Lahngangkogel, Ski- & Schneeschuhtour

Der Lahngangkogel ist ein leichter Skitouren- und Schneeschuhwanderberg mit tollem Ausblick und alpinen Schneewechten am Grat, knapp unter der Waldgrenze!

Ich bin ja laufend auf der Suche nach neuen Touren. Wenn ich von einer schönen Tour lese oder höre, dann versuche ich die Anfahrt dorthin zu planen und die Tour selbst zu machen. Manchmal ist das einfach, manchmal nicht. In diesem Fall ist es einfacher, als gedacht, obwohl es keine Busverbindung nach Kaiserau gibt.

Ich will meinen jüngeren Sohn schon länger auf seine erste Skitour mitnehmen. Er hat keine Skitourenausrüstung, also planen wir, dass er mit meinen Schneeschuhen hinaufgeht und ich seine Ski und Skischuhe am Rucksack trage. Das hätte ich daheim testen sollen! Damit es ihm gefällt, trage nur ich einen Rucksack, der jetzt mit normalem Inhalt, Wasser, warmer Suppe, seinen Ski und Skischuhen etwa 17 Kilogram wiegt. Nach der ersten Steigung weiß ich: Das wird heute anstrengend für mich!

Anreise

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Carsharing nach Kaiserau

In Leoben habe ich uns am Vortag ein Rail & Drive Carsharing Auto reserviert. Das Auto ist in der Parkgarage neben dem Bahnhof, im Erdgeschoss ganz links hinten, recht leicht zu finden.

Der Tarif setzt sich aus einem Zeittarif und einem Streckentarif zusammen. Der Zeittarif ist am Wochenende nur ein Drittel des Tarifs unter der Woche. Das ist bei einer Skitour, wo das Auto länger am Parkplatz steht, als es unterwegs ist, natürlich nicht unwichtig.

Achtung: Wir haben uns einen ganz kleinen Citroen DS3 genommen. Meine Ski, die 170 Zentimeter lang sind, passen gerade noch hinein, weil wir den Beifahrersitz ganz nach vorne stellen.

Die Fahrt von Leoben bis zur Sportalm Kaiserau (66 Kilometer) dauert etwa eine Dreiviertelstunde.

Sportalm Kaiserau

Die Zufahrt von der Bundesstraße zur Sportalm ist eine geräumte Schneefahrbahn. Bin ich schon lange nicht mehr gefahren – macht mir Spaß!

Der Parkplatz ist gebührenpflichtig, am Eingang ist eine Schranke. Wir bleiben gleich direkt nach der Schranke stehen, weil wir am rechten Rand der Piste aufsteigen werden.

Wir packen uns zusammen, Simon zieht seine Schneeschuhe an, ich schultere meinen 17kg-Rucksack und gehe mit meinen Tourenski los.

Pistenaufstieg

Der Anstieg beginnt auf der Piste, links vom Schlepplift. Wir queren dann den Lift, um am Rand einer Abfahrt, die aus dem Wald kommt, hinaufzugehen.

Ein Ortskundiger erklärt mir, dass man der Piste bis zum Liftwärterhaus ganz oben folgen kann. Wir gehen aber der Forststraße entlang, weil ich Pistenskitouren nicht leiden kann. Das ist aber auch nicht besser: Wir müssen die große Piste queren und auf der anderen Seite ist die Straße auch eine Skiabfahrt.

In beiden Fällen kommt man aber offensichtlich bei der obersten Lifthütte heraus. Dort lässt man die Skipiste hinter sich.

Es gibt zwei Varianten: Ich habe mir daheim die westliche herausgesucht. Diese ist steiler und im Wald sind Spitzkehren notwendig.

Die andere führt zuerst auf die Wagenbänkalm hinauf und dann zum Lahngangkogel. Diese soll flacher und gemütlicher sein. Mit Schneeschuhen würde ich das nächste Mal diese Route wählen.

Lahngangkogel

Wir nehmen jedenfalls den westlichen, steileren Aufstieg, der uns zuerst auf eine tiefverschneite Forststraße führt, von der wir dann in den Wald abbiegen. Der Weg ist sehr schön gespurt – offensichtlich sind da heute schon mehrere Tourengeher aufgestiegen.

Auf einem herrlichen Aussichtsplatz machen wir eine kurze Trinkpause und genießen die großartige Aussicht. Die Sonne scheint jetzt etwas – es ist richtig schön!

Der Wald wird lichter, der Aufstieg ist nicht mehr so steil. Zwischen den Bäumen sehen wir hinaus ins Tal und auf die Berge gegenüber. Da es frisch geschneit hat, ist es ein richtiger Winterwald. Ich bin froh, dass wir in diesem Winter doch noch einen dicht verschneiten Wald erleben dürfen!

Das Gipfelkreuz steht nicht am Gipfel, sondern weiter vorne, wo man eine gute Aussicht hat.

Der höchste Punkt ist ein kleines Stück weiter hinten.

Kamm

Daheim, beim Planen der Tour, habe ich gesehen, dass es vom Gipfel am Kamm entlang nach Nordosten geht. Leicht bergab. Das ist zwar insgesamt korrekt – allerdings sind dazwischen immer wieder Steigungen drinnen, die es sinnvoll machen, wenn man am Gipfel nicht abfellt.

Leider treffe ich die falsche Entscheidung und Simon zieht seine Schneeschuhe aus und die Skischuhe an. Ich verstaue die Schneeschuhe am und seine Bergschuhe im Rucksack.

Es war, wie gesagt, die falsche Entscheidung. Es ist fast ein Kilometer bis zur ersten Abfahrt. Simon hätte sich auf dieser Strecke mit Schneeschuhen viel leichter getan. Leider war das nicht mein letzter Fehler für heute.

Abfahrt

Der Schnee ist zwar frisch, aber extrem klebrig. Ich habe nicht daran gedacht, dass Simons Bindung härter eingestellt werden müsste. Im Tiefschnee gehen ihm fast bei jeder seitlichen Belastung die Bindungen auf. Dadurch stürzt er, muss sich aus dem Schnee wühlen und wieder in die Ski steigen. Was nicht einfach ist, weil seine Sohlen anstollen und er dadurch nicht in die Bindung kommt. Das frustriert ihn, weil er zuerst glaubt, dass es an ihm liegt. Klingt nicht lustig – ist es auch nicht. Er tut mir leid und ich habe ein schlechtes Gewissen!

Von den Tiefschneepassagen habe ich keine Fotos – da waren wir anderwärtig beschäftigt.

Am Schluss fahren wir auf der Aufstiegsspur entlang der Forststraße bis zur Sportalm zurück. Es gäbe schöne, flache Tiefschneewiesen zwischen Straße und Bach, aber wir sind für heute bedient.

Auto nach Leoben zurückbringen

Wir beladen das Auto, gehen noch schnell etwas im Gasthaus Sportalm essen und fahren dann nach Leoben zurück.

Den Bahnhofsplatz 4 in Leoben hat das Auto schon einprogrammiert.

Einen letzten Fehler mache ich noch: Ich bilde mir ein, dass ich das Auto bis 17:30 gebucht hätte. Um 17:35 fahren wir in die Garage. Im Zug stelle ich fest, dass ich von 9:30 bis 17:00 reserviert habe. Bin gespannt, was mich das kosten wird!

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Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 5h  800HM  800HM  10km  GPX Track

Die Tour ist sehr schön! Sowohl als Skitour als auch als Schneeschuhwanderung geeignet.


Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bruck an der Mur, Graz, Leoben, Bischofshofen, Klagenfurt und Wien erreicht werden.