Meine letzte Wanderung führte mich vom Pielachtal über den Hohenstein ins Traisental. Die Anreise aus Wien ist grundsätzlich einfach, schnell und gut möglich, wäre da nicht der Schienenersatzverkehr im Pielachtal und im Traisental (zur Zeit meiner Wanderung). Von Wien gehts also in der Früh nach St. Pölten, wo ich kurz in den R56 bis Ober-Grafendorf steige, um dann in den Schienenersatzverkehr bis nach Kirchberg an der Pielach (Ausgangspunkt der Wanderung) umzusteigen. Vom Bahnhof in Kirchberg geht es dann direkt los. Zuerst nach Dörfl auf der Eben über den 5/03, weiter auf den Hohenstein (606) und zum Otto-Kandler-Haus (Öffnungszeiten beachten), wo ich meine Pause genieße. Vom Hohenstein geht es über den Höhenweg 655 zum Almhaus am Himmel und schließlich über den Ratzenecksteig nach Schrambach. Von Schrambach geht es nach etwa 6,5 Stunden Wanderung mit dem Schienenersatzverkehr nach Traisen und weiter mit dem R55 nach St. Pölten, von wo es für mich zurück nach Wien geht. Trotz umständlicherer An- und Abreise habe ich die Wanderung, den Ausblick und die Ruhe komplett genießen können.
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Die Tour
Die Wanderung startet direkt am Bahnhof Kirchberg an der Pielach (für mich um etwa 9:20 Uhr) und es geht zuerst kurz auf die Bundesstraße und dann direkt hinauf Richtung Dörfl auf der Eben. Der Weg nach Dörfl ist größtenteils eine asphaltierte Straße und führt vorbei an zwei Höfen (inkl. Katzen, Kühen und Alpakas) und ist stets blau-geld markiert. Nach etwa einer Stunde wandern erreiche ich Dörfl auf der Eben und gehe quasi gerade durch bis ich wieder auf einer Forststraße lande. Auf diesem Weg bleibe ich und es geht über Wiesen vorbei an einer Dirndl-Manufaktur (leider sonntags geschlossen) und schließlich lande ich wieder in einem Tal.



Hier ist mein nächstes Ziel angeschrieben – der Hohenstein. Ich folge der Markierung (rot) hinauf über Felder, Wiesen und durch Wälder und erreiche nach etwa 2,5 Stunden wandern die Ebenwiesen am Fuße des Hohensteins. Von hier aus geht es über Serpentinen auf den Hohenstein hinauf. Bei mir lag noch etwas Schnee und der komplette Weg war dadurch extrem gatschig und anstrengend (immer 1 Schritt nach vorne und ein halber wieder zurück). Nach etwa einer halben Stunde Aufstieg von der Ebenwiese komme ich am Hohenstein und beim Otto-Kandler-Haus an. Hier genieße ich auf der Terrasse der Hütte meine selbst mitgebrachte Jause (Hütte hatte im April noch zu) und den Ausblick über die umliegenden Berge.






Nach der Jause geht es hinunter Richtung Schrambach. Auch hier folge ich wieder der roten Markierung und den Wegweisern und entscheide mich für den Abstieg über „Am Himmel“ und den Ratzenecksteig.




Es geht weiter durch Wälder und schließlich über eine Wiese zum Almhaus am Himmel. Vom Almhaus geht’s dann einen Wiesenhügel hinauf und wieder in den Wald hinein. Schon bald erreiche ich den Ratzenecksteig und ich steige über sehr viele Serpentinen hinab Richtung Schrambach. Am Ende des Abstiegs geht’s neben dem Zöbersbach in den Ort Schrambach, wo ich um kurz vor 16:00 Uhr nach ca. 6,5 Stunden Wanderung ankomme und perfekt den Schienenersatzverkehr erwische.






Fazit
Die Wanderung war wunderschön! Auf den ersten knapp 11 Kilometern (bis hinauf zum Hohenstein) bin ich niemanden begegnet und ich habe nur die Vögel zwitschern gehört. Beim Otto-Kandler-Haus habe ich mir ausgiebig Zeit für eine Pause genommen und habe dort dann auch die ersten Menschen getroffen und zum plaudern angefangen. Der Weg hinunter ist mir extrem kurz vorgekommen. Das liegt vielleicht daran, dass der komplette Weg sehr abwechslungsreich ist und man immer über unterschiedliches Terrain geht sowie andere Perspektiven auf die umliegende Landschaft hat. Obwohl das Wetter bei mir etwas schlechter und vorallem auch teils regnerischer war als angesagt, wollte ich immer weiter und konnte jeden Meter genießen. Die 6,5 Stunden waren gemütlich mit einer fast 40-Minütigen Pause. Eine wirklich schöne Tour, welche ich auf jeden Fall nochmal machen würde.




So eine schöne Überschreitung! Kann mich auch noch gut an die Gatschschlacht im Aufstieg erinnern 🙂
Sehr schön! Ja, das ist eine ebenso lohnende wie empfehlenswerte Wanderung, die sich mit Zug-An- und Abreise machen lässt, wenn gerade kein Schienenersatzverkehr ist.