Stadtwanderweg 7

Der Wiener Stadtwanderweg 7 führt durch wilde Gstätten und renaturierte Ziegelgruben. Er zeigt wieviel Natur in Wien mitten in der Stadt existiert!

Stadtwanderweg 7. Foto: Martin Heppner
Foto: Martin Heppner

Ich „kenne“ die Wiener Stadtwanderwege schon lange. Das heißt: Ich weiß, dass es sie gibt. Mein Bedürfnis einen davon zu gehen, hat sich bisher in Schranken gehalten.

Jetzt, im April 2020, darf man wegen der Coronakrise zwar einer gewissen gesundheitsfördernden Bewegung nachgehen, aber noch keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Anreise nutzen. Kein Schneeberg, keine Rax für mich – also schau ich mir einmal einen Stadtwanderweg an. Vorweg: Ich war positiv überrascht!

Es gibt in Wien 10 Stadtwanderwege. Ich wähle den Weg Nummer 7, weil ich die Löwygrube hinter dem Böhmischen Prater schon kenne und mir diese wilden Ecken im zehnten Bezirk gut gefallen.

Anreise

Wir fahren mit dem Fahrrad, weil man ja derzeit die öffentlichen Verkehrsmittel nur zur Arbeit oder für unaufschiebbare Tätigkeiten nutzen darf. Sonst würde man mit der U1 zum Verteilerkreis („Wien Altes Landgut“) fahren. Dort beginnt der Stadtwanderweg 7 nämlich.

Stadtwanderweg 7

App Tipp: Fabian Bouchal hat privat die App CityHikes geschrieben. Diese ist gratis im Google Play Store downloadbar.
Die App CityHikes bietet einen Überblick über die Stadtwanderwege in Wien. Sie unterstützt sowohl vor einer Wanderung bei der Planung, als auch währenddessen bei der Navigation auf den Wiener Stadtwanderwegen.

U1 Station Altes Landgut. Foto: Martin Heppner
U1 Station Altes Landgut. Foto: Martin Heppner

Vom Verteilerkreis geht es zur Generali-Arena (früher Horr-Stadion) hinüber und daran vorbei. Die großen hölzernen Wegweiser „Stadtwanderweg 7“ begleiten uns ab hier. Verirren ist nicht möglich. So lange es kein neues Schild gibt, geht es gerade aus. Wirklich gut gemacht.

Das Ziel ist, zur Laaer-Berg Straße zu kommen und südwestlich am Laaer Wald herumzugehen. An der Laaer-Berg Straße sieht man durch den Zaun unten den Blauen Teich. Früher waren das Ziegelabbaugebiete – jetzt renaturierte Ziegelteiche. Für Hintergrundinfos siehe www.geschichtewiki.wien.gv.at/Laaer_Wald.

Der Böhmische Prater ist jetzt wegen des Corona-Lockdowns auch völlig ausgestorben. Ich bin jetzt generell nicht so der Prater-Fan, aber der Böhmische Prater ist mir ob seiner Übersichtlichkeit deutlich sympathischer, als der Wiener Prater im 2. Bezirk. Und das Beste am Böhmischen Prater ist ja, dass er direkt an den Laaer Wald, konkret an die Löwy Grube angrenzt, in die man sich begeben kann und damit plötzlich mitten in der Natur ist!

Böhmischer Prater. Foto: Martin Heppner
Böhmischer Prater. Foto: Martin Heppner

Der Stadtwanderweg 7 würde eigentlich auf dem Schotterweg nur die Löwygrube durchqueren. Das finde ich aber fad. Daher fahren wir einen weniger begangenen „Weg“, den wir beim letzten Besuch gefunden haben.

Nach der Löwygrube queren wir die Bitterlichstraße und fahren eine kleine Straße hinunter. Am Ende der Straße scheint Wien zu Ende zu sein. Felder und Weingärten beginnen. Ab hier bewegen wir uns fast durchgängig am scharfen Grat zwischen verbautem Gebiet, Feldern und Natur: Auf der einen Seite Zäune und Einfamilienhäuser, auf der anderen Seite alles grün, blühend, austreibend!

In Unterlaa treffen wir wieder auf Häuser. Dort stehen zwei Gästhäuser direkt nebeneinander an der Liesing. Das würde sich für eine schöne Einkehr, eventuell sogar ein Mittagessen, hervorragend anbieten! Leider sind beide im Moment geschlossen.

Wenn du eines, oder beide kennst, schreib bitte in einen Kommentar deine Empfehlung!

Der Kaiweg an der Liesing ist sehr schön! Die teilweise Renaturierung ist wirklich gut gelungen. Wir beobachten mehrere Enten und zwei Graureiher!

Liesingbach. Foto: Martin Heppner
Liesingbach. Foto: Martin Heppner

Wir bleiben an der Liesing bis wir über die Bahnlinie und wenig später über die Südosttangente geleitet werden.

Interessant finde ich den akkustischen Kontrast zwischen der Überquerung der Autobahn mit dem Lärm der fahrenden Autos und gleich nach der Brücke auf der Heuberggstätten, verstummt dieser Lärm fast völlig.

Heubergstätten. Foto: Martin Heppner
Heubergstätten. Foto: Martin Heppner

Heimfahrt

Tourdaten

Fazit

Den Stadtwanderweg kann man mit dem Fahrrad gut abfahren. Wenn man sich mehr Zeit nehmen möchte, dann macht es absolut Sinn den Stadtwanderweg 7 zu Fuß zu gehen. An einem sonnigen Tag ist das eine empfehlenswerte Wanderung, die mit viel Abwechslung aufwarten kann!

2 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

BzB ist im offline Modus.