Manchmal ist Flexibilität gefragt, eigentlich waren wir auf dem Weg zur Bahn zum Berg Mitgliedswanderung auf den Bad Ausseer Zinken, doch der IC 512 nach Zürich hatte über 40 Minuten Verspätung und so gab es keine Chance für uns den Anschluss in Stainach-Irdning zu erreichen. Im Zug folgte die Beratschlagung welche alternative Tour wir in Angriff nehmen sollten und ziemlich abrupt traf ich die Entscheidung zu einer Tour durch die Wörschachklamm auf den Hochtausing nach Weißenbach bei Liezen.
Aus dem Hochtausing wurde zwar dann aus Zeitmangel und den doch feuchten Bedingungen nichts, doch dafür haben wir den Abstieg über den Mößstein nach Weißenbach bei Liezen entdeckt und einen Monat später habe ich mir noch eine weitere Variante von der Wörschachklamm über die Oberkogleralm nach Weißenbach angeschaut, allerdings stellte sich heraus das der Wanderweg bei der Oberkogleralm und die gleichnahmige Aussichtswarte von Ende Oktober bis Anfang Mai gesperrt ist. Die Oberkogleralm kann man zwar auf anderen Wegen relativ leicht umgehen, der Abstieg von hier nach Weißenbach bei Liezen ist aber schlecht markiert,vernachlässigt und relativ feucht, da er im oberen Teil entlang des Rödschitzbaches verläuft.
Jedenfalls wechselten wir in St. Michael vom IC 512 in den Regionalzug um Wörschach zu erreichen.
Ein weiterer Interessanter Aspekt war, dass uns allen drei, obwohl Steirer, die Wörschachklamm noch unbekannt war.

Vom Bahnhof Wörschach machen wir uns auf den Weg ins Ortszentrum von Wörschach. Nach rund 700 Metern überqueren wir die B 320 Ennstalstaße und erreichen die Pfarrkirche, Kriegerdenkmal und Sparmarkt.

Nach 300 Metern biegen wir in den Salzsteigweg 09 Richtung Eingang der Klamm ein und 700 Meter später stehen wir vor dem Kioskgebäude am Eingang der Wörschachklamm (Eintritt für Erwachsene 8 Euro, Souvenirs, Gastronomie). Bis hierhin waren wir noch zum Großteil auf Asphalt unterwegs.
Vom Eingang der Klamm legen wir jetzt ca. 900 Meter und 100 Höhenmeter bis zum Ausgang der Klamm zurück, einen Teil davon auf hölzernen Stegen und Treppen. Im gemächlichen Tempo verarbeiten wir die Eindrücke, immer wieder einen Blick rückwärts gewandt, bis jetzt sind wir ca. eine Stunde unterwegs (eine leichte Verzögerung gabs bei der Proviantaufnahme im Sparmarkt).


Nach dem Ausgang folgen wir für 700 Meter dem Wörschachklamm – Klamm-Ruinen-Rundweg nach Westen und biegen dann in den Klammweg – Schönmoos nach Norden ein, den Aufstieg beginnend.

Bis jetzt war von Wörschach alles recht gut mit Wegweisern gekennzeichnet. Das ändert sich nach einem ca. 700 Meter langen, wenig steilen Steig, d.h. ab hier keine Markierungen bis Schönmoos.

Wir treffen auf eine Forststrasse, die uns zunächst für 2,6 Kilometer und 200 Höhenmeter Bergauf bis nach Schönmoos begleitet und im ersten Drittel belagsmäßig noch sehr frisch bzw. gatschig ist. Der Blick zurück belohnt uns mit ungewohnten Perspektiven auf den Grimming und vor uns türmt sich der Hochtausing auf.


Die Besteigung des Hochtausing wird im nächsten Sommer bestimmt nachgeholt und dann vielleicht Thema einer weiteren Tourenbeschreibung.


Von Schönmoos nehmen wir den Abstieg über den Mößstein nach Weißenbach bei Liezen in Angriff und sind gespannt was uns erwartet.
Zunächst geht es – weiter auf unmarkierten Wegen – Richtung NW für etwa einen Kilometer die Forststraße entlang, dann biegen wir scharf nach Süden ab (jetzt geht es bergab) und bald danach nach Westen. Hier ist der Weg etwas verwachsen uns moosig, aber doch deutlich erkennbar, eine Karte oder einen Track sollte man aber bei der Hand haben.
Nach 800 Metern nehmen wir den Hirschenhacklweg (nur spärlich gekennzeichnet) nach Westen und folgen diesem für weitere 600 Meter. Von hier sind es nur noch ca. 300 Meter nach Westen bis zum Mößstein (1.021 Meter). Zwei Gipfelkreuze, Bankerl und Tisch zum Rasten und eine wunderschöne Sicht auf Weißenbach bei Liezen, Liezen und die umliegende Bergwelt überraschen uns positiv. Auch ein Gipfelbuch gibt es.



Der letzte Proviant wird noch verzerrt, dann geht es bergab über den Mößnsteig (1,5 Kilometer, bei feuchten Bedingungen ist Vorsicht geboten). Kurz entlang einer Forststraße, die man auch mehrmals quert, im unteren Teil trifft man auch auf den Hermann von Wissmann Weg und abermals auf den Hirschenhacklweg bzw. Weißenbacher Rundwanderweg.
Den letzten Kilometer legen wir auf Asphalt zur Bushaltestelle Weißenbach Knaufstraße zurück. Wir haben genug Zeit, um noch einen Blick hinauf zum Mößstein und höheren Gipfeln (wie z.B. den Nazogl mit 2.057 Meter) zu werfen, bevor es mit dem Bus nach Liezen und von dort mit dem Zug zurück nach Graz geht.









