Von St. Corona auf den Kampstein

Gemütliche Runde von St. Corona über die Herrgottschnitzerhütte auf den Kampstein und über die Almrauschhütte wieder zurück.

Eine Woche nach der Schneeschuhtour auf den Hochwechsel besuche ich das Wechselgebiet noch einmal. Ich möchte von St.Corona auf den Kampstein wandern. Die Schneeschuhe nehme ich mit. Obwohl ich nicht sicher bin, wie die Bedingungen sein werden.

Anreise

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Mit dem Regionalexpress bin ich schnell in Aspang-Markt und steige dort gleich in den Anschlussbus Richtung Kirchberg am Wechsel. Ich bin übrigens der einzige Fahrgast. Eine knappe halbe Stunde später spuckt mich der Bus in St. Corona bei der Kirche aus.

Die Heilige Corona war übrigens eine frühchristliche Märtyrerin. Sie ist die Patronin gegen Seuchen. Wer will, kann ihre Geschichte hier nachlesen.

Der Nebel ist hier immer noch sehr dick, genau wie im Flachland, wo es zusätzlich auch noch regnet.

Zur Herrgottschnitzerhütte

Kurz nach der Kirche zeigt ein Schilderbaum zahlreiche Wandermöglichkeiten an. Egal für welche man sich entscheidet, es geht erst einmal ein Stück recht steil bergauf, auf einer heute ziemlich vereisten Asphaltstraße Richtung Orthof. Ich halte mich an den Wegweiser zur Hergottschnitzerhütte, die eigentlich Franz Kaupe Hütte heißt. Von der Straße biege ich zuerst nach rechts in einen Karrenweg ab. Hier ziehe ich die Schneeschuhe an, denn es ist noch immer ziemlich glatt.

Unter der Sommerrodelbahn hindurch dreht sich der Weg dann wieder nach links in Richtung Herrgottschnitzerhütte. Ich bleibe bei diesem Namen, weil die Hütte hier so angeschrieben ist. Die eigentliche steht aber auf der Hohen Wand.

Langsam lichtet sich der Nebel.

Da der Wanderweg zeitweise aper ist, wechsle ich zur Schipiste über deren Rand es relativ steil bergauf geht. Ab da scheint die Sonne und der Himmel ist herrlich blau. Ein Vorteil, wenn man die Wanderung auf der südlichen Seite der Bergkammes beginnt.

Bald erreiche ich die Herrgottschnitzerhütte. Auf deren Terrasse rekeln sich ein paar Leute in der Sonne und drei Reiterinnen passieren die Hütte – idyllisch.

Kampstein

Ich folge dem Wegweiser Richtung Kampstein Gipfelkreuz. Der Gipfel ist nicht sonderlich spektakulär, aber der Waldweg dahin sehr lieblich und führt nach dem Gipfelkreuz auf die weite, offene Almfläche der Kampsteiner Schwaig. Der Blick schweift über den gesamten Verlauf des Wechsels und über die Frauenalpe zum Schneeberg hinüber.

Schneewechte Kampstein
Die Wegführung richtet sich nach dem Schneeangebot, hinten der Hochwechsel. Foto Veronika Schöll

Ich geh noch weiter bis zu Frauenalpe. Die ist bewaldet und deshalb kein Mehrwert für die Aussicht. Aber der Schnee knirscht so schön unter den Schneeschuhen und das Gehen ist einfach schön.

Kampsteiner Schwaig

Da ich ein recht großzügig bemessenes Zeitfenster zur Verfügung habe, kehre ich langsam zurück zur Kampsteiner Schwaig und jausne und sonne mich dann dort ausgiebig auf einem Felsen mitten in der Wiese. Das Leben ist schön.

Zur Almrauschhütte

Für den Rückweg nach St. Corona wähle ich den Weg nördlich des Bergrückens, also den von der Kampsteiner Schwaig nach links führenden. Es ist schattig und kälter, dafür schneereicher. Der breite Wanderweg führt eigentlich an der Almrauchhütte vorbei. Ich mach den kurzen Abstecher hinüber über die alte Skipiste trotzdem. Denn von der Terrasse der Hütte kann man nochmals den Schneeberg bewundern. Viele Rodler sausen von hier über die Piste talwärts.

Zurück nach St. Corona

Ich bleibe anschließend lieber auf dem Wanderweg, der ins Tal und damit leider auch wieder in den dicken Nebel führt. Während ich oben die Sonne genossen habe, hat der Nebel die Landschaft mit Reif überzogen, auch das hat seinen Reiz.

Schließlich treffe ich auf den Anfangsweg, der hinunter zur Kirche und Busstation führt.

Ich entledige mich der Schneeschuhe und packe sie und die Stöcke in den Rucksack. Ein paar Minuten später, kurz nach vier Uhr kommt der Bus nach Aspang-Markt. Ich bin wieder der einzige Fahrgast.

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Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 4.5h  700HM  700HM  13km  GPX Track

Diese Tour ist recht unspektakulär, gewinnt aber unheimlich an Anziehungskraft, wenn Schnee liegt. Als Schneeschuhtour oder Winterwanderung für die ganze Familie absolut empfehlenswert.

Wenn die Hütten wieder geöffnet sind, geht sich auf dieser Runde auch eine wirklich ausgiebige Einkehr aus.


Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von St. Pölten, Wien und Wiener Neustadt erreicht werden.