Von Langenwang nach Mürzzuschlag

Über den Kreuzschober sind wir schon von Langenwang und die Kaarlhütte nach Mürzzuschlag gewandert. Martin findet auf der Karte noch einen anderen Gipfel, nämlich den Rosskogel, den man am Weg mitnehmen könnte. Das heißt, Schneeschuhe und Grödel einpacken und los nach Mürzzuschlag.

Anreise

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Vom Bahnhof gehen wir etwa Dreihundert Meter Richtung Westen zum Busbahnhof. Von dort fahren wir mit dem Bus bis Langenwang Ortsmitte und gehen ab da zu Fuß weiter. Das bedeutet vier Kilometer auf einer Asphaltstraße bis zur Talstation des Skilifts Lammeralm (nicht in Betrieb).

Übersichtstafel Lammeralm
Wir san nimma do! Foto Martin Heppner

Tipp: Wem dieser Straßenhatscher nicht so liegt, der kann das Naturpark-Taxi zum Bahnhof Mürzzuschlag bestellen und sich bis zum Skigebiet kutschieren lassen.

Von der Lammeralm auf den Rosskogel

Die Straße führt beim Wagenbauer, Wastlbauer und Höllbauer vorbei, stetig ansteigend über Zweihundert Höhenmeter zur Talstation des Skiliftes Lammeralm.

Straße zum Skigebiet Lammeralm
Martin mag nicht auf der Straße gehen. Foto Veronika Schöll

Ab da ist die Schneelage gut und wir ziehen unsere Schneeschuhe an. Statt der erwarteten Sonne beginnt es zu schneien. Ist auch schön :-).

Wir stapfen durch den Offenbachgraben zur Jagdhütte auf der Lammeralm. Die Landschaft ist tief winterlich und das ist bei leichtem Schneefall noch einmal so hübsch. Bis hier her führt der Weg über einen breiten Forstweg. Es gibt aber immer wieder Abkürzungen durch den Wald.

Forststraße zur Lammeralm
Forststraße zur Lammeralm. Foto Martin Heppner

Schließlich kommen wir zum Breiten Stein, einer schönen Almfläche. Hier ginge es links Richtung Malleisten-Alm weiter. Wir gehen aber geradeaus auf den Wald zu und halten uns an den Wegweiser Richtung Rosskogel und Karlalm. Rot markiert. Meistens an Baumstämmen, öfters eingeschneit. Also heißt es aufpassen, denn der Weg wird zu einem schmalen Pfad durch die verschneiten Heidelbeerbüsche und ist nicht immer klar ersichtlich. Manchmal geht es durch tiefen Pulverschnee, weil wir die Spur verlieren.

Rosskogel
Ein Männlein steht im Walde… Foto Veronika Schöll

Der Rosskogel ist knapp 1.500 Meter hoch, seinen Gipfel markiert für uns ein dick eingeschneiter Kegel, drunter ist sicher ein Ameisenhaufen. Gipfelkreuz haben wir keines gefunden.

Winterwald Kaarlhütte
Wintermärchenwald zwischen Rosskogel und Kaarl. Foto Veronika Schöll

Querung über den Farrenboden

Vom Rosskogel bis zur großen Wiese nach dem Greitwald (kurz vor der Kaarlhütte) führt der Weg prinzipiell am Bergrücken entlang. Im Winter ist die Orientierung oft erschwert, weil man den Weg nicht so leicht erkennt, wie im Sommer. Hier ist der Weg aber einerseits mit Farbmarkierungen auf den Bäumen (über dem Schnee) gut markiert, andererseits braucht man nur am Bergrücken oben entlang gehen.

Zum Farrenboden geht es kurz etwas steiler hinunter, gleich danach einen Hügel mit 1.442m links liegen lassend, wieder hinauf und durch den Greitwald Richtung Osten weiter.

Der frisch gefallene Schnee verwandelt den Wald in ein Wintermärchen. Selten bin ich durch so einen schönen Winterwald gewandert. Wir versuchen die zarten Schneeflocken, die sich auf den Fichtenästen türmen, mit unseren Handykameras festzuhalten.

Schneeflocken Rosskogel
Schneeflocken Foto Martin Heppner

Zur Kaarlhütte

Am Ende der Wiese treffen wir auf den Weg, der rechts, bzw. von Süden, von Mürzzuschlag über die Hönigsberger Alm herauf kommt und biegen scharf links in diesen ab. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Kaarlhütte.

Von der Kaarlhütte könnte man noch die Hundert Höhenmeter auf den Kreuzschober, also aufs Kaarl aufsteigen. Wir nicht. Zu faul. Zu hungrig lassen wir uns auf eine trockene Bank unter dem Dachvorsprung der geschlossenen Kaarlhütte fallen und verspeisen unsere mitgebrachte Jause. Schweinsbraten und Schwarzbeerlstrudl gibt es heute nicht. Sehr schade.

Kaarlhütte
Jause auf der Kaarlhütte. Foto Veronika Schöll

Zu schneien hat es mittlerweile aufgehört.

Nach Mürzzuschlag

Der Abstieg nach Mürzzuschlag über den Stürzerkogel ist recht steil. Heute ist weiter unten wenig Schneeauflage, deshalb tauschen wir die Schneeschuhe gegen Grödel.

Der inzwischen aufgelöste Nebel gibt den Blick auf Schneealpe und Rax frei.

Lustigerweise fährt der Railjet gerade ein, als wir den Bahnhof erreichen. Stress hätten wir keinen gehabt, denn es ist erst früher Nachmittag und am Bahnhof Mürzzuschlag halten halbstündlich Züge. Wir hüpfen jedenfalls in den Zug und setzen uns gemütlich hin. Das Ticket kaufen wir schnell mit der ÖBB App, der Schaffner wartet geduldig.

Fein wars.

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Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 6h  950HM  900HM  17km  GPX Track


Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bruck an der Mur, Graz, Leoben, Mürzzuschlag, St. Pölten, Wien und Wiener Neustadt erreicht werden.