Langlaufen am Semmering

Schönes Wetter, gute Schneelage über 1.000 Meter, ein freier Nachmittag: So beschließe ich spontan, mit dem Zug zum Semmering zu fahren, um die Panoramaloipe am Semmering auszuprobieren.

Anreise

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Die herrliche Winterlandschaft entlang der Ghega-Strecke macht den Nachteil mehr als wett, den ich gegenüber Autofahrenden bezüglich Transportes der Langlaufausrüstung habe. So trage ich Ski und Stöcke in der Hand – sie sind ja nicht so schwer – und die Langlaufschuhe im Rucksack. Die werde ich das nächste Mal gleich anziehen, sie sind ja nicht so unbequem beim Gehen. 

Bahnhof Semmering. Foto: Gerold Petritsch
Bahnhof Semmering. Foto: Gerold Petritsch

Weg zur Loipe

Ich wandere zuerst in Richtung Hotel Panhans (ist angeschrieben) auf dem gestreuten Wanderweg. Die steile Abkürzung zur Hochstraße wäre mit gutem Schuhwerk auch zu gehen. Dafür strahlt die neugotische „Kirche zur Heiligen Familie“ im vollen Sonnenlicht, nachdem ich rechts auf die Hochstraße eingebogen bin. Auf der wenig befahrenen Hochstraße schlüpfe ich sogar ein Stück in die Bindung. 200 Meter nach der Linkskurve (Hotel Wagner) zweigt links die Liechtensteinstraße ab, allerdings ohne Hinweis auf die Loipe. Der Ausgangspunkt der Loipe liegt nur mehr wenige Meter entfernt.

Kirche zur Heiligen Familie. Foto: Gerold Petritsch
Kirche zur Heiligen Familie. Foto: Gerold Petritsch

Panoramaloipe Semmering

Die knapp sieben Kilometer lange Loipe ist talseitig „klassisch“ gespurt, links davon kann man mit (kurzen) Skatern durchaus angenehm gleiten – wenn nicht zu viel „Verkehr“ herrscht. Die ersten vier Kilometer geht es sehr sanft bergauf, die weiteren drei Kilometer etwas steiler, aber durchaus für Anfänger noch zu bewältigen. Wenig Geübte sollten hier aber am Rückweg eher vorsichtig bergab fahren.

Bei meinem Ausflug am Mittwoch-Nachmittag begegnete ich etwa einem Dutzend Langläufern, möglicherweise sieht es an sonnigen Wochenenden anders aus. Der Ausdruck „Panoramaloipe“ ist absolut gerechtfertigt: Immer wieder ergeben sich wunderschöne Ausblicke zu Schneeberg, Rax und Schneealpe. Es gibt (zugeschneite) Sitzbänke, hölzerne Wegweiser und einige Felsen nahe dem Weg. Die Loipe liegt im Schatten, dafür ist sie länger noch gut benützbar. Nur jetzt am frühen Nachmittag findet die Sonne zwischen den Bäumen hindurch stellenweise ihren Weg.

Bei einer Weggabelung endet die Loipe, mit „Nordern Cruising“ oder „Backcountry“ Skiern könnte man noch ein Stück in Richtung Kampalpe probieren. So aber kehre ich um und gleite flott bergab. Zurück zum Bahnhof gehe ich rechts am historisch bedeutenden Südbahnhotel vorbei über die Südbahnstraße.

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Je nach Lust bietet sich ein Heißgetränk oder ein Bier im Speisewagen an, während man den Semmering bergab fährt.

Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 3h  350HM  350HM  18km  GPX Track

Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bruck an der Mur, Mürzzuschlag, Wien und Wiener Neustadt erreicht werden.