Bezahlte Werbung. Das Lattengebirge zählt nicht zu den bekannten Gebirgsgruppen und viele werden es nicht einmal wissen, wo sich diese kleine und ruhige Gebirgsgruppe versteckt. Die markante Silhouette, welche sich aus dem Alpenvorland zeigt, ist unter dem Namen „Schlafende Hexe“ schon bekannter. Die Nase der Hexe – auch bekannt unter dem Begriff Montgelasnase (benannt nach einem bayerischen Minister mit markanter Nase im 19. Jahrhundert) – wird bei dieser Tour ebenfalls bestiegen. Neben der Nase begegnet man auf dieser langen Wanderung auch noch der Steinernen Agnes – eine sagenbehaftete und geologisch bemerkenswerte Steinformation. Die insgesamt sehr lange Tour kann einerseits durch Nutzung der Predigtstuhlbahn im Anstieg deutlich verkürzt werden; der lange Rückweg von Hallthurm nach Bayerisch Gmain lässt sich durch Nutzung des RVO-Busses leichter gestalten.
Verbindungen mit Bahn und Bus von Bischofshofen
Wir empfehlen von Bischofshofen diese Verbindungen für die Hin- und Rückfahrten zur Tour.
Über die Pfeiltasten kannst du nach rechts und links bis 7 Tage in die Zukunft (und retour) blättern. Zum Live-Fahrplan kommst du über die Links mit den Haltestellennamen. Die alternativen Rückfahrmöglichkeiten sind durch hinauf und hinunter wischen anzuzeigen.
mit Bus 1 – Bad Reichenhall, Tiroler Tor > Bad Reichenhall-Kirchberg mit Zug S4 – Freilassing mit Zug 62 – Salzburg Hbf > Salzburg Hauptbahnhof 4 mit Zug A10 – nach Hause
mit Bus 1 – Bad Reichenhall, Tiroler Tor > Bad Reichenhall Kirchberg/Luitpoldbrücke mit Bus 260 – Salzburg Hauptbahnhof F > Salzburg Hauptbahnhof 9 mit Zug REX3 – Bischofshofen Bahnhof 1
mit Bus 841 – Bad Reichenhall > Bad Reichenhall Hauptbahnhof mit Bus 260 – Salzburg Hauptbahnhof F > Salzburg Hauptbahnhof 4 mit Zug A7 – Bischofshofen Bahnhof 2
mit Bus 180 – Salzburg Hauptbahnhof F > Salzburg Hauptbahnhof 3 mit Zug 3 – Bischofshofen Bahnhof > Bischofshofen Karolinenhof mit Bus 55 – Bischofshofen Bahnhof A
mit Bus 180 – Salzburg Hauptbahnhof F > Salzburg Hauptbahnhof 3 mit Zug 3 – Bischofshofen Bahnhof > Bischofshofen Karolinenhof mit Bus 55 – Bischofshofen Bahnhof A
mit Bus 180 – Salzburg Hauptbahnhof F > Salzburg Hauptbahnhof 3 mit Zug 3 – Bischofshofen Bahnhof > Bischofshofen Karolinenhof mit Bus 55 – Bischofshofen Bahnhof A
mit Bus 180 – Salzburg Hauptbahnhof F > Salzburg Hauptbahnhof 3 mit Zug 3 – Bischofshofen Bahnhof > Bischofshofen Karolinenhof mit Bus 55 – Bischofshofen Bahnhof A
mit Bus 1 – Bad Reichenhall, Tiroler Tor > Bad Reichenhall Kirchberg/Luitpoldbrücke mit Bus 260 – Salzburg Hauptbahnhof F > Salzburg Hauptbahnhof 9 mit Zug REX3 – Bischofshofen Bahnhof 1
mit Bus 1 – Bad Reichenhall, Tiroler Tor > Bad Reichenhall-Kirchberg mit Zug S4 – Freilassing mit Zug 62 – Salzburg Hbf > Salzburg Hauptbahnhof 4 mit Zug A10 – nach Hause
mit Bus 1 – Bad Reichenhall, Tiroler Tor > Bad Reichenhall Kirchberg/Luitpoldbrücke mit Bus 260 – Salzburg Hauptbahnhof F > Salzburg Hauptbahnhof 9 mit Zug REX3 – Bischofshofen Bahnhof 1
mit Bus 841 – Bad Reichenhall > Bad Reichenhall Hauptbahnhof mit Bus 260 – Salzburg Hauptbahnhof F > Salzburg Hauptbahnhof 4 mit Zug A7 – Bischofshofen Bahnhof 2
Aus Richtung München und Salzburg erreicht man in mit der Bayerischen Regiobahn (BRB RE5) den Grenz- und Umsteigebahnhof Freilassing. Vom Salzburger Hauptbahnhof dauert die Fahrt nach Freilassing nur wenige Minuten. In Freilassing besteht stündlich ein Anschluss zur Bayerischen Regiobahn (S4) in Richtung Berchtesgaden. In gut 30 Minuten ist dann der Zielbahnhof Bayerisch Gmain erreicht. Besonders lohnend ist die Verwendung des Guten-Tag-Tickets der BRB, insbesondere bei einer Anfahrt aus Richtung München. Interessant sind möglicherweise die Sondertarife der BRB für das Berchtesgadener Land.
Bei Verwendung der Predigtstuhlbahn welche die Tour deutlich verkürzt, muss bereits in Bad Reichenhall-Kirchberg der Zug verlassen werden. Die Talstation der (historisch interessanten) Seilbahn befindet sich wenige Minuten entfernt.
Foto: Nikolaus Vogl
Über den Alpgarten zum Karkopf
Man verlässt den Bahnhof in südlicher Richtung und folgt letztlich der Wegweisung in Richtung Alpgartensteig und Predigtstuhl. Schnell ist der Wanderparkplatz passiert und der Bergwald nimmt uns auf. Der Weg folgt dem Wappbach in sein enges Tal. Durch lichten Laubwald steigt der Pfad immer wieder steil an und gewinnt rasch an Höhe.
Foto: Nikolaus Vogl
Bald wird erstmals der Blick auf die wilde Umrahmung des Alpgartens frei. Über einen Rücken gewinnt man weiter an Höhe, dann führt der Steig über eine Rippe steil nach oben. Stufen und Leitern wechseln sich ab mit Eisentreppen, teilweise helfen auch Drahtseile über schmale und etwas exponierte Stellen.
Über der Steilstufe erreicht der Steig sanfteres Gelände und nach einer langen Querung ist die Nordflanke des Hochschlegels erreicht. Hier mündet der vom Predigtstuhl (Seilbahn) kommende Weg ein. Nach kurzer Zeit ist der erste Gipfel dieser Tour erreicht. Nur wenige Meter geht es bergab und in der Folge dann relativ eben dahin bis der Gipfelaufschwung des heutigen Hauptziels, der Karkopf, erreicht ist. Von hier beeindruckt hauptsächlich der Blick auf die nahegelegenen höchsten Berge Bayerns, den Watzmann und den Hochkalter.
Foto: Nikolaus Vogl
Über die Steinerne Agnes zur Montgelasnase
Vom Gipfel geht es wenige Meter auf dem Anstiegsweg zurück, bevor man sich nach rechts wendet. Nach kurzer Zeit kann man noch einen kurzen Abstecher auf den Dreisessel machen. Vor allem für fleißige Gipfelsammler ist das eine Option. Unabhängig davon richtet man sich nach der Wegweisung Steinerne Agnes/Rotofensattel/Hallthurm. Der Steig führt zunächst steil bergab in einen Kessel und wendet sich dann in östliche Richtung. In stetigem auf und ab ohne große Höhengewinne oder -verluste strebt man der Steinernen Agnes zu. Dieser unübersehbare, beeindruckende Felsturm befindet sich wenige Meter über dem Weg. Die Formation zählt zu Bayerns schönsten Geotopen und natürlich rankt sich eine Sage um diesen schroffen Felsen.
Fotos: Nikolaus Vogl
Nach der obligatorischen Fotopause bei der Steinernen „Dame“ führt der Weg weiterhin nahezu höhengleich weiter und wendet sich der deutlich sichtbaren Einsattelung zwischen mittlerem und vorderem Rotofen in nordöstlicher Richtung zu. An besagtem Rotofensattel besteht die Möglichkeit den Mittleren Rotofen (im Volksmund „Montgelasnase“ genannt) auch noch mitzunehmen. Dies bedeutet allerdings noch weitere 50 sehr schweißtreibende Höhenmeter, die aber durch einen kühnen, schroffen Gipfel mit wunderbarer Aussicht belohnt werden.
Foto: Nikolaus Vogl
Abstieg nach Hallthurm und Bayerisch Gmain
Vom Rotofensattel geht es jetzt steil bergab. Dort wo sich der Weg scharf nach rechts wendet, sollte man links abbiegen. Dieser Steig führt deutlich schneller und günstiger bis Hallthurm. In Hallthurm wäre dann eigentlich die Bahnstrecke Reichenhall-Berchtesagden erreicht, leider halten am Bahnhof schon lange keine Züge mehr. Der Linienbus in Richtung Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall hält aber sehr wohl und kann den lästigen Rückweg zum Bahnhof in Bayerisch Gmain abkürzen. Die Nicht-Busfahrer wenden sich schon vor Erreichen der Straße und des alten Bahnhofs nach links und erreichen die Bahngleise etwas später. Der Fahrweg folgt im Wesentlichen der Schienenstrecke und nach einer weiteren Gehstunde ist der Ausgangspunkt in Bayerisch Gmain erreicht. Im Stundentakt fährt die BRB S4 nach Freilassing.
Fotos: Nikolaus Vogl
Tourdaten
Die Route in Zahlen: 8:00 Std Wandern 1.500 HM 1.500 HM 17 km GPX Track
Für diesen Beitrag hat die Bayerische Regiobahn„Bahn zum Berg“Gutscheine zur Verfügung gestellt. Diese geben wir an unsere Tourenreporter:innen weiter.
Erreichbarkeit: Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln z.B. von Bad Endorf erreicht werden.
Nikolaus Vogl, Jahrgang 1977, ist gebürtiger Münchner. Nach seinem Lehramtsstudium für Mathematik und Physik arbeitet er seit 15 Jahren als Gymnasiallehrer im oberbayerischen Prien am Chiemsee und lebt mit seiner Frau und drei Kindern im nahen Bad Endorf im Chiemgau. In der Freizeit ist er häufig mit Mountainbike oder zu Fuß (im Winter auch mit den Tourenski) in den Chiemgauer Bergen aber auch gerne im benachbarten Tirol und Salzburger Land unterwegs. Am liebsten organisiert er die Anreise in die Berge mit den Öffis.
Danke für die tollen Fotos, die Karte – und die konkreten Tipps für die Anreise. Das sieht nach einer gelungenen abwechslungsreichen Wander-Route aus, die genau die richtige Wegstrecke mitbringt. Vielleicht zum nächsten Urlaub!
"Bahn zum Berg" ist das größte Öffi-Tourenportal in Österreich und Bayern.
Betrieben wird es von der gleichnamigen non-profit Organisation. Unser Ziel ist es, die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Outdooraktivitäten zu fördern.
Danke für die tollen Fotos, die Karte – und die konkreten Tipps für die Anreise. Das sieht nach einer gelungenen abwechslungsreichen Wander-Route aus, die genau die richtige Wegstrecke mitbringt. Vielleicht zum nächsten Urlaub!