Skitour Tamischbachturm

Der Tamischbachturm im Gesäuse lädt das ganze Jahr über zu einem Besuch ein. Sei es im Sommer oder Herbst als Wanderung (siehe auch Tagestour Tamischbachturm) oder Bike&Hike-Tour, sei es im Winter oder Frühjahr im Zuge einer Schneeschuh- oder Skitour. Die Besteigung des „Turms“, wie ihn die Locals kurz nennen, ist auf dem Normalweg technisch nicht schwierig, erfordert aber Ausdauer – immerhin sind ab dem Ausgangspunkt in Gstatterboden fast 1.500 Höhenmeter zu bewältigen.

Anreise

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Unter der Woche empfiehlt sich eine Anreise per Zug und Bus am Vorabend nach Hieflau, wo man zum Beispiel im Gasthof International nächtigen kann. Am nächsten Tag geht es dann in der Früh per Bus nach Gstatterboden. Diese Variante ist vor allem im Frühjahr bei Firnschnee zu empfehlen. Denn dann kommt es darauf an, rechtzeitig – nämlich wenn es beginnt aufzufirnen – vom Gipfel abzufahren.

Hieflau. Foto: Peter Backé
Hieflau. Foto: Peter Backé

Tamischbachturm

Heuer war es bereits Ende Februar zum ersten Mal so weit: Ein Schönwetterfenster mit klaren Nächten und sonnigen Tagen stellte sich ein – und damit beste Chancen auf Firn!

Am Vorabend reiste ich nach Hieflau an (letzte Verbindung ab Wien Meidling um 16:02 Uhr) und traf etwa um 19:20 Uhr im Gasthof International ein (Küche bis 20 Uhr).

Am nächsten Tag wählte ich den ersten Bus um 6:15 Uhr Richtung Gstatterboden, bereits durch ein gutes Frühstück gestärkt, das mir der Wirt um 5:45 Uhr auf den Tisch gestellt hatte. Kurz vor halb sieben traf ich am Ausgangspunkt ein und nahm den Aufstieg in Angriff – die Tour ist auf einer Info-Tafel beim Einstieg (zwischen Nationalpark-Pavillon und Kapelle) genau beschrieben.

Ennstaler Hütte eingeschneit. Foto: Peter Backé
Ennstaler Hütte eingeschneit. Foto: Peter Backé

Aufgrund der guten Schneelage gab es auch im untersten Teil der Tour kaum Unterbrechungsstellen. Gemütlich und mit Pausen stieg ich über den Gstatterbodenbauer, die Niederscheibenalm und die bis zum Dach eingeschneite Ennstaler Hütte zum Gipfel auf, den ich kurz vor 11 Uhr erreichte. Im obersten Teil des Aufstiegs war der Harschdeckel noch hart, also verbrachte ich am höchsten Punkt des „Turms“ eine gute halbe Stunde und genoss ausgiebig das Panorama, bei idealer Fernsicht, die bis zur Glocknergruppe reichte…

Gipfelpanorama vom Tamischbachturm. Foto: Peter Backé
Gipfelpanorama vom Tamischbachturm. Foto: Peter Backé
Gipfelpanorama Tamischbachturm. Foto: Peter Backé
Gipfelpanorama Tamischbachturm. Foto: Peter Backé

Um halb 12 Uhr, inzwischen hatte es begonnen aufzufirnen, fuhr ich vom Gipfel ab. Da die Verhältnisse sicher waren, konnte ich die direkte und abschnittsweise recht rassige Abfahrtsroute über das Große Kühtal zur Niederscheibenalm wählen. (Alternativ kann man auch über die Anstiegsroute abfahren.) Kurz nach 13 Uhr war ich wieder in Gstatterboden und setzte mich bei der Kapelle oberhalb des Ortes auf eine sonnige Bank. Von hier bietet sich eine schöne Aussicht über das Ennstal und zu etlichen stattlichen Gesäusebergen.

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Gstatterboden. Foto: Peter Backé
Gstatterboden. Foto: Peter Backé

Oder man fährt – wie ich – nur bis Hieflau, übernachtet noch einmal und hängt am Folgetag gleich noch ein zweite Skitour im Gesäuse, in der Kaiserschildgruppe, in den Eisenerzer Alpen oder im westlichen Hochschwab an.

Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 6h  1.500HM  1.500HM  16km 

Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Graz, Wiener Neustadt, Mürzzuschlag, Bruck an der Mur, Leoben, Bischofshofen, Salzburg, Linz und Wien erreicht werden.