Lost Place bei Hirtenberg

Ich möchte einen kleinen, gemütlichen Sonntagsspaziergang mit meinen Kindern und meiner Mama machen. Mein Schwager ist auch gerade zu Besuch bei mir in Wien und kommt mit. Ich bin daher gefordert, eine familientaugliche Destination zu suchen!

Meine Wahl fällt also auf die nach dem 2. Weltkrieg gesprengte Werksanlage der Patronenfabrik in Hirtenberg. Stirnlampen inklusive. 🙂

Anreise

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Hirtenberg

Abnarsch vom Bahnhof Hirtenberg
Abmarsch vom Bahnhof Hirtenberg

Maximilian navigiert uns zielsicher zum Wald nördlich von Hirtenberg.

Die alte Zufahrtsstraße ist leicht zu finden. Heute unterscheidet sie sich nicht mehr viel von einer normalen Schotterstraße oder einem Forstweg. Ab und zu schauen am Rand aber noch Betonbegrenzungen heraus, an denen man erkennt, dass dies wohl nicht immer ein Spazierweg war.

Unsere Erwartungshaltung ist sehr hoch, weswegen wir völlig unnötig gleich einmal querfeldein in den Wald abbiegen. Der Auslöser – wir glaubten, am Abhang oben „etwas“ gesehen zu haben, entpuppt sich als Täuschung. Da ist nix auf der Böschung und wir gehen in einem Bogen wieder zur Schotterstraße zurück, die sich sowieso nach Nordosten – also uns entgegen – dreht.

Der Frühling hat hier jedenfalls schon begonnen: Primeln und Leberblümchen blühen schon!

Primeln
Primeln

Die Straße führt direkt in das Gelände. Wir gehen einen großen Bogen durch das Gelände. Es gibt praktisch nichts, wo wir reinkriechen könnten – was ich sehr enttäuschend finde.

Hier ein paar Impressionen aus dem Gelände:

Hintergrundinfos: Wer sicht für die Geschichte interessiert, findet hier die sehr kompakte Sicht der heutigen „Hirtenberger Group“, hier einen kurzen Abriss, der auf das KZ-Aussenlager Bezug nimmt und hier den Wikipedia Eintrag von Hirtenberg.

Der Schacht

Schließlich finden wir einen Schacht, der nicht mit Wasser vollgelaufen ist – dafür aber vielversprechend mit einem Deckel „gesichert“ ist!

Man sieht von oben auf den Boden – enttäuschend. Aber es geht unten horizontal weiter – was erwartet uns da unten ?

Natürlich steige ich als Erster hinunter, nach mir wagt sich noch Maximilian an den Abstieg. Alle anderen sind heute wenig abenteuerlustig gestimmt.

Schacht
Schacht
Der Deckel kann entfernt werden!
Der Deckel kann entfernt werden!
Ich wusste ja, dass wir Stirnlampen brauchen werden!
Ich wusste ja, dass wir Stirnlampen brauchen werden!
Gut, dass wir Stirnlampen mit hatten!
Gut, dass wir Stirnlampen mit hatten!

Der horizontale Teil ist nur ganz kurz. Im Schacht liegt ein Rehschädel (?), und eine große Kröte überwintert hier. Gut, großen Geheimnissen sind wir nicht auf die Spur gekommen.

Luftschutzbunker

Ein Stück westlich des Wasserhochbehälters von Hirtenberg, direkt an der Schotterstraße, liegt ein in den Fels gesprengter Luftschutzbunker. Den nehmen wir auf jeden Fall noch mit!

Diesmal passt nur meine Mama – alle anderen gehen mit hinein.

Eingang Luftschutzbunker
Eingang Luftschutzbunker
Luftschutzbunker
Luftschutzbunker
Sehr tief ist er nicht...
Sehr tief ist er nicht…

EIne Sensation ist der Stollen halt auch nicht.

Wir fokussieren uns wieder auf über Tage liegende Themen: Wo gehen wir essen? Der Fischheurige platzt aus allen Nähten – da bekommen wir keinen Platz. Also gehen wir zum goldenen Hirschen, kurz vor der Bahnhaltestelle und unsere Abenteuerlust wird mit einem wunderbaren Mittagessen belohnt!

Mir hat dieser Sonntagsfamiliensparziergang sehr gut gefallen! Das nächste Mal lasse ist das 50m-Seil aber daheim… 🙂

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Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 2h  100HM  100HM  4km 

Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Wien und Wiener Neustadt erreicht werden.