Der Hochwechsel ist schön, aber schwer erreichbar

Um auf den Hochwechsel zu gehen muss man bei der Abreise kreativ sein. Am Samstag fährt nur ein einziger Bus nach Mönichkirchen. Am Sonntag gar keiner. Um von dort wieder weg zu kommen, muss man in die Steiermark hinunter gehen. Unter der Woche ist es besser.

Vorweg: Die Probleme bei der Anreise hat man nur, wenn man am Wochenende wandern gehen möchte. Unter der Woche gibt es mehrere Busverbindungen von Aspang nach Mönichkirchen!

Ich habe nur am Wochenende Zeit um auf den Hochwechsel zu gehen. Da es am Sonntag keine Busverbindung gibt, beschränkt sich das also auf den Samstag.

Bahn & Bus nach Mönichkirchen

Die Verbindung am Samstag in der Früh ist recht okay: Um 7:05 ist Abfahrt in Wien Meidling, umsteigen in Wiener Neustadt und Aspang, um um 8:47 in Mönichkirchen anzukommen.

Von der Bushaltestelle einfach immer bergauf und nach Westen halten, um zur Talstation des Lifts zu kommen. Rechts der Piste führt der Wanderweg hinauf.

Alternative: Es gibt auch die Möglichkeit mit dem Bus am Samstag in der Früh nach Mariensee zu fahren. Der Unterschied ist, dass man sich damit weitgehend das Skigebiet erspart. Weiterer Vorteil: die Strecke ist kürzer. „Nachteil“: Der Aufstieg ist steiler.

Minimalvariante: Hallerhaus

Es gibt mehrere Wege, die parallel verlaufen und von Mönichkirchen aus Richtung Hallerhaus hinauf führen. Wir gehen an der Abfahrtspiste entlang.

Auf den Wegweisern ist Mönichkirchner-Schwaig und das Hallerhaus angeschrieben. Dies sind die ersten zwei Zwischenstationen.

Als wir hinaufgehen sind die Schneekanonen in Betrieb und beginnen die Pisten zu beschneien. Sie sind leider unangenehm laut.

Von Mönichkirchen bis zum Hallerhaus gehen wir recht genau 1 Stunde.

Hallerhaus am Wechsel
Hallerhaus am Wechsel

Das Hallerhaus bietet sich aus meiner Sicht in jedem Fall zur Einkehr ein. Wir haben am Rückweg zu Abend gegessen.

Es bietet sich aber auch deshalb an, weil kurz unterhalb des Hallerhauses der Rückweg in den Wald Richtung Bahnhof Tauchen abbiegt.

Das bedeutet auch, dass der Weg von Mönichkirchen über das Hallerhaus nach Tauchen, die Minimalvariante ist, die man gehen kann (3,5h Gehzeit).

Niederwechsel & Hochwechsel

Vom Hallerhaus geht es fast laufend recht moderat steigend Richtung Nieder- und Hochwechsel hinauf.

Ein kurzes Stück durch den Wald ist ein bisschen steiler und schaut sehr wildromantisch aus. Es befindet sich gerade ausser Hörweite der Schneekanonen, wodurch der optische Genuss durch jene sanfte Stille begleitet wird, wegen der ich hier bin.

Knapp oberhalb der Baumgrenze
Knapp oberhalb der Baumgrenze

Vom Hallerhaus sind es etwas mehr als 400 Höhenmeter und 7 Kilometer bis zum Hochwechsel. Wir gehen die Strecke in 2,5 Stunden, inklusive zweier kleiner Pausen.

Hochwechsel mit Wetterkoglerhaus
Hochwechsel mit Wetterkoglerhaus

Das Wetterkoglerhaus hat einen sehr netten Winterraum mit zwei Notbetten und einem großen Tisch. Da es in der Gegend (so wie am Stuhleck gegenüber) oft furchtbar windig und dadurch kalt ist, ist das eine gute Möglichkeit sich vor dem Abstieg windgeschützt zur Jause hinzusetzen.

Genau das tun wir auch. Zum großen Erstaunen der ebenfalls anwesenden Steirer, klebe ich ein Bahn zum Berg Pickerl in das Gipfelbuch. Danach darf ich mir anhören, dass ich sicher schon oft am Schneeberg war, weil da der Zug hinauffährt – hohoho. Eh lustig.

Rückweg südlich vom Niederwechsel

Wenn man vom Hochwechsel, oder schon vom Niederwechsel aus zurück gehen möchte, kann man einfach den gleichen Weg zurück gehen, oder über den „Vorauer Schwaig“ gehen. Das liegt südlich vom Niederwechsel.

Russischer Soldatenfriedhof vor dem Vorauer Schwaig
Russischer Soldatenfriedhof vor dem Vorauer Schwaig

Dahinter kommt eine Wegkreuzung: Wir könnten jetzt direkt den Weg mit der Nummer 924 Richtung Studentenkreuz und Bahnhof gehen. Da wir aber noch etwas essen gehen wollen, zweigen wir nach links Richtung Steinerne Stiege, bzw. Hallerhaus ab.

Vom Vorauer Schwaig bis zum Hallerhaus brauchen wir etwas weniger als eine Stunde.

Hallerhaus

Im Hallerhaus essen wir zu Abend und schauen dann, dass wir vor der Dunkelheit noch nach Schaueregg kommen.

Wir biegen unter dem Hallerhaus nach rechts in den Wald ab. Wir wollen ja nach Schaueregg hinunter und gehen zuerst Richtung Studentenkreuz. Vor dem Studentenkreuz biegen wir nach rechts Richtung Fichtenhof und Schaueregg ab.

Vom Hallerhaus bis zum Fichtenhof dauert es etwa eine Stunde. Bis dorthin sollte man bei Einbruch der Dunkelheit kommen. Jetzt im November/Dezember ist das spätestens ab 17:00. Das bedeutet, dass man im Hallerhaus vor 16:00 aufbrechen muss.

Die Rechnung wie weit man gehen kann, ist also sehr einfach: Man muss sich nur merken, wann man in der Früh am Hallerhaus vorbei gekommen ist – abhängig vom Bus und der Gehgeschwindigkeit also gegen 10:00. Möchte man eine Stunde im Hallerhaus essen, muss man also um 15:00 wieder dort sein. Also hat man 5 Stunden Zeit um Richtung Hochwechsel zu gehen und wieder zurück.

Anders ausgedrückt: Beim Aufstieg muss man spätestens 2,5 Stunden (12:30 Uhr) ab dem Hallerhaus umdrehen. Wenn man langsam unterwegs ist, entsprechend früher.

Straßenhatscher

Das letzte Stück vom Fichtenhof, über Schaueregg, die Bundesstraße querend, nach Tauchen zum Bahnhof kostet noch einmal eine Stunde.

Tourdaten

2 Kommentare

  1. Hallo Martin, vielen Dank für den Bericht. So wie ich das lese, wäre in der Schneekanonenzeit für eine Tagestour der Weg ab Mariensee vorteilhafter? LG Bernhard

    1. Hallo Bernhard,
      ich bin den Weg von Mariensee selbst noch nicht gegangen. Habe ihn nur von oben, bzw. auf der Karte gesehen. Ist halt etwas steiler, als der von Mönichkirchen. Ob besser, oder schlechter kann ich daher gar nicht sagen.
      Das beschränkende Element ist hier jedenfalls die Busverbindung, die nur unter der Woche nach Mariensee hineinführt.
      lg, Martin

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