Serles Überschreitung im Mondschein

Serles Gipfel bei Sonnenaufgang, Foto: Daniel Gratzl

Südlich von Innsbruck thront die mächtige Felsspitze der Serles und wird wegen ihres imposanten Anblicks auch der „Hochaltar Tirols“ genannt. Ein besonderes Erlebnis für Frühaufsteher oder Nachtvögel ist es diese in Sommernächten bei Mondschein vom Wipptal ins Stubaital zu überschreiten.

Aufstieg von Matrei am Brenner

Vom Bahnhof Matrei am Brenner startend folgt man der Bundestrasse durch den Ort Richtung Innsbruck. Nach ein paar hundert Metern folgt man einem Wegweiser Richtung Sportplatz des SV Matrei und biegt links ab. Man folgt dieser Strasse unter der Brennerautobahn hindurch bis zu den Gehöften des Ortteils Obfeldes. Hier geht es bereits recht steil über Serpentienen die Asphaltstrasse bergauf. Nun verlässt man die Strasse und folgt dem Wanderweg (Nr.: 3). Der Weg führt zwischen Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude eines Hofes hindurch. Danach folgen einige Kapellen im und am Waldrand. Weiter bergan wählt man den Weg mit der Richtungsmarkierung „Steinmann“ und erreicht den ersten Rücken. Nun folgt man der Strasse und kurz darauf der Rodelbahn bis zu den Häusern von Maria Waldrast. Am linken hinteren Ende des Hofes, folgt man dem Weg am Brunnen vorbei in den Wald. Immer weiter Richtung Süden geht es voran. Zuerst durch Fichten, dann durch Latschenwälder bis man schließlich den die Baumgrenze überschreitet und nun auf einem steinigen Südosthang in Serpentienen zum Serles Jöchl aufsteigt. Am Jöchl haltet man sich rechts und steuert dem letzten Anstieg entgegen. Hier folgen einige mit Stahlseil und Leitern gesicherte Felswände. Nach rund 4 1/2 Stunden Aufstieg erreicht man den Gipfel.

Bei Sonnenaufgang ist das Bergpanorama einzigartig. Der Blick schweift über das Wettersteingebirge, die Nordkette, den Karwendel und Innsbruck zu Füßen, über den Patscherkofel, Glungezer, die angrenzenden Berge im Wipptal, die Tuxer, Zillertaler und Stubaier Alpen und die Kalkkögel.

Blick auf Innsbruck bei Sonnenaufgang, Foto: Daniel Gratzl
Blick auf Innsbruck bei Sonnenaufgang, Foto: Daniel Gratzl
Blick auf die Kalkkögel bei Sonnenaufgang, Foto: Daniel Gratzl
Kalkkögel bei Sonnenaufgang, Foto: Daniel Gratzl
Blick auf die Stubaier Alpen bei Sonnenaufgang, Foto: Daniel Gratzl
Stubaier Alpen bei Sonnenaufgang, Foto: Daniel Gratzl
Serles Sonnenaufgang, Foto: Daniel Gratzl
Serles Gipfel bei Sonnenaufgang, Foto: Daniel Gratzl

Abstieg nach Kampl im Stubaital

Die ersten Meter nimmt man den gleichen Weg des Aufstiegs bis zur Weggabelung am Serlesjöchl. Dort biegt man rechts ab und steigt ins Stubaital ab. Man folgt dem Weg immer weiter und passiert die Berghütte Wildleben. Hier führt der Weg geradeaus weiter, dann leicht links haltend den Hang entlang Richtung Süden. Der schmale mit einigen Wurzeln durchzogene Weg führt den steilen Hang entlang Richtung Südwesten bis man einen Gebirgsbach erreicht. Hier sollte man die Augen offen halten und den richtigen Weg mit der Markierung auf den Steinen folgen. Weiter geht der Weg nun durch immer dichter werdenden Fichtenwald an einem Lehrpfad Standort vorbei. Bei den nächsten zwei Weggabelung muss man sich jeweils rechts halten und den Markierungen und der Beschilderung „Kampl“ folgen. Den Ort erreicht man in ca. 3 1/2 Stunden Abstieg. Im Ort wandert man entlang der Asphaltstrasse auf linker Seite des direkt angrenzenden Gebirgsbaches zur Bundestrasse. Dort biegt man links ab und erreicht nach ca. 200 m die Bushaltestelle Neustift im Stubaital Kampl angrenzend an kleinen Park.

Heimreise nach Innsbruck

Je nachdem wie fit man nach wenig Schlaf und recht kräfteraubenden Aufstieg ist oder wie lange man den Sonnenaufgang auf dem Serles Gipfel genießt, kann der Abfahrtszeitpunkt von der Haltestelle Neustift im Stubaital Kampl zeitlich variieren.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   8:00 Std Wandern   1.750 HM   1.650 HM   18 km   GPX Track

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