Winterwanderung über die Sonnsteine

Für den Silvestertag 2020 ist sehr schönes Wetter angesagt. Wie gerufen, um das Bergjahr mit einer kleinen, aber feinen Tour ausklingen zu lassen.

Anreise von Wien

Derzeit ist Wien ausgewählt. Du kannst den Abfahrtsort hier ändern:

Eigentlich wollte ich ja ins Pielachtal, aber der Railjet von Wien reißt bis St. Pölten 11 Minuten Verspätung auf – zu viel, um noch rechtzeitig die Mariazeller Bahn zu erreichen. Warten in St. Pölten mag ich nicht, also bleibe ich einfach im Railjet sitzen, und disponiere auf eine Wanderung am Traunsee um – da ich eine ÖsterreichCard habe, ist das problemlos möglich. Die Überschreitung der Sonnsteine am Westufer des Sees soll es werden – ein Klassiker und wohl eine der schönsten Wanderungen Oberösterreichs. Über Linz fahre ich nach Attnang-Puchheim. Weiter geht es mit dem Regionalexpress nach Ebensee Landungsplatz. Die letzten 20 Minuten der Anreise stimmen mich schon so richtig ein auf die Region, in der ich die nächsten Stunden unterwegs sein werde: Ich genieße die herrlichen Blicke über den Traunsee zum Traunstein und zum Erlakogel.

Von Ebensee über den Großen zum Kleinen Sonnstein und weiter nach Traunkirchen

Vom Bahnhof folge ich zunächst etwa 100 Meter dem Bahngleis in nordwestlicher Richtung bis zu einem Bahnübergang. Von hier bietet sich ein lohnender Abstecher zum Traunseeufer an.

Traunseeblick von Ebensee. Foto: Peter Backé
Traunseeblick von Ebensee. Foto: Peter Backé

Ich wandere, nun den Wegweisern folgend, über die Dienerstiege und den Bartlberg Richtung Großer Sonnstein. Bald verlasse ich das Ortsgebiet und steige auf dem rot markierten Pfad weiter bergwärts. Auf 840 Meter Seehöhe berührt der Weg einen Wasserlauf, zehn Gehminuten danach halte ich mich bei einer Kreuzung rechts. Eine Viertelstunde später erreiche ich den höchsten Punkt des Großen Sonnsteins (1.037 Meter, Gehzeit ab Ebensee 1 ¼ bis 1 ½ Stunden). Hier erwartet mich eine wunderbare Rundsicht, die tief ins Tote Gebirge reicht. Aber auch die Blicke hinunter zum See wissen zu gefallen.

Blick vom Großen Sonnstein. Foto: Peter Backé
Blick vom Großen Sonnstein. Foto: Peter Backé

Nach einer Pause steige ich etwa 50 Meter auf dem Aufstiegsweg ab, wende mich dann nach rechts und klettere über eine kurze versicherte Steilstufe zu einer Wegkreuzung ab, bei der ich geradeaus weitergehe. (Die Kletterpassage kann umgangen werden, indem man bis zur Wegkreuzung auf etwa 900 Meter Seehöhe absteigt und sich hier rechts hält.)

Am Weg vom Großen zum Kleinen Sonnstein. Foto: Peter Backé
Am Weg vom Großen zum Kleinen Sonnstein. Foto: Peter Backé

Am Nordgipfel des Sonnsteins vorbei steige ich durch Hochwald…

Durchblick zum Traunstein. Foto: Peter Backé
Durchblick zum Traunstein. Foto: Peter Backé

… in den Sattel vor dem Kleinen Sonnstein ab (Ludleben). Es folgt der Abstecher auf den Kleinen Sonnstein. Ich passiere die (geschlossene) Sonnsteinhütte und stehe schon wenige Minuten später am 923 Meter hohen Gipfel. Wieder öffnet sich eine tolle Aussicht, die ich ausgiebig genieße.

Traunstein. Foto: Peter Backé
Traunstein. Foto: Peter Backé
Blick nach Gmunden. Foto: Peter Backé
Blick nach Gmunden. Foto: Peter Backé

Sodann wandere ich über die Ludleben nach Siegesbach bei Traunkirchen hinunter. Im unteren Teil gibt es drei Möglichkeiten, um zum Bahnhof Traunkirchen Ort zu gelangen. Ich wähle die Route, die von Siegesbach am Traunseeufer zu meinem Zielort verläuft.

Erlakogel im letzten Sonnenlicht. Foto: Peter Backé
Erlakogel im letzten Sonnenlicht. Foto: Peter Backé

Nachdem ich das Ortsgebiet von Traunkirchen erreicht habe, steige ich über die Alte Post und die Hoffischergasse, bei einer Villa rechts haltend und durch eine Unterführung zum Bahnhof hinauf, der über dem Ort liegt. (Ebenso gut gelangt man auf dem Sonnstein Höhenweg hierher, dafür biegt man noch im Wald nach links ab. Oder man wählt einen weiter unten verlaufenden Weg, der auf der Wiese vor dem ersten Haus von Siegesbach nach links abzweigt.) Für die Überschreitung der Sonnsteine sollte man trittsicher sein. Es empfiehlt sich gutes Schuhwerk, im Winter können auch Grödeln von Nutzen sein.

Heimreise nach Wien

Die Heimfahrt verläuft, so wie die Anreise, über Attnang-Puchheim. Zu beachten ist, dass im Bahnhof Traunkirchen Ort nur Regionalzüge halten (2-Stunden-Takt), nicht aber Regionalexpresszüge. Man kann aber auch noch bis zu dem etwas größeren Bahnhof Traunkirchen weiterwandern, der etwa zwei Kilometer vom Ortszentrum entfernt liegt, und von dort die Rückfahrt mit dem REX antreten.

Tourdaten

Die Route in Zahlen: Gehzeit 4h  800HM  800HM  7km  GPX Track

Diese Tour kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Linz, Salzburg, St. Pölten und Wien erreicht werden.