Mit Schneeschuhen zum höchsten Punkt von Linz

Endlich ist es soweit, es liegt genug weiße Pracht und Schneeschuhwandern in der Stahlstadt ist wieder einmal möglich. Frost, blauer Himmel, Sonne. Perfekte Bedingungen also. Bei dieser Tour geht es von Katzbach aus, vorbei an Auhof und Elmberg, an die nördliche Grenze der Stadt – zum geografisch höchsten Punkt von Linz.

Anreise

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Mit der Linie 33 kommt man zur Haltestelle „Katzbachweg“. Von hier weg sind es nur ein paar wenige Schritte, die man mit gewöhnlichem Schuhwerk zurücklegen muss, ehe man in die Schneeschuhe steigen kann.

Einstiegsstelle beim Statznergutweg. Foto: Stefan Hochhold
Einstiegsstelle beim Statznergutweg. Foto: Stefan Hochhold

Aufstieg

Die ersten Höhenmeter gehts noch teilweise entlang der Straße, jedoch ist man rasch im Winter-Wonder-Land und kann sich beim Stapfen durch die Wiese beim Golf-Center-Linz gut eingrooven. Die Ausblicke von dort sind schon mal herrlich: Pfenningberg, Voest und das gesamt Stadtgebiet. Sogar Donau und Pöstlingberg bekommt man von hier aus zu sehen.

Schneeschuh mit Blick Richtung Voest beim Golf-Center-Linz. Foto: Stefan Hochhold
Schneeschuh mit Blick Richtung Voest beim Golf-Center-Linz. Foto: Stefan Hochhold
Moonwalk? Mondlandschaft am Linzer Golfplatz. Foto: Stefan Hochhold
Moonwalk? Mondlandschaft am Linzer Golfplatz. Foto: Stefan Hochhold

Nach einem Waldstück erreicht man einen kleinen Steg zur Überquerung der Mühlkeisautobahn. Wider Erwarten ist auch der Übergang von Schnee bedeckt, somit kann ich mit meinen „Winterpatscherln“ bequem passieren. Danach gehts querfeldein über eine Wiese rüber nach Auhof. Entlang des Waldes kommt man zum Weg der Pferdeeisenbahnpromenade.

Brücke über A7. Foto: Stefan Hochhold
Brücke über A7. Foto: Stefan Hochhold

Auf Höhe Schatzweg lässt ein Hinweisschild Freude aufkommen: „Kein Winterdienst!“ – Somit weiterhin perfekte Bedingungen. Bei der Anhöhe ist das Schulgebäude der HBLA Elmberg zu sehen. Über den Hofbauerweg gehts weiter in den tief verschneiten Wald.

Plötzlich entdecke ich Schneeschuhspuren von einem „Vorgänger“. Die Abdrücke sind frisch eingeschneit. Es geht sich gleich leichter.

Schneeschuhwandern hinterlässt Eindrücke. Foto: Stefan Hochhold
Schneeschuhwandern hinterlässt Eindrücke. Foto: Stefan Hochhold

Ich begegne Langläufer, Winterwanderer und Skifahrer auf der schönen Route über mehrere Wiesen und Felder. Beim Blick nach oben kann man schon mein heutiges Ziel erahnen: Kein Berg, kein Gipfel, kein Kreuz, sondern eine kleine Erhebung im Norden von St. Magdalena. Bei Windpassing/Oberbairing befindet sich der höchstgelegene Punkt im Stadtgebiet.

Winter-Panorama. Foto: Stefan Hochhold
Winter-Panorama. Foto: Stefan Hochhold

Da ich schon mehrere Male da raufgelaufen bin, kann ich gut vergleichen: Mit Schnee und Wintersportgerät auf den Füßen ists doch merklich anstrengender. Doch dafür kann ich mich frei im Gelände bewegen und bekomme so neue, noch grandiosere Ausblicke geboten.

Schneeschuh-Mäandern mit Blick aufs Donau-Mäandern beim Winter-Wandern. Foto: Stefan Hochhold
Schneeschuh-Mäandern mit Blick aufs Donau-Mäandern beim Winter-Wandern. Foto: Stefan Hochhold
„Es hot an Zapfen“. Foto: Stefan Hochhold
„Es hot an Zapfen“. Foto: Stefan Hochhold

Nach Übwerwindung mehrer Höhenmeter und Überquerung der Oberbairinger Straße, wirds noch winterlicher: Eisiger Wind, eine immer höhere Schneedecke mit Schneeverwehungen. In einem unscheinbaren Waldstück etwas weiter bergauf befindet sich dann der höchste Punkt von Linz. Auf etwa 600 Meter gelegen und somit etwa etwa 30 Meter weiter oben als der höchste Gipfel (Pipieterkogel; 567 Meter) und 60 Meter höher als der Pöstlingberg (539 Meter).

Da muss er irgendwo sein: Der höchste Punkt von Linz. Foto: Stefan Hochhold
Da muss er irgendwo sein: Der höchste Punkt von Linz. Foto: Stefan Hochhold

Abstieg

Beim Abstieg entscheide ich mich spontan für eine alternative Variante: hinunter über das Melferergut nach St. Magdalena. Aber ich befürchte schon, dass es irgendwo einmal nicht mehr weitergehen könnte, da das Gebiet dort recht dicht besiedelt ist. Bis dahin erwartet einen aber noch Winterspaß pur! Ich lasse mich fallen und laufe sogar ein paar Meter über die Wiesen hinunter ins Tal.

Schmaler Pfad beim Melferergut. Foto: Stefan Hochhold
Schmaler Pfad beim Melferergut. Foto: Stefan Hochhold

Ende der Tour

Wieder bei der Pferdeeisenbahnpromenade angekommen, ist es aber quasi vorbei mit der Gaudi. An diesem Tag werden die Temperaturen auch schon höher und der Schnee sinkt zusammen. Versuche über die Johannes-Kepler-Universität irgendwie wieder retour zu kommen, was aber nicht mehr ganz so ideal klappt.

Eher empfohlen wird hier entweder über die Promenade zurück zur Aufstiegsroute zu gehen oder gleich abzuschnallen und den Weg über die Stufen bei der Magdalena-Kirche runter zur Straßenbahnhaltestelle „St. Magdalena“ zu beschreiten und von dort aus den Heimweg via Bim anzutreten.

Alternativ: Rückweg nach Katzbach (nicht ideal)

Ich habe versucht meine Spuren behutsam – mit Rücksicht auf Flora und Fauna – in den Schnee zu setzen, was mir beim letzten Abschnitt jedoch nicht mehr ganz gelungen ist. Etwas wild durch den Wald und dazu eine kleine Asphaltpassage; das wollte ich mir eigentlich ersparen. Irgendwie schaffe ich es trotzdem wieder auf den sanften Track zu kommen und kehre über den Golfplatz zum Ausgangspunkt Katzbach retour.

Die Jägerschaft informiert. Foto: Stefan Hochhold
Die Jägerschaft informiert. Foto: Stefan Hochhold

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Fazit

Eine traumhafte Schneeschuhwanderung mit vielen Panorama-Highlights. Es ist einfach wunderbar, wenn man derartige Winterabenteuer quasi gleich vor der Haustür genießen kann. Ich freue mich schon auf eine Wiederholung und werde so eine Tour bestimmt bald wieder unternehmen!

Freue mich über weitere Schneeschuh-Touren-Tipps im und rund ums Stadtgebiet.

Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 2.75h  460HM  450HM  12km  GPX Track