Aprilwetter am Geisbühel

Am aussichtsreichen Jubiläumsweg gemütlich zur Ruine Rabenstein, zur Josef- Franz-Hütte und auf den Geisbühel. Anfangs über Forststraßen, später über Waldwege führt diese Rundwanderung.

Wer hügelige Landschaften mit vielen freien Flächen, Obstbaumwiesen und gemütliche Einkehr liebt, ist im Pielachtal bestens aufgehoben. An langen Frühlings- und Sommertagen kann man auch erst nach einem späten Frühstück aufbrechen. Die Anreise mit der Mariazellerbahn geht ja wirklich flott.

Haltestelle Rabenstein an der Pielach
Haltestelle Rabenstein an der Pielach

Leider konnten wir innerhalb der nächsten 6 Tage keine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Feldkirch zu dieser Tour für dich finden.

Ruine Rabenstein

In Rabenstein an der Pielach – hier steige ich aus der Mariazellerbahn – werde gleich einmal mit einem kräftigen Graupelschauer begrüßt. Kurz überlege ich, wieder in den Zug zurück nach St. Pölten zu steigen. Aber nein, von ein bisschen gefrorenem Wasser lasse ich mich nicht abhalten.

Schilderbaum, Pielach und Graupelschauer. Foto Veronika Schöll
Schilderbaum, Pielach und Graupelschauer. Foto Veronika Schöll

Vom Bahnhof gehe ich zur Pielach, orientiere mich am üppig bestückten Schilderbaum und besuche als erstes die Ruine Rabenstein aus dem zwölften Jahrhundert. Zuerst über die Pielach und dann auf einer Forststraße erklimme ich den Burgberg und besichtige die Ruine. Sehr angenehm: die Wolken und damit auch deren kalter Inhalt verziehen sich – vorübergehend – in eine andere Ecke des Pielachtals.

Ruine Rabenstein und Aprilsonne. Foto Veronika Schöll
Ruine Rabenstein und Aprilsonne. Foto Veronika Schöll

Von der Ruine kehre ich zurück zur Forststraße und folge der gelb-blauen Markierung und dem Wegweiser „Jubiläumsweg“.

Geisbühel und Josef-Franz-Hütte

Weiter auf der Forststraße, begleitet von wunderschönen Frühlingsblumen und herrlicher Aussicht, gelange ich zum Scheitelpunkt der Jubiläumswegs. Hier biege ich in Richtung Josef-Franz-Hütte ab. Gehe aber an der Hütte vorbei, so verlockend sie auch sein mag, ich brauche ja noch einen Gipfel auf meiner Wanderung. Der Geisbühel (849m) liegt etwa zehn Minuten von der Hütte entfernt.

Leider sehe ich erst im nachhinein jetzt beim Schreiben dieses Beitrages auf der Wanderkarte die weitere zehn Minuten entfernte Spitzmauer. Vielleicht nimmst du diesen Gipfel ja noch mit, schreib mir wie es war 🙂

Am Scheitelpunkt des Jubiläumswegs. Foto Veronika Schöll
Am Scheitelpunkt des Jubiläumswegs. Foto Veronika Schöll

Nach dem üblichen Gipfelfoto kehre ich zurück zur Josef-Franz-Hütte und freue mich schon auf die Einkehr, denn auf der Wiese vor der Hütte erwischt mich ein weiterer Graupelschauer.

Windig und Gegenlicht am Geisbühel. Foto :-) ?
Windig und Gegenlicht am Geisbühel. Foto 🙂 ?

Die Hütte ist sehr beliebt bei Alt und Jung aus der Umgebung. Ich schlichte mich an einem großen langen Tisch ein. Vorher hab ich mir einen Mostspritzer und ein paar Würstl geholt. Die Hütte ist einfach aber sehr liebevoll von den Naturfreunden an Wochenenden bewirtschaftet. Neben mir nimmt das nette Pärchen Platz, das ich schon am Gipfel des Geisbühels getroffen habe. Wer mich kennt, weiß, dass es mir meist nicht an Gesprächsthemen mangelt :-).Thema Nummer eins ist natürlich „Bahn zum Berg“.

Josef-Franz-Hütte Foto Veronika Schöll
Josef-Franz-Hütte Foto Veronika Schöll

Zurück nach Rabenstein

Aufgewärmt und gestärkt kehre ich zum Scheitelpunkt des Jubiläumswegs zurück, von dem ich zur Hütte abgebogen bin und wandere zuerst auf einem Asphaltsträßlein bergab an einigen Gehöften vorbei, bis rechts ein Wegweiser auf einen Wald- und Wiesenweg zeigt – hier biege ich ab. Im Wald entdecke ich Schneerosen, allerdings viel kleiner und zarter als auf unserer botanischen Wanderung in Kufstein.

Das Wetter hat sich inzwischen beruhigt. Die Aprilsonne scheint warm und ruhig vom Himmel, nur im Schatten ist es recht frisch.

Aus dem Wald hinaus über weite Almwiesen mit schönem, alten Obstbaumbestand – die Dirndln sind schon abgeblüht (Titelbild) – wandere ich zurück nach Rabenstein zum Bahnhof. Leider die letzten beiden Kilometer auf einer kaum befahrenen Asphaltstraße.

Almwiese oberhalb von Rabenstein. Foto Veronika Schöll
Almwiese oberhalb von Rabenstein. Foto Veronika Schöll

Ein Blick auf die Uhr sagt mir: entweder rennen oder eine Stunde warten. Ich entscheide mich für sehr schnell gehen und erreiche die Mariazellerbahn gerade rechtzeitig. Kaum Platz genommen, fährt sie schon los. Übers Ticket brauche ich mir ja als Klimaticket Nutzerin keine Gedanken machen, die Mariazellerbahn ist im Angebot des Klimatickets Ö enthalten. Sonst kann man bei den netten Zugbegleiter:innen Fahrscheine kaufen, nicht nur bis St. Pölten sondern auch für die ÖBB falls man von St. Pölten weiter fährt.

Dort unten ist Rabenstein. Foto Veronika Schöll
Dort unten ist Rabenstein. Foto Veronika Schöll

Wenn dir das Pielachtal gefällt, mein Tipp: Von Hofstetten über den Kaiserkogel nach Rabenstein. Sehr schön 🙂

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   5:00 Std Wandern   550 HM   550 HM   14 km   GPX Track

6 Kommentare

    1. Danke 🙂 einen kleinen Minuspunkt habe ich eh erwähnt, die letzten beiden Kilometer auf der Aspahltstraße, ich bin zwar einmal bei einem kleinen Teich in den Wald abgebogen, aber das war eine Sackgasse…

  1. Liebe Veronika, wir haben mal eine herbstliche 2-Tagestour mit Übernachtung auf der Franz-Josef-Hütte gemacht. Sind damals ein bissl querfeldein gewandert, um die Spitzmauer mitzunehmen – super Gipferl!

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