Zug-Roulette zur Burg Grimmenstein

Eigentlich wollten wir gegen 8:00 Richtung Hohe Wand fahren und einen gemütlichen Ausflug machen. Da ich kurz vor 9:00 aufwache, ist dieser Plan hinfällig. Wie packen unsere Sachen zusammen und steigen in den nächsten Zug nach Wiener Neustadt.

Am Weg dorthin sehen wir, dass wir fast eine Stunde auf den Zug nach Grünbach am Schneeberg warten müssten. Wir überlegen uns eine Alternative: Wir legen fest, dass wir in den ersten Zug einsteigen, der abfährt, wenn wir unser Frühstück gekauft haben. Mittels Zufallszahlengenerator legen wir die Anzahl der Stationen fest, die wir fahren wollen (im Bereich 1 bis 5).

Der erste Zug nach dem Einkauf fährt Richtung Kärnten. Obwohl wir laufen, versäumen wir ihn.

Der nächste Zug fährt Richtung Hartberg. Nach dem Einsteigen wissen wir: Wir fahren heute nach Grimmenstein.

Anreise

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Burg Grimmenstein

Vom Bahnhof gehen wir über die Straße und am gegenüberliegenden Gasthof und der Bäckerei links vorbei. Unser Weg führt uns an der Kirche vorbei, aus Grimmenstein hinaus.

Wir queren den Pittenbach und erreichen eine Kreuzung ab der die Burg schon angeschrieben ist. Das Straßenschild gibt Auskunft, dass der Graben „Kunstgraben“ heißen würde, auf meiner Karte heißt er „Kunzgraben“. Vielleicht ein Upgrade?

Jedenfalls gehen wir den Kunstgraben ein Stück hinauf, um gleich nach dem Bauernhof rechts in den Wald auf einen Forstweg abzubiegen.

Waldzustieg. Foto: Martin Heppner
Waldzustieg. Foto: Martin Heppner

Die Burg ist ab hier durchgängig markiert. Es gibt mehrere Zustiegsvarianten, aus denen nach persönlichem Gusto ausgewählt werden kann: Kürzer & steiler versus länger & flacher. Schon bald schimmern die Lichterketten auf den Zinnen zwischen den Bäumen durch.

Die Burg ist zwischen den Bäumen schon zu sehen. Foto: Martin Heppner
Die Burg ist zwischen den Bäumen schon zu sehen. Foto: Martin Heppner

Vom Bahnhof bis zum oberen Eingang der Burg brauchen wir exakt eine Stunde.

Die Burg Grimmenstein ist im Privatbesitz. Auf ihrer Webseite www.burg-grimmenstein.at erfährt man ein bisschen über die Motivation der Besitzer und deren Arbeit.

Jetzt in der Corona-Lockdown-Zeit gibt es warme Getränke zum Mitnehmen am Eingang der Burg. Gegenüber ist ein Bank aufgestellt, auf der Teppichstreifen liegen, damit es beim Sitzen nicht zu kalt ist und die Mülltonen daneben, warten auf die Becher. Ist recht hübsch hier, muss ich sagen.

Burg Grimmenstein. Foto: Martin Heppner
Burg Grimmenstein. Foto: Martin Heppner
Burg Grimmenstein. Foto: Martin Heppner
Burg Grimmenstein. Foto: Martin Heppner

Abstieg über die Grotte

Im Ort, gegenüber des Bahnhofs, habe ich auf der großen Übersichtskarte eine eingezeichnete Grotte gesehen. Dort will ich unbedingt noch hin. Also gehen wir über den „Burgweg“ hinunter. Das ist der Weg, den der Burgbesitzer mit dem Auto herauffährt.

Weil ich ungeduldig bin und mir einbilde einen schnelleren Weg zur Grotte zu finden, biegen wir früher vom Weg ab. Kann man, muss man nicht tun. Es ist steil und rutschig. Wir kommen ohne Probleme hinunter und entdecken noch eine kleine Höhle. Wer weniger abenteuerlustig ist, geht einfach den Burgweg bis kurz vor das Ende des Waldes hinunter und biegt dann auf den Weg nach rechts ab.

Grotte am Kulmriegel. Foto: Martin Heppner
Grotte am Kulmriegel. Foto: Martin Heppner

Die Grotte ist mit lauter Kreuzen und Marienstatuen ausgestattet. Eine Messe, hier im Freien, stelle ich mir schön vor. Ob ich extra deswegen herfahre, weiß ich nicht.

Was für Kinder (im Sommer) vielleicht ganz lustig ist: Es gibt auf der linken Seite der Grotte ein kleine Durchschlupfhöhle. Mir war es zu feucht und zu kalt um es selbst auszuprobieren.

Durchschlupf hinter der Grotte. Foto:  Martin Heppner
Durchschlupf hinter der Grotte. Foto: Martin Heppner

Direkt von der Grotte folgen wir schließlich dem Weg Richtung Grimmenstein zurück.

Alles in allem, waren wir 2,5 Stunden unterwegs – inklusive zwei Pausen und querfeldein „Abkürzern“.

Rückweg, kurz vor Grimmenstein.  Foto: Martin Heppner
Rückweg, kurz vor Grimmenstein. Foto: Martin Heppner

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Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 2.5h  250HM  250HM  7km  GPX Track

Fazit

Sehr schöner, stimmungsvoller Adventspaziergang mit kurzer Anreise. Speziell für Kinder.


Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Wien und Wiener Neustadt erreicht werden.