Schnellerwagsteig nach Losenheim

Maiglöckchenhähnchen

Überschreitung des Kuhschneebergs vom Höllental aus, über den Schnellenwagsteig hinauf und über den Fadenweg nach Losenheim hinunter.

Da Regen für den Nachmittag angesagt ist, suche ich mir eine Tour, bei der ich nicht exponiert unterwegs bin, wenn das Schlechtwetter einsetzt. Da ich mir den Kuhschneeberg schon länger einmal anschauen wollte, fällt darauf meine Wahl.

Anreise


Ich fahre mit dem schnellen Railjet um 6:58 nach Wiener Neustadt. Dort steige ich in den Regionalzug nach Payerbach-Reichenau um.

Es wäre auch möglich gleich mit dem Regionalzug in Wien loszufahren: Der Nachteil ist, dass man so früher losfahren muss und länger unterwegs ist. Ein Vorteil kann sein, dass man das Einfach-Raus-Ticket mit dem Regionalzug nutzen kann.

In Payerbach fahre ich mit dem Bus 1746 Richtung Rohr am Gebirge zur Station Singerin.
Ankunft: 8:47. Meine Anreise dauert 1:49.

Schnellerwagsteig


Die Station Singerin ist bei der Abzweigung nach Hinternaßwald. Dort steige ich aus und gehe über die Schwarza und kurz auf der Strasse flussabwärts. Dann biege ich links ab, denn das Schild „Schnellerwagsteig“ ist nicht zu übersehen.

Der Weg wird anscheinend nicht oft begangen – er ist teilweise zugewachsen und am Boden schlecht zu erkennen. Die Farbmarkierungen hingegen schauen recht neu aus. Es gibt in den ersten zwei Drittel des Schnellenwagsteigs so viele Markierungen, dass ein Verirren unmöglich ist.

Der Weg ist deutlich mittels Farbmarkierungen an den Bäumen erkennbar.

Der Weg ist deutlich mittels Farbmarkierungen an den Bäumen erkennbar.

Der Weg führt sehr direkt und steil durch den Wald hinauf.

Zur Fauna und Flora: Ich sehe zwei Mal Rehe, die laut „bellend“ das Weite suchen. Auch wenn die Akeleien schon wieder im Abblühen begriffen sind, dominiert doch leuchtendes Grün.

Akelei

Akelei

Im oberen Drittel wird es steiniger – es sind Schuttfelder zu queren, vereinzelt schauen Felsen aus dem Boden.

Querung Schotterfeld

Querung Schotterfeld

Die Markierungen sind hier gut zu sehen, wenn auch nicht mehr so überdeutlich wie bisher.

Der Ausstieg auf die Hochfläche des Kuhschneebergs ist bei einer verfallenen Hütte, von der nur mehr ein Holzhaufen übrig ist.

Daneben, versteckt im Unterholz, ist eine eiserne Gerätschaft mit Zahnrädern, die wie eine Windenvorrichtung auf mich wirkt.

Was bin ich?

Was bin ich?

Nach 2:30h bin ich nach 800HM am Plateau angekommen und mache eine kurze Rast.

Kuhschneeberg


Die blauen Markierungen des Aufstiegs wechseln zu grünen Markierungen. Es geht leicht bergauf, bergab dahin – auf Pfaden und auf Forststraßen.

Grüne Markierungen durch den Wald.

Grüne Markierungen durch den Wald.

Obwohl weitgehend bewaldet, bietet mir die Hochfläche des Kuhschneebergs immer wieder Ausblicke. Das überrascht mich, weil ich das von ähnlichen Touren nicht gewohnt bin. Ich hatte beim Aufstieg einen guten Blick in das Höllental hinunter und hinüber zum großen Sonnleitstein. Von heroben habe ich Ausblicke auf die Schneealpe und einen Teil der Rax, auf die Gutensteiner Alpen im Norden und natürlich auf den nahen Schneeberg mit dem Klosterwappen.

Grüne Markierungen über einen Almboden mit Blick auf den Schneeberg.

Grüne Markierungen über einen Almboden mit Blick auf den Schneeberg.

Vom Ausstieg des Schnellenwagsteigs bis zur Edelweißhütte brauche ich etwa 2h über das Plateau des Kuhschneebergs.

Abstieg nach Losenheim


Zwischen Edelweißhütte und Almröserlhaus führt der Weg hinunter zur Bushaltestelle am Parkplatz beim Lift, den ich nehme. Diesen mag ich viel lieber, als den Abstieg über die Schipiste.

Ich beeile mich, weil es leicht regnet und bin in 30min unten. Wenn man mit normaler Geschwindigkeit rechnet, dann ist man mit 1h im Abstieg auf der sicheren Seite.

D.h. eine Stunde bevor der Bus abfährt, sollte man in der Edelweißhütte spätestens aufbrechen – also entweder um 14:15, oder um 16:15.

Ich merke mir den Kuhschneeberg jedenfalls für den Winter vor: Ich plane dort eine schöne Schneeschuhtour, aber mit Aufstieg von Losenheim her. Über den Schnellenwagsteig möchte ich mich bei viel Schnee weder mit, noch ohne Schneeschuhe hinauf kämpfen.

Heimreise


Es fährt um 15:15 ein Bus bei der Talstation des Lifts ab und der nächste um 17:15.

Danach Umstieg in den Zug nach Wiener Neustadt und von dort wiederum in einen schnellen Zug nach Wien.

Die Rückreise dauert für mich 1:47h bis nach Wien Hauptbahnhof.

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Tourdaten

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