Aussichtsreiche Wanderung mit kurzer Sessellift Unterstützung auf zwei einsame Gipfel in den Seckauer Alpen: Bremstein und Feuerstein von Mautern im Liesingtal über den Wilden Berg.
Ausflugstipp für die Sommerferien: Tierische Abenteuer im Erlebnispark Wilder Berg: Der Wilde Berg in Mautern ist ein echtes Highlight für die ganze Familie. Auf 65 Hektar warten rund 300 Tiere im Alpentierpark, ein großer Spielpark, die Sommerrodelbahn, Mountain-Karts und regionale Köstlichkeiten in den Gastronomiebetrieben – damit es nicht langweilig wird.
Ein Hitzetag in Wien und ich beschließe zu flüchten. Die Wetterprognose sagt für Mautern mit 29 Grad Höchsttemperatur um 10 Grad weniger voraus als für Wien. Nichts wie hin und möglichst hoch hinaus. Ich nutze eine schnelle Verbindung aus Wien mit dem RJX direkt nach Bruck an der Mur. Achtung, die Umsteigzeit in den Regionalzug nach St. Michael ist knapp und aus drei Minuten können bei etwas Verspätung Sekunden werden. Wie bei mir. Zu zweit sprinten wir zum Zug Richtung Judenburg und schaffen es. Umstieg in St. Michael dann in den Zug nach Bischofshofen easy – er steht am gleichen Gleis bereit.

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Mit dem Sessellift auf den Wilden Berg
Ab dem Bahnhof ist der Fußweg zum Wilden Berg vorbildlich beschildert. Durchs Dorf und über einen Wiesenweg zwischen Gleisen, Bundesstraße und der Liesing schlendert man bis zum Eingang zum Wilden Berg (etwa 30 Minuten).

Ich kaufe mir dort ein Ticket für den Tierpark – 20€ für Sessellift, Parkbus und Eintritt und nehme den Sessellift – dadurch erspare ich mir etwa 380 Höhenmeter von den 1310. Wer lieber Geld als Höhenmeter spart kann auch die Forststraße, die direkt neben den Parkplätzen zum Wanderweg über den Rabengraben führt, wählen. Die kenn ich aber schon.

Bei der Bergstation gibt es zwei Holzhäuschen aka Wcs und links neben dem Damenhäuschen verbirgt sich ein Verbindungsweg zum Hauptweg auf den Bremstein.

Zuerst auf den Bremstein
Je höher ich im Wald steige, desto angenehmer und leichter wird die Luft. Und desto besser die Aussicht. Normalerweise mag ich Rauf/Runter Touren nicht, aber hier stört es mich nicht. Einige Male kreuze ich eine Forststraße und erreiche einen wunderschönen Lerchenwald.

Kurz vor einem Hinweisschild „Europaschutzgbiet Natura2000 Steiermark“ biege ich nach rechts ab und quere den steilen bewaldeten Hang Richtung Antonikreuz, um noch länger im Schatten zu bleiben, oben rum nehme ich dann für den Rückweg.
Europaschutzgebiete sind Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung die die natürlichen Lebensraumtypen und deren Lebensräume der Tier- und Pflanzenarten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie umfassen. Zudem umfasst es Gebiete der Lebensräume der Vogelarten und der Zugvogelarten der Vogelschutzrichtlinie.

Das schmale Weglein ist öfters verlegt durch Windbruch, es gibt aber schon ausgetretene Umgehungen. An manchen Lichtungen steht der Almrausch noch in Vollblüte. Dann komme ich aus dem Wald heraus und zum Antonikreuz. Das Gipfelkreuz am Bremstein kann ich schon sehen, ich wandere ihm über die weite Hochfläche entgegen.

Die Aussicht auf der gesamten Hochfläche ist ein Genuss, das ganze Liesingtal samt den umrahmenden Bergen liegen mir zu Füßen. Musst du selbst sehen! Auf der Tour treffe ich übrigens nur eine Wanderin hier am Gipfel. Sie gesteht mir ihre Liebe zu den Seckauer Alpen. Sie ist deshalb nach Mautern gezogen. Erklärt mir alle Gipfel und zeigt mir den Weg zur Hochalm rüber – endlos – Hut ab vor dir liebe Lisa Nussdorfer und deiner Tour von Mautern nach Seckau.

Weiter zum Feuerstein
Nach ausgiebigem Genuss der Aussicht kehre ich zum Antonikreuz zuück und wandere diesmal auf der Hochfläche zum Feuerstein (aka Mitterkogel). Die Aussicht rundherum bleibt prachtvoll.

Auch der Abstiegsweg über eine Wiesenflanke bis zu jenem Punkt, wo ich zum Bremstein abgebogen bin, ist herrlich. Märchenlärchenwald.


Wiesenflitzen
Wenn du, wie ich in den Tierpark zurück willst, dann bei der Forststraßenquerung (gleiche wie am Beginn der Wanderung) aufpassen: der Abkürzer zur Damentoilette im Park ist anfangs ziemlich steil und leicht zu übersehen. Schon beim Raufgehen gut merken. Sonst bleibt noch der Abstieg über den Rabengraben, halt dann ohne Wilden Berg.

Im Park angekommen wandere ich entlang der Forststraße von einem Tiergehege zum nächsten. Es ist ganz schön was los, viele Familien – internationales Publikum. Und je weiter ich runter kommen, desto heißer wird es – ich glaube die 29 Grad in der Wettervorhersage waren ein Scherz.

Bei der „Mittelstation“ vom Sessellift angekommen, darf ich mich entscheiden, wie ich die letzten 200 Höhenmeter ins Tal zurücklege: zu Fuß, mit einem Mountain Cart oder mit dem Wiesenflitzer.
Ich wähle die Rutsche ins Tal und werde nicht enttäuscht. Ist gaudig. Kostet halt leider extra sieben Euro. Unten kehre ich dann noch im Bärenwirtshaus ein, bevor ich zum Bahnhof in Mautern wandere. Feiner Tag, toller Aussichtsgipfel, eine lustige Belohnung am Ende und ein klimatisierter nagelneuer Railjet ab Bruck. Bestens!






Hallo!
Mich würde interessieren wann sie da in der Früh los fahren, wie 2 std.30 Min Anreise und 7st30Min. Wandern und 2std.30 Min. retour.
LG
Christiane
Hallo Christiane, du kannst den Fahrplan für dich oben selbst abrufen: https://www.bahn-zum-berg.at/seckauer-tauern/bremstein-fuer-faule/#fahrplan
Wenn du z.B. Wien Hauptbahnhof eingibst, siehst du welche Möglichkeiten der Hinfahrt du hast und welche Möglichkeiten der Rückfahrt.
Liebe Christiane, ich bin um 06:30 am Stephansplatz in die U-Bahn gestiegen und war um 20.00 wieder am Stephansplatz. Wie Martin schon erklärt hat, kannst du das im Fahrplan Tool easy ablesen. Liebe Grüße, Veronika