Schitour Wurzengraben

Geführte Alpenverein Schitour von Christian Focke auf den Schneeberg: Wurzengraben hinauf, Fischerhütte, Klosterwappen, Schneegraben hinunter.

Christians ausgeschriebene Touren findest du im Programm von Alpenverein Edelweiss.

Anreise

Wähle einen Ort um den Fahrplan zur Tour zu zeigen:

Wurzengraben

In Losenheim beim Sessellift steigen wir aus dem Bus.

Die ersten 300HM kann man entweder mit dem Sessellift fahren, oder so wie wir die Piste hinaufgehen.

Ich finde es recht seltsam, dass sich sämtliche Schifahrer auf der Piste bergauf bewegen.

Bergstation Sessellift Losenheim - kurz vor der Edelweisshütte
Bergstation Sessellift Losenheim – kurz vor der Edelweisshütte. Foto Martin Heppner

Bis zur Edelweisshütte sind wir fast eine Stunde unterwegs – hauptsächlich, weil ich so langsam bin.

Nach der Edelweisshütte gehen wir den Fadenweg hinauf, am Almgatterl vorbei, über den Ochsenboden, vorbei am Fleischer-Gedenkstein zur Heinrich Krempel Hütte. Dort machen wir eine kurze Rast.

Wir unterhalten uns mit einem der Bergretter. Er erzählt uns, dass die Heinrich Krempel Hütte die älteste Bergrettungshütte Österreichs ist – 1937 erbaut – und dass sie die einzige Hütte der Wiener Ortsgruppe ist.

Von der Edelweisshütte bis zur Heinrich Krempel Hütte brauchen wir 1,5h.

Schnelle Schitourengeher können nach den bisher verstrichenen 2,5h schon auf der Fischerhütte sein.

In der Höhe der Bergrettungshütte
In der Höhe der Bergrettungshütte. Foto Martin Heppner

Kurz vor der Bergrettungshütte könnte man nach links abbiegen um über den Schauerstein aufzusteigen. Dafür liegt uns zu wenig Schnee um den Aufstieg zwischen den Latschen anzugehen.

Ein paar hundert Meter weiter, halten wir uns links, um in den Wurzengraben zu kommen. Rechts, aus dem Schneegraben, werden wir später herunterfahren.

Wurzengraben
Wurzengraben. Foto Martin Heppner

Die steilen Teile im Wurzengraben machen mir persönlich zu schaffen – meine beiden Begleiter müssen immer wieder auf mich warten.

Es gibt zwei Stellen im Wurzengraben an denen die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, dass sie vereist sind. So ist es auch dieses Mal. Angenehm ist hingegen, dass genug Schnee im Graben liegt und dadurch keine Steine herausschauen.

Von der Talstation des Sessellifts bis zur Fischerhütte kann man recht gut in 3-3,5h heroben sein. Wir brauchen wegen mir etwas länger.

Fischerhütte

Fischerhütte im Nebel
Fischerhütte im Nebel. Foto Martin Heppner

Die Fischerhütte ist noch geschlossen. Der Winterraum ist einfach der erste Gastraum. Die Besonderheit darin ist, dass es dort einen Münzautomaten zum Hände wärmen gibt (1 Euromünze notwendig). Die Tür zum Schankraum und zur weiteren Hütte ist versperrt.

Wir essen eine Kleinigkeit – dicht gedrängt an den Tischen mit vielen anderen Schitourengeher. Christian fragt uns, ob wir den Schneegraben hinunterfahren wollen. Er hofft, dass heute noch keiner vor uns gefahren ist.

Schneegraben

Wir gehen also noch mit Fellen zum Klosterwappen hinüber. Dafür brauchen wir etwa eine Viertelstunde.

Zwischen Gipfelkreuz und Antennenanlage fellen wir ab und machen uns abfahrbereit.

Gleich nach der Einfahrt in den Schneegraben stellen wir zwei Dinge fest:

1. Wir sind heute wirklich die Ersten, die hier hinunterfahren.

2. Es ist im oberen, steilen Teil sehr eisig.

Ich bin richtig froh, dass ich die Kanten meiner Schi vor Kurzem schleifen lassen habe. Sonst wäre das ein Drama gewesen.

Abfahrt Schneegraben (unterer Teil)
Abfahrt Schneegraben (unterer Teil). Foto Martin Heppner

In der unteren Hälfte ist der Schnee unberührt und ich wedle das Stück im Tiefschnee bis zur Einmündung in den Wurzengraben hinunter.

Die weitere Abfahrt ist von Schussfahrten geprägt: Über den Ochsenboden, bis kurz vor das Almgatterl. Während ich die Forststraße abfahre, fahren die beiden anderen eine Abkürzung über den Hang.

Weiter geht es in Schussfahrt über die Forststraße den Fadenwänden entlang bis zur Gegensteigung. Wir schnallen die Schi ab und tragen sie die Steigung hinauf.

Danach wiederum Abfahrt an der Sparbacherhütte und Edelweisshütte vorbei, zur Bergstation des Sessellifts.

Christian in & im Schwung
Christian in & im Schwung. Foto Martin Heppner

Die Abfahrt über die Schipiste ist nicht besonders spektakulär, weil der Schnee sehr hart gefroren ist.

Bisher bin ich immer bis zur Talstation abgefahren und dann in den Bus eingestiegen. Christian aber fährt rechts an der Talstation des Sessellifts vorbei, bis hinunter zum Forellenhof. Die letzten 30m müssen wir die Schi dann leider durch den Gatsch tragen. Ich bin froh, dass ich für jeden Schischuh ein eigenes Nylonsackerl mithabe, weil ich die Schuhe sonst nicht mehr in den Rucksack stecken hätte können.

Vom Klosterwappen bis zum Forellenhof – mit allen Pausen, Gegensteigungen und Schi tragen am Schluss – brauchen wir 1:50h.

Wir setzen uns in den Gasthof Forellenhof und essen eine Kleinigkeit, bis wir um 17:18 in den Bus nach Puchberg einsteigen.

Der Zug in Puchberg steht schon am Bahnsteig – wir steigen gleich ein.

Wähle einen Ort um den Fahrplan zur Tour zu zeigen:

Regionalzug ab Puchberg am Schneeberg
Regionalzug ab Puchberg am Schneeberg. Foto Martin Heppner

Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 6h  1.400HM  1.300HM  17km  GPX Track

Mir hat die Tour sehr gut gefallen – ich kann daher die geführten Schitouren von Christian nur empfehlen!


Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Wien, Wiener Neustadt und Mürzzuschlag erreicht werden.