Mutterseelenallein am Feistererhorn

Schöne, einsame Bergtour mit nicht zu unterschätzenden 1.300 Höhenmetern auf das Feistererhorn (2.081m) direkt vom Bahnhof Kalwang.

Anreise von Wiener Neustadt

Derzeit ist Wiener Neustadt ausgewählt. Du kannst den Abfahrtsort hier ändern:

Um 06:24 fahre ich mit dem Zug von Mürzzuschlag-Hönigsberg nach Kalwang (Ankunft 07:47) zu meiner Wanderung auf das Feistererhorn.

Durch die Unterführung der Bahngleise auf den anderen Bahnsteig und los geht’s. Beim Sägewerk rechts über die kleine Brücke und dann sieht man die erste Hinweistafel (Wanderweg Nr. 973) mit einer Gehzeit von ca.3 ½ Std.

Über eine Forststraße geht man eine Kehre. Auf der rechten Seite ist dann eine Markierung die zu einer Wiese führt. Diese rechtshaltend gerade hinauf bis es wieder in den Wald geht. Nach ein paar Höhenmetern komme ich zu einem Bereich, der sehr verwachsen ist. Pech gehabt und kein Vorwurf an den Wegewart. Die machen das ehrenamtlich. Hier gleich ein Dank an alle vom ÖAV, die die Wege in Schuss halten.

Dafür habe ich aber unglaublich viel Fingerhut auf einem Haufen gesehen und einen seltenen Schwarzen Apollofalter vor die Linse bekommen. Leider wollte er seine Flügel nicht auseinanderspreizen.

Roter Fingerhut. Foto: Franz Haas
Roter Fingerhut. Foto: Franz Haas
Schwarzer Apollofalter auf Vogelwicke. Foto: Franz Haas
Schwarzer Apollofalter auf Vogelwicke. Foto: Franz Haas
Forststraße Richtung Almtörl. Foto: Franz Haas
Forststraße Richtung Almtörl. Foto: Franz Haas

Nach einem steilen Anstieg durch den Wald, komme ich endlich auf die Forststraße, die mich Richtung Almtörl bringt.

An der Weggabelung rechts haltend gehe ich dann gemütlich bergauf, bergab weiter. Eine Treppe ist zu überwinden, da an dieser Stelle ein Zaun und ein Tor ist.

Am Almtörl angekommen…mache ich kurz eine Trinkpause und lege den Rucksack ab. Es geht dann rechts doch ein wenig steiler bergauf.

Anstieg nach dem Almtörl. Foto: Franz Haas
Anstieg nach dem Almtörl. Foto: Franz Haas

Ein kurzes Stück in praller Sonne lässt mich gleich gehörig schwitzen. Danach geht es serpentinenmäßig durch den Wald weiter hinauf. Gespenstisch anmutend: Eine große Anzahl an abgestorbenen Nadelbäumen…ich vermute Fichten.

Tipp: Man überquert 2x ein kleines Bacherl. Also wer schon viel getrunken hat…auffüllen.

Aus dem Wald hinaus überquere ich eine Wiese, eine Forststraße (Wegweiser) und dann wieder eine Wiese gerade bergauf. Dieses völlig freiliegende Stück verlangt einem viel Körperflüssigkeit ab in der Sonne.

Dann geht es wieder in den Wald und hinauf Richtung Schildhahnboden.

Durch Schwarzbeerfelder Richtung Schildhahnboden. Foto: Franz Haas
Durch Schwarzbeerfelder Richtung Schildhahnboden. Foto: Franz Haas

Schildhahnboden

Wenn man die Bäume und hohen Latschen hinter sich gelassen hat, ist der erste freie Blick aufs Horn gegeben. Zuerst verspüre ich Freude und bin dann doch ein wenig erstaunt, das es noch ein ganzes Stück hinauf ist. Durchschnaufen…und weiter.

Ein Biwak aus Nadelgehölz am Schildhahnboden. Rechts geht es weiter den Latschen entlang Richtung Feistererhorn das in der Bildmitte zu sehen ist. Foto: Franz Haas
Ein Biwak aus Nadelgehölz am Schildhahnboden. Rechts geht es weiter den Latschen entlang Richtung Feistererhorn das in der Bildmitte zu sehen ist. Foto: Franz Haas
Steig durch Almrausch und Latschen. Foto: Franz Haas
Steig durch Almrausch und Latschen. Foto: Franz Haas
Blick zurück auf den Schildhahnboden mit kleinem See. Im Hintergrund (Bildmitte) ist der Reiting zu sehen. Mit dem Gößeck als höchsten Punkt dieses freistehenden Gebirgsstock das zu den Eisenerzer Alpen zählt. Foto: Franz Haas
Blick zurück auf den Schildhahnboden mit kleinem See. Im Hintergrund (Bildmitte) ist der Reiting zu sehen. Mit dem Gößeck als höchsten Punkt dieses freistehenden Gebirgsstock das zu den Eisenerzer Alpen zählt. Foto: Franz Haas
Almrausch und im Hintergrund links der Bildmitte der Admonter Reichenstein. Foto: Franz Haas
Almrausch und im Hintergrund links der Bildmitte der Admonter Reichenstein. Foto: Franz Haas

Der Steig führt ab jetzt immer den Kamm hinauf. Der blühende Almrausch und die immer besser werdende Aussicht lassen mich die Mühen vergessen. Anstieg und flache Passagen wechseln sich ab. Und hier weht auch schon eine Brise…so lässt sich`s aushalten.

Ich glaube, links das Geierhaupt und rechts davon das Himmeleck zu erkennen. Foto: Franz Haas
Ich glaube, links das Geierhaupt und rechts davon das Himmeleck zu erkennen. Foto: Franz Haas

Wie im oberen und unteren Bild zu sehen ist, bewege ich mich am Schluss auf dem linken von zwei Kämmen. Das Schneefeld liegt dazwischen.

Da es aussieht wie zwei Hörner, nehme ich mal an, dass daher der Name Feistererhorn kommt.

Im Juli noch ein Schneefeld… Habe es ca. 1min barfuß ausgehalten. Dann schnell wieder Socken drüber und Schuhe an. Foto: Franz Haas
Im Juli noch ein Schneefeld… Habe es ca. 1min barfuß ausgehalten. Dann schnell wieder Socken drüber und Schuhe an. Foto: Franz Haas
Das letzte Stück zum Gipfelkreuz. Foto: Franz Haas
Das letzte Stück zum Gipfelkreuz. Foto: Franz Haas
Links im Hintergrund der Hochreichhart…..wer schnell unterwegs ist und gute Kondition hat, kann den auf der Tour mitmachen. Foto: Franz Haas
Links im Hintergrund der Hochreichhart…..wer schnell unterwegs ist und gute Kondition hat, kann den auf der Tour mitmachen. Foto: Franz Haas

Der rechte Kamm zieht sich noch ein wenig weiter rauf. Das Gipfelkreuz steht aber auf der linken Seite.

Feistererhorn (2.081m)

Gipfelkreuz Feistererhorn 2081m (wegen der Sonne von hinten fotografiert). Foto: Franz Haas
Gipfelkreuz Feistererhorn 2081m (wegen der Sonne von hinten fotografiert). Foto: Franz Haas

Nach einer zum Jausnen angemessenen Rast…die eher zum Kampf mit den Fliegen ausartet…noch ein paar Fotos machen und dann den gleichen Weg hinunter, den man heraufkam.

Das Kaiserschild. Foto: Franz Haas
Das Kaiserschild. Foto: Franz Haas
In der Mitte der Bremstein in Mautern. Foto: Franz Haas
In der Mitte der Bremstein in Mautern. Foto: Franz Haas

Abstieg über den selben Weg zurück

Blick zurück vom Schildhahnboden auf das Feistererhorn. Foto: Franz Haas
Blick zurück vom Schildhahnboden auf das Feistererhorn. Foto: Franz Haas
Grantiger Jaga. Foto: Franz Haas
Grantiger Jaga. Foto: Franz Haas

Alles in allem eine wunderschöne Tour mit einem imposanten Rundblick.

17 Kilometer und über 1.300 Höhenmeter, hin und retour. Reine Gehzeit 5 Stunden und 40 Minuten. Gesamt mit Pausen 9 Stunden.

Bei meinen Touren schau ich auch immer ein wenig auf die Fauna und Flora. Es könnte einem ja ein schönes Motiv durch die Lappen gehen. Daher benötige ich für meine Wanderungen oft länger, als gedacht.

Es war bei der Hitze eine herausfordernde Tour, abseits des Massenbergtourismus.

Achtung: Keine Einkehrmöglichkeit! Also genug zum Trinken mitnehmen!

Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 9h  1.300HM  1.300HM  17km  GPX Track

Heimreise nach Wiener Neustadt

Rückfahrt alle zwei Stunden von Kalwang: 14:10, 16:10, 18:10, (20:10 der letzte Zug).


Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bischofshofen, Bruck an der Mur, Graz, Leoben, Mürzzuschlag und Wiener Neustadt erreicht werden.