Entlang des Loibenbergs. Foto Veronika Schöll
Entlang des Loibenbergs. Foto Veronika Schöll

Dürnstein

Um den Mähntalgraben zu überwinden zieht sich der Weg in einer weiten Schleife entlang der gleichen Höhenlinie in den Graben hinein und wieder hinaus. Wir entdecken die Ruine Dürnstein umgeben von zahlreichen Felstürmen und Zacken vor uns. Die asphaltierten Weingartenstraße mündet nun in einen Naturpfad hinauf zur Ruine.

Der vom Alpenverein Sektion Krems betreute Klettergarten Dürnstein befindet sich hier.

Ruine Dürnstein und Felsarena. Foto Veronika Schöll
Ruine Dürnstein und Felsarena. Foto Veronika Schöll

Später ist der Weg dann mit Natursteinplatten ausgelegt, um den vielen internationalen Besuchern einen sicheren Aufstieg zu gewährleisten. Auf Schautafeln kann man sich über die berühmte Geschichte der Ruine Dürnstein informieren. Jetzt am späten Nachmittag sind wir alleine hier und genießen die schöne Lichtstimmung und den Sonnenuntergang.

Aus dem Fenster nach Dürnstein schauen. Foto Veronika Schöll
Aus dem Fenster nach Dürnstein schauen. Foto Veronika Schöll

Über den Eselsteig gelangen wir hinunter nach Dürnstein, direkt zum Stift Dürnstein mit dem berühmten blauen Kirchturm. Die Sonne geht inzwischen hinter den Rossatzer Hügeln unter.

Am Eselsteig nach Dürnstein. Foto Veronika Schöll
Am Eselsteig nach Dürnstein. Foto Veronika Schöll

Nach dem vielen Weintraubenanschauen sind wir recht durstig geworden. Wir machen uns auf die Suche nach einem passenden Ort um unseren Durst zu stillen. Wie in der Spazierwissenschaft oder Promenadologie vorgeschlagen, folgen wir einfach einem trachtig gekleideten Paar, sie führen uns direkt zum Weingut Stocker, das sich am nördlichen Ende der Dürnsteiner Altstadt befindet. Hier frönen wir Wachauer Genüssen. Wie gut, dass sich die Busstation nur 50 Meter in nördlicher Richtung entfernt befindet. Zum Bahnhof Krems gelang man stündlich um .22 und zum Bahnhof Melk stündlich um .37.

Es empfiehlt sich vor allem nach Saisonende, den Dürnsteiner Heurigenkalender zu konsultieren um nicht hungrig und durstig nachhause fahren zu müssen. Wer mit dieser Wanderung noch etwas warten möchte, kommt vielleicht zeitlich gerade richtig zum Advent in Dürnstein.

Dürnsteiner Altstadt. Foto Veronika Schöll
Dürnsteiner Altstadt. Foto Veronika Schöll

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   4:00 Std Wandern   250 HM   250 HM   12 km   GPX Track

Birgit hat eine andere Strecke gewählt um von Krems nach Dürnstein zu gelangen, den Bericht kannst du hier nachlesen.


Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Linz, St. Pölten und Wien erreicht werden.