Rote Wand und Teichalm im Juli und August

Auf die Idee für die Tour in genau dieser Form bin ich durch einen Beitrag „Drachenhöhle Mixnitz“ hier auf Bahn zum Berg gekommen. Da ich bei meiner letzten Tour auf die Rote Wand keine Taschenlampe für die Drachenhöhle dabei hatte, war da nämlich noch eine offene Rechnung zu begleichen. Dass es in den Sommerferien dann eine Busverbindung von der Alm zurück zum Bahnhof Mixnitz gibt (Bus 167 – nur an Sonn- und Feiertagen), kam meiner Tourensuche Samstagnachmittag sehr gelegen. Damit war die Route nämlich mehr oder weniger fixiert.

Anreise

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Drachenhöhle

Dort angekommen führt der Weg zuerst mal die Bahnhofstraße südwärts bis zum Parkplatz Drachenhöhle beim Heubergstüberl (ehemals Tennisstüberl). Hier beginnt der offizielle Wanderweg zur Drachenhöhle am Fuße des Röthelstein. (nähere Infos im Eigenen Betrag zur Drachenhöhle) An diesem Einstieg wird auch auf einem Schild auf Führungen hingewiesen, die 14-tägig wechselweise Samstag oder Sonntag angeboten werden. (Link)

für den Aufstieg zur Höhle braucht man ungefähr eine Stunde. In der Höhle selbst hab ich mir dann mehr Zeit gelassen, schließlich kommt man nicht alle Tage in so eine riesige Höhle im Bergland. Laut Wikipedia hat die Höhle eine Gesamtlänge von knapp 4,5 Kilometern, die ich aber nur bis zum Höhlen-Buch gegangen bin. zirka 500 Meter geht man vom Höhleneingang hier her. Danach geht es auf Leitern weiter in den Berg hinein.

Drachenhöhle. Foto: Alexander Flicker
Drachenhöhle. Foto: Alexander Flicker
Drachenhöhle (Foto: Alexander Flicker)

Wieder bei Tageslicht angekommen führt der Weg rechts am Höhleneingang zum Gipfel des Röthelstein hoch. Ab jetzt heißt es Augen aufmachen und Ohren spitzen. In den Sechziger Jahren wurde hier Rotwild aus der Schweiz ausgewildert, was sich hier sehr gut eingelebt hat. Die Steinböcke sind auch sehr an den Menschen gewöhnt und man kommt sogar bis auf wenige Meter heran und kann somit das eine oder andere Foto ergattern.

Röthelstein

Der Gipfel vom Röthelstein ist im Vergleich zu anderen in der Umgebung eher bescheiden, aber dennoch ein Ziel dass sich zu ersteigen lohnt. Obwohl nur 1263 Meter hoch, gibt es sogar ein Gipfelkreuz (aus Ästen).

Gipfel Röthelstein (Foto: Alexander Flicker)

Rote Wand

Vom Röthelstein Gipfel geht es jetzt erstmal zirka 170 Höhenmeter runter bevor es zum höchsten Punkt dieser Tour auf die Rote Wand wieder bergauf geht.

Rote Wand (Foto: Alexander Flicker)

Dort angekommen hat man sich die Jause dann aber richtig verdient, schließlich hat man vom Bahnhof Mixnitz hierher über 1050 Höhenunterschied bewältigt. Die herrliche Aussicht auf das Tal entschädigt hier für alle Strapazen.

Eine Alternative für diesen Zustieg ist der wieder instand gesetzte Klettersteig „Frohnleitner Band“ welcher direkt unter dem Kipfel endet und sehr beliebt ist.

Gipfel Rote Wand (Foto: Alexander Flicker)
Stärkung auf der Roten Wand (Foto: Alexander Flicker)

Von hier aus gibt es jetzt mehrere Möglichkeiten zurück zu kommen:

  1. den gleichen Weg zurück
  2. weiter zur Almhütte auf der Tyrnauer Alm und entlang der Südseite zurück zum Bahnhof Mixnitz
  3. am Nordhang hinunter zum Gasthof „Guter Hirte“ und über die Bärenschützklamm oder den Prügelweg zurück zum Bahnhof
  4. weiter auf die Teichalm und mit einem Taxi nach Mixnitz (hier gibt es alle Kontakte auf der Seite vom Almenland)
  5. weiter auf die Teichalm und mit dem Bus nach Mixnitz (nur Sonn- und Feiertags in den Sommerferien möglich)

Tyrnauer Alm

Gestärkt und ausgeruht führt mich mein Weg zunächst über die Tyrnauer Alm. auch hier gibt es wieder einige Steinböcke zu sehen. Auch die Almhütte auf der Tyrnauer Alm lädt zum hinsetzen und rasten ein. es gibt herrliche Brettljausn und auch süßes. 

Teichalm

Nächstes Ziel im Anschluss dann die Bergstation des Eibel Liftes auf der Teichalm auf zirka 1.420 Meter, um dort ein atemberaubende Panorama über die Teichalmgegend zu genießen. Tipp: entlang der Lifttrasse ins Tal auf den Boden achten: hier gibt es viele, viele Walderdbeeren sowie Himbeeren und einige der seltenen Orchideen die es hier im Almenland zu finden gibt.

Teichalm (Foto: Alexander Flicker)

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Der anschließende Topfenstrudel samt gutem Kaffee in der Latschenhütte schmeckt nach den ungefähr 15 Kilometern danach doppelt so gut wie jeder andere im Tal. Die Bushaltestelle für die Rückfahrt nach Mixnitz befindet sich auf der anderen Seeseite beim Gasthaus Teichwirt. Die Fahrt dauert ungefähr eine dreiviertel Stunde.

Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 6h  1.380HM  670HM  13km  GPX Track

Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Wien, Wiener Neustadt, Mürzzuschlag, Leoben, Bruck an der Mur und Graz erreicht werden.