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Törlweg – ein schöner, einfacher Raxabstieg

Das namensgebende „Törl“ (manchmal auch Thörl) ist vom Ottohaus aus schön zu sehen. Dort startet der Törlweg, den auch kleine Kinder problemlos gehen können.

Ottohaus


Ursprünglich wäre der Plan für Sonntag ja gewesen vom Ottohaus zur Neuen Seehütte und zur Raxeishöhle zu gehen. Ich mag die Neue Seehütte, weil sie heimelig ist und auch im Winter offen hat. Ein Blick aus dem Fenster zeigt uns aber Schnee und Wind und es schaut kalt aus. Vom Ottohaus geht man normalerweise eine Stunde am Seeweg – an der Kante entlang über die Gipfel entsprechend länger. Mit Kindern (der Jüngste ist vier Jahre alt) ist das Gehen im kalten Wind nicht optimal – kann für so kleine Kinder in puncto Auskühlen sogar gefährlich werden.

In der Früh hat der Schneefall begonnen
In der Früh hat der Schneefall begonnen

Wir überlegen uns, dass es aber auch schade wäre den Tag gar nicht zu nutzen und nur mit der Seilbahn hinunter zu fahren. Daher entschließen wir uns über den Törlweg abzusteigen.

Um 10:00 gehen wir beim Ottohaus weg.

Törlweg


Man kann direkt vom Ottohaus über die Wiese – am Alpengarten vorbei – zum Törlweg hinunter gehen. Wir wollen mit den Kindern aber nicht über diesen steilen und jetzt (durch den Schnee) rutschigen Abstieg gehen, sondern wählen die langgezogene Runde über den Praterstern und zweigen dann nach rechts ab. Dadurch können wir in ganz moderatem Gefälle bis zum Törl wandern. Von dort geht es dann am steinigen Weg bergab.

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Der Hang, über den der Törlweg in Serpentinen führt, ist sehr steil. Absturzgefahr gibt es aber nicht wirklich, weil der Weg recht breit ist und es damit überhaupt keine ausgesetzten Stellen gibt.

Schon nach 100 Höhenmetern erreichen wir die Baumgrenze – ab jetzt gehen wir nur mehr im Wald bergab.

Obwohl es nur wenige Stunden geschneit hat, wirkt es dennoch winterlich – sogar ein bisschen weihnachtlich. Den Kindern gefällt der erste Schnee der nahenden Wintersaison.

Den Kindern gefällt es, dass es schneit.
Den Kindern gefällt es, dass es schneit.

Die Hälfte der abzusteigenden Höhenmeter erreicht man schnell, der zweite Teil zieht sich dann flacher dahin. Es wird klarerweise immer wärmer, je weiter wir hinunter kommen. Der Schneefall ändert sich daher auch zu leichtem Regen. Es ist nicht unangenehm, weil wir alle recht gutes Regenzeug haben.

Weiter unten schneit es nicht mehr, es regnet leicht.
Weiter unten schneit es nicht mehr, es regnet leicht.

Kurz bevor wir an Knappenberg vorbei gehen, sehen wir einen Feuersalamander unseren Wanderweg kreuzen. Eine Biologin hat mir vor kurzem erzählt, dass die Anzahl der Feuersalamander durch eine Pilzinfektion dramatisch reduziert wurde – auch nachzulesen in diesem Artikel des Naturschutzbundes.

Feuersalamander
Feuersalamander

Um 13:00 gehen wir über die Brücke, die über einen Nebenarm der Schwarza führt. Die Haltestelle „Hirschwang/Rax Fabrik“ ist gleich an der Hauptstraße vorne, wenn man links abbiegt.

Wir waren also – mit allen Pausen – im Tempo für einen Vierjährigen (der die ganze Strecke selbst gegangen ist!) genau 3 Stunden unterwegs.

Heimreise


Derzeit gibt es eine Busverbindung um 13:31, 15:31 und 16:31 von der Haltestelle Hirschwang/Fabrik zum Bahnhof Payerbach-Reichenau und dann weiter nach Wien.

Da die Zugverbindung stündlich geht und das Warten in der Kälte (für Kinder) auch nur begrenzt lustig ist, zahlt es sich eventuell auch aus ein Taxi zu rufen. In dieser Gegend fahre ich gerne mit dem Taxi Flackl Wirt (+43266652291). Die Fahrt kostet bis zum Bahnhof EUR 15,- . Das ist überschaubar und hat den Vorteil, dass man sich beim Imbiss vor dem Bahnhof noch schnell etwas zu Essen und zu Trinken kaufen kann, bevor man in den Zug nach Wien steigt.

Zu dem Regionalzug ist noch zu sagen, dass man entweder in Wiener Neustadt in den schnelleren Zug umsteigen, oder stützenbleiben und bis Praterstern fahren kann.

Tourdaten

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