Kennenlernen am Wasserleitungsweg

Meine Wandergruppe dunya hat sich mit einem Projekt der Caritas (COPE) zusammengeschlossen und wir starten an einem sehr sonnigen Freitagnachmittag zu einer gemeinsamen Begegnungswanderung. Einfach soll sie sein, möglichst flach, in der Nähe von Wien und für viele Mitwanderer*innen zugänglich. Wir sind tatsächlich sehr viele und starten zu – neunzehnt! ☺ 

Ich habe den vielleicht unspektakulären, aber für Einsteiger*innen und eher Wanderungewohnte gut geeigneten Wiener Wasserleitungsweg gewählt, konkret den Abschnitt zwischen Baden und Gumpoldskirchen.

Start in Baden und dann…

In Baden angekommen, setzt sich unsere Großgruppe in Bewegung, durch Nebenstraßen durch den Ort (ich meide die Fußgänger*innenzone, da wir sehr viele sind und ich niemanden aus den Augen verlieren möchte) bis zum Kurpark Oberlaa. Hier stehen wir vor dem einzigen Anstieg der gesamten Wanderung. Am Undinebrunnen, der Stadtgärtnerei und dem Lanner-Strauß-Denkmal vorbei halten wir uns immer am äußersten, östlichsten Rand des Kurparks. Ein Blick zurück auf Baden lohnt sich, bevor wir den Park schon wieder verlassen und – Achtung, leicht zu übersehen! – dem Wegweiser „Gumpoldskirchen über „Beethovenweg“ auf Wiener Hochquellenleitung“ folgen.

Start der Tour in Baden bei Wien. Foto: Sarah Pallauf
Start der Tour in Baden bei Wien. Foto: Sarah Pallauf
Der gewünschte Wegweiser im Kurpark Baden. Foto: Sarah Pallauf
Der gewünschte Wegweiser im Kurpark Baden. Foto: Sarah Pallauf

…eine gemütliche Wanderung durch die Weinberge

Ab hier ist die Route völlig problemlos zu finden, denn sie geht eigentlich immer gerade entlang. Außerhalb des Parkes folgen wir zuerst der Mautner Markhof-Straße, die nach einem kurzen Stück zur Anton-Schiestl-Straße wird, und auf dieser sehen wir am Ende des bewohnten Gebiets rechts schräg einen schmalen Pfad und die Beschilderung, die wir gesucht haben: „1. Wiener Wasserleitungsweg“ Alles richtig gemacht! ☺ 

Nun sind wir tatsächlich am Wiener Wasserleitungsweg. Foto: Sarah Pallauf
Nun sind wir tatsächlich am Wiener Wasserleitungsweg. Foto: Sarah Pallauf

Die Tour folgt dem Wasserleitungsweg ohne große Überraschungen bis nach Gumpoldskirchen, es geht tatsächlich immer geradeaus. Die einzige kurze Irritation ist ein nicht vorhergesagter Regenguss – bei dem wir aber praktischerweise ganz in der Nähe des Pfaffstättner Blicks sind und dort gleich auch eine Pause einlegen. Es ist der beste Jausenplatz unterwegs, mit Tischen und Bänken und – Bäumen, die Regenschutz und Schatten gleichermaßen sind.

Die Bahn begleitet uns… Foto: Sarah Pallauf
Die Bahn begleitet uns… Foto: Sarah Pallauf
…ebenso wie die Weinberge. Foto: Sarah Pallauf
…ebenso wie die Weinberge. Foto: Sarah Pallauf

Nett sind unterwegs auch einige Ab-Hof-Stände, bei denen man sich mit zum Beispiel mit Wein (inklusive Gläser!) oder Traubensaft aus dem Automaten stärken kann. Zur Heurigen-Saison und am Wochenende gibt es außerdem viele Heurige am Weg, die ausschenken und zum Einkehren und Pausieren einladen.

Schöne Wolkenstimmung unterwegs. Foto: Sarah Pallauf
Schöne Wolkenstimmung unterwegs. Foto: Sarah Pallauf

In Gumpoldskirchen angekommen endet der Satzinger Weg, dem wir den ganzen Weg lang durch die Weinberge gefolgt sind, beim Deutschordenschloss und dessen angrenzendem Park. Wir biegen nach rechts ab und gehen über die Neustiftgasse, die Kajetan Schellmanngasse und die Bahngasse zum Bahnhof Gumpoldskirchen.

Fazit & Tipps

Wir sind diese Wanderung an einem sehr heißen Tag gegangen, was mitunter nicht ganz optimal war. Es gibt am Weg eigentlich außer beim erwähnten Pfaffstättner Blick keinen Schatten, insofern ist ein wolkenloser Sommertag nicht der beste für diese Tour. Trinkwasserbrunnen gibt es zwei am Weg, die einem frischen Wiener Hochquellwasser spenden.

Ansonsten scheint diese Tour vielleicht unspektakulär, sie kam aber bei allen – auch bei jenen, die nur selten wandern – sehr gut an. Man spaziert die ganze Zeit am Fuße der Hügel entlang, zwischen den Weinbergen und mit einem schönen Ausblick auf die Orte Baden, Pfaffstätten, Gumpoldskirchen. Zudem ist die Strecke auch für Unerfahrene gut geeignet, hat keine Steigungen und ist mit den Öffis super erreichbar.

Wir haben als Großgruppe für die Tour inklusive 45 bis 60 Minuten Pausenzeiten knapp 4 Stunden gebraucht, sind aber auch sehr langsam gegangen und haben uns Zeit für Fotostopps und Gespräche genommen – schließlich ging es um die Begegnung! ☺ Alleine beziehungsweise in einer kleineren Gruppe ist die Tour bestimmt in 2 bis 2,5 Stunden reiner Gehzeit schaffbar.

Fazit: Eine leichte Nachmittagstour für alle, die raus aus der Stadt, aber nicht weit fahren wollen und sich eine gemütliche Wanderung wünschen!

Begegnungen sind auf dieser gemütlichen Wanderung sehr gut möglich! Foto: Sarah Pallauf
Begegnungen sind auf dieser gemütlichen Wanderung sehr gut möglich! Foto: Sarah Pallauf

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   3:00 Std Wandern   50 HM   50 HM   9 km   GPX Track

Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Mürzzuschlag, St. Pölten, Wien und Wiener Neustadt erreicht werden.