Sturmsicher auf den Kuhschneeberg

Traumhafte Bedingungen... wenn nur nicht so starker Wind gehen würde. Foto: Kathi Meyer

Eine wunderschöne, einigermaßen leichte Ski- bzw. Schneeschuhtour, wenn sich der Schneeberg wieder einmal von seiner garstigen Seite zeigt.

Leider konnten wir innerhalb der nächsten 6 Tage keine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bischofshofen zu dieser Tour für dich finden.

Von Wien mit dem RJ nach Wiener Neustadt, wo wir in den Zug nach Puchberg/Schneeberg umsteigen. Vom Bahnhof Puchberg nehmen wir den Bus zur Talstation Sesselbahn in Losenheim.

Tour

Die Tour beginnt ziemlich steil und schweißtreibend. Von der Talstation gehen wir zwischen den Pisten 300 Höhenmeter bis zur Bergstation/Edelweißhütte (circa 1 Stunde).

Nach der Edelweißhütte folgen wir einer Forststraße, vorbei  an der Sparbacherhütte immer wieder bergauf und bergab unter den Fadenwänden. 

Auf der Forststraße unter den Fadenwänden. Foto: Simon Widy
Auf der Forststraße unter den Fadenwänden. Foto: Simon Widy

Nach einer kurzen Fellabfahrt quert man auf der Forststraße eine nicht lawinensichere Stelle, Vorsicht! 

Der Kuhschneeberg zeigt sich in der Sonne. Foto: Kathi Meyer
Der Kuhschneeberg zeigt sich in der Sonne. Foto: Kathi Meyer

Wir gehen am Almgatterl vorbei und zweigen nach einem kleinen Hütterl mit Rettungsschlitten rechts ab. 

Traumhafte Bedingungen... wenn nur nicht so starker Wind gehen würde. Foto: Kathi Meyer
Traumhafte Bedingungen… wenn nur nicht so starker Wind gehen würde. Foto: Kathi Meyer

Nach kurzer Zeit am Plateau kommen wir zu einer Hütte, bei der wir auf einem Bankerl davor Pause machen.

Danach gehen wir hinter der zweiten Hütte den Grat entlang weiter auf den Schwarzkogel, einem kleinen Gipfel, der aber leider kein Gipfelkreuz hat (Gesamtdauer bis zum Gipfel mit kurzer Pause circa 3 Stunden) 

Am Gipfel des Schwarzkogels. Foto: Kathi Meyer
Am Gipfel des Schwarzkogels. Foto: Kathi Meyer

Oben angekommen fellen wir ab und fahren entweder den gleichen Weg zurück oder durch zwei Bäume durch zu einem offenen, aber ziemlich flachen Hang. Auf diesem sollte man sich bald links halten, sonst muss man nach der kurzen Abfahrt wieder ein Stück bis zur Hütte hochstapfen. Ab der Hütte erfolgt die Abfahrt bzw. der Abstieg entlang der Aufstiegsroute. Die große Kehre beim Almgatterl kann man bei Interesse geradeaus über einen etwas steileren Hang abkürzen. Ist man mit Tourenski unterwegs, stellt sich die Frage, ob man bei dem Anstieg am Rückweg nochmals auffellt oder die Ski trägt. Wir entschieden uns, aufzufellen und gehen bei der Gabelung auf der rechten Forststraße weiter bergauf, bis wir am Ende von dieser (kurz vorm Fadensteig) endgültig abfellen und durch den Wald abfahren.

Nach der Edelweißhütte führen mehrere Skirouten zur Talstation des Sessellifts, wo wir wieder in den Bus einsteigen. 

Bei der Rückfahrt habe ich wieder gemerkt, wie gut Öffi-Touren funktionieren können: direkt von der Piste in den Bus zum Bahnhof, dort wartet bereits der Zug in welchem wir genug Zeit haben, um uns ohne Stress umzuziehen und aufs Klo zu gehen. Meiner Meinung nach ein klarer Vorteil gegenüber dem Auto.

Tipp: Mit Schneeschuhen lohnt sich diese Tour wirklich, mit Ski würde ich sie nur empfehlen, wenn es am Schneeberg ungemütlich ist. (Bei uns waren 100 km/h Wind, worauf wir keine Lust hatten.) Sonst empfehlen sich der Wurzengraben und bei passenden Bedingungen die Breite Ries, welche als Skitouren sicherlich interessanter (aber auch anspruchsvoller) sind.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   5:00 Std Schneeschuh   800 HM   800 HM   10 km   GPX Track

Dauer der Tour mit Schneeschuhen: circa 6 Stunden (je nach Witterung und Können)

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