Die 1. Tour nach dem Corona Lockdown führt auf den Mittagstein!

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Aufstieg von Hirschwang auf den Mittagstein mit phantastischem Panorama auf Schneeberg, Rax & Semmering. Über Knofeleben & Waldburgangerhütte nach Payerbach.

Seit einem Monat die erste Zugfahrt

Da man die öffentlichen Verkehrsmittel nach der Corona Phase 1 (kompletter Lockdown) jetzt auch wieder zur Freizeitaktivitäten nutzen darf, mache ich das gleich und fahre mit Zug und Bus nach Hirschwang.

Fahrplan Wien Meidling - Hirschwang/Rax Fabrik
Hier kommst du zum Fahrplan von Wien Meidling nach Hirschwang/Rax Fabrik. (Internetverbindung notwendig)

Mittagstein

Ob man bis zur Station „Hirschwang/Fabrik“ fährt und ein Stück zurück geht, oder eine Station vorher aussteigt und bei der nächsten Möglichkeit über die Schwarza quert, bleibt sich von der Distanz her etwa gleich.

Einen Vorteil gibt es, die Fahrkarte bis zur Haltestelle Fabrik zu wählen: Wenn man den Busfahrer nett fragt, dann bleibt er gleich nach dem alten Musikerheim stehen und man muss von der Haltestelle gar nicht erst zurück gehen! Das ist natürlich dann die allerbeste Variante.

Achtung : Fahrkarten gibt es keine im Bus, also vor Abfahrt online oder am Automaten im Bahnhof kaufen.

Rechts, bzw. östlich der Fabrik gehe ich vorbei und folge der Schotterstraße über die Brücke auf die andere Seite der Schwarza.

Fabrik Hirschwang
Foto: Martin Heppner

Gleich hinter der Fabrik zweigt ein Forstweg in den Wald hinauf ab. Den nehme ich. Nach wenigen Metern kommt schon ein Steinmann an dem ich nach rechts abbiege.

Durch den Forstweg ist an dieser Stelle der Untergrund gut sichtbar. Die Schotterablagerungen der Schwarza finde ich hochinteressant!

Abzweigung mit Steinmann
Foto: Martin Heppner

Der untere Teil des Aufstiegs verläuft durch lichten Wald. Da die Sonne gefühlt so warm ist wie im Hochsommer ist es sehr angenehm immer wieder vom Schatten in die Sonne und zurück zu wechseln.

Weiter oben dominieren Steilwände und Felsen, durch die der Weg durchführt. Dort stehen fast keine Bäume mehr, dafür blüht das Petergstamm. Darüber bin ich ehrlich gesagt sehr überrascht, weil ich diese Pflanzen in dieser Gegend nicht vermutet hätte. Unterwegs habe ich sie auch als Primeln identifiziert – jetzt beim Schreiben des Beitrags habe ich die Fotos aber meiner Mama gezeigt und sie sagt, dass wäre auf jeden Fall Petergstamm. Ok.

Alpenaurikel
Foto: Martin Heppner

Der unangenehmste Teil des Aufstieg ist die bröselige, schrofige Teilstrecke kurz vor der Gipfelwiese. Das kann ich gar nicht leiden. Fühle mich da einfach nicht wohl. Zusätzlich liegen hier schon recht viele lose Steine herum. Wenn also mehrere Personen unterwegs sind, dann wäre dieser Teil wegen des potentiellen Steinschlags der gefährlichste Teil des Aufstiegs!

Steiler, schrofiger Aufstieg
Foto: Martin Heppner

Der Gipfel des Mittagstein bietet ein sehr schönes Panorama auf Schneeberg, Rax und das ganze Semmeringgebiet.

Da der Abbruch sehr nahe dem Gipfelkreuz beginnt, bieten sich auch beeindruckende Tiefblicke dar. Man sieht sehr schön wo die Tour neben der Fabrik gestartet hat.

Gipfelkreuz Mittagstein
Foto: Martin Heppner
Tiefblicke nach Hirschwang hinunter
Foto: Martin Heppner

Feuchterberg & Knofeleben

Da ich nach einem Monat Bergabstinenz quasi total ausgehungert nach Natur bin, nehme ich alles in vollen Zügen auf: Das Wetter ist sowieso herrlich, das Petergstamm im Aufstieg, aber auch kleine Raupen und Hummeln in Schneerosen. Ich bin so froh endlich wieder hier draussen sein zu können!

Raupe
Foto: Martin Heppner
Schneerose mit Hummel
Foto: Martin Heppner

Vom Gipfel des Mittagstein steige ich kurz in die Scharte zwischen Mittagstein und Feichtaberg ab. Der Weg würde seitlich am Feichtaberg vorbei führen. Ich bringe es aber nicht über mich heute einen Gipfel (in diesem Fall) rechts liegen zu lassen und gehe querfeldein hinüber.

Es gibt einen Steinhaufen und darin steckt ein Gipfelkreuzchen. Deswegen zahlt es sich nicht aus rüber zu gehen. Aber der Wald ist sehr schön dort und zur Zeit voller Schneerosen, es ist nur ein kleiner Umweg.

Danach wandere ich immer wieder über Lichtungen mit schönen Wiesen Richtung Knofeleben. Die Schilder zur Hütte sind nicht zu übersehen.

Es geht relativ flach dahin – ab und zu blitzt der Schneeberg hinten heraus.

Hätte das Naturfreundehaus Knofeleben geöffnet, würde sich eine Einkehr zu Mittag hier sehr anbieten. Ich mag sowohl die Wirtsleute, als auch ihr Essen. Eine ausgesprochen sympathische Hütte – siehe auch andere Touren hierher.

Naturfreundehaus Knofeleben
Foto: Martin Heppner

Bodenwiese & Waldburgangerhütte

Der Weg von der Knofeleben bis zur Bodenwiese zieht sich. Das liegt daran, dass ich nicht wirklich Mittag gegessen habe, nach einem Monat etwas Bauchspeck von meinen Kühlschrankbesuchen im Corona-Homeoffice angesetzt habe und mir die Beine schön langsam weh tun.

Tipp / Abkürzung: Beim Lackabodengraben gibt es die Möglichkeit abzukürzen – noch dazu über einen sehr schönen Weg, nämlich durch die Eng! Diese Abkürzung führt auch direkt zum Bahnhof Payerbach.

Die Bodenwiese ist noch nicht ganz aus dem Winterschlaf erwacht. Wenn das Gras in ein paar Wochen grün ist, ist es hier sicher sensationell schön!

Bodenwiese
Foto: Martin Heppner

Am Ende der Bodenwiese ist die Waldburgangerhütte. Auch hier gilt: Wäre sie geöffnet, würde sich hier eine Einkehr anbieten.

Bis zum Bahnhof Payerbach brauche ich ziemlich genau eine Stunde – so wie es auf den Wegweisern auch angegeben ist. Da der Zug immer fünf Minuten vor der vollen Stunde abfährt, kann man den Abmarsch von der Waldburgangerhütte mit ein paar Minuten Puffer recht gut planen.

Abstieg nach Payerbach

Ich wähle diesmal den Abstieg über die Jubiläumsaussicht, was deutlich kürzer ist, als der Weg über die Schedkapelle, den ich im Winter einmal gewählt habe.

Schmaler Steig
Foto: Martin Heppner
Versicherter Teil im Abstieg
Foto: Martin Heppner
Hochberger Bauernhof kurz vor Payerbach
Foto: Martin Heppner

Von der Waldburgangerhütte bis zum Bahnhof gehe ich – wie gesagt – ziemlich genau eine Stunde. Wenn man das ordentlich plant, kann man sehr schön pünktlich zum Zug kommen.

Wenn nicht, dann schaut der Bahnhof Payerbach-Reichenau um 17:56 so aus. Der Zug fährt nämlich um 17:55.

Bahnhof Payerbach
Foto: Martin Heppner

Rückfahrt nach Wien

Ich nutze extra den Regionalzug, weil da weniger Leute mitfahren. Je näher wir uns Wien nähern, desto mehr steigen ein. In Wien sind dann im oberen Teil des Wiesels die Fahrgäste aber immer noch durch zwei bis drei Sitzreihen voneinander getrennt und alle tragen einen Mundschutz.

Fahrplan Payerbach-Reichenau Bahnhof - Wien Meidling
Hier kommst du zum Fahrplan von Payerbach-Reichenau Bahnhof nach Wien Meidling. (Internetverbindung notwendig)

Tourdaten

Fazit

Die Tour ist nicht schwierig. Es gibt kurz unter dem Gipfel den bröseligen Schrofenhang, der unangenehm zu gehen ist: Einerseits gibt es keine guten Tritte/Griffe, andererseits lösen sich leicht Steine (Steinschlaggefahr!).

Ab dem Gipfel ist es eine wunderschöne und leichte Wanderung im Wald und über Wiesen!

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