Berge-Seen-Trail im Salzkammergut I-IV

Foto: Gerold Petritsch

Seit ich einen Bericht über den Trail sah, wollte ich ihn auch begehen. Nach dem extrem heißen und trockenen Sommer 2026 wieder im Grünen wandern, Berge und Seen zu sehen nach dem Motto „Wenn ich den See seh‘, brauch‘ ich kein Meer mehr“! In drei Tagen will ich die ersten 4 Etappen gehen und freue mich jetzt schon auf eine spätere Fortsetzung! 

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Etappe 1 & 2

Am ersten Tag reise ich über Attnang-Puchheim und Altmünster nach Neukirchen und erspare mir damit einige Asphalt-Kilometer. Auch weil am Normalweg über „In der Kreh“ gearbeitet wird, kürze ich über das „Angerl“ ab und verbinde damit die beiden ersten Etappen auf insgesamt 22 Kilometern bei 880 Höhenmetern.

Der Berge-Seen-Trail salzkammergut.at/trail ist mit seinen 23 Etappen in Mittellage nicht nur in einer der schönsten Gegenden Österreichs gelegen, sondern auch besonders „Öffi-freundlich“: Die Ischler Bahn und zahlreiche gute Busverbindungen ermöglichen viele Unterbrechungen der langen Tour!

Ein paar Meter hinter Bus-Haltestelle in Neukirchen weist der Wegweiser links die Straße hinauf, ich gehe aber 100 Meter weiter zur nächsten Abzweigung links hinauf. Dies ist eine (nette) Variante des Weges 02. Nach 1.800 Metern treffe ich auf den Normalweg, dessen vorzügliche Beschilderung ich folge und Richtung Angerl abzweige.

Am Weg zum Angerl. Foto: Gerold Petritsch
Am Weg zum Angerl. Foto: Gerold Petritsch

Die Wanderwege 840 und 841 führen–teils auf Forststraßen – zum Parkplatz der Langbathseen. Vergeblich versucht die Wegweisung mich auf die Asphaltstraße zu locken: Rechts vom Bach geht (am linken Ufer) ist ein bequemer Forstweg.

Die wunderschönen Langbathseen sind an diesem schönen Samstag im Vergleich zur restlichen Strecke übervölkert, kommt man hier doch sowohl mit dem Auto als auch mit dem Busshuttle her (siehe bahn-zum-berg.at/ooe-voralpen/vorderer-und-hinterer-signalkogel-bei-den-langbathseen/). Eine Jausenstation mit Selbstbedienung gibt’s auch, einige Leute baden im noch warmen See.

Vom vorderen See kann man auf beiden Seiten zum hinteren gehen. Der linke Weg ist schlichter und weniger bevölkert. Eine Umrundung des Hinteren Langbathsees wäre sicherlich schön, angesichts der Tourlänge verzichte ich aber darauf.

Hinterer Langbathsee. Foto: Gerold Petritsch
Hinterer Langbathsee. Foto: Gerold Petritsch

Ab jetzt folge ich genau der offiziellen Route: Steil bergauf geht zum Lueg mit Blicken hinab zu den beiden Seen. Der (Alte) Valerieweg wird mich auch morgen führen, jetzt erst hinab zum alten (1715!) Holzschwemm-Stausee der Taferlklause.

Taferlklaussee. Foto: Gerold Petritsch
Taferlklaussee. Foto: Gerold Petritsch

Hier tangiert die Großalm-Straße unseren Weg, die urige „Taferlklausstubm“ lädt zum Verweilen am romantischen See ein.

Nun geht es noch zweimal im Wald über 900 Meter, bevor allmählich der Attersee zwischen den Bäumen durchblinzelt.

Tagesziel Kirche Steinbach am Attersee. Foto: Gerold Petritsch
Tagesziel Kirche Steinbach am Attersee. Foto: Gerold Petritsch

Mein über das Steinbacher Informationsbüro reservierte Privatquartier ist sauber, einfach und preiswert. Im warmen Abendlicht lese ich bei der Schiffsstation die Gedenktafeln für Gustav Mahler und Gustav Klimt und stille meinen Hunger beim „Da Charly“.

Am Attersee. Foto: Gerold Petritsch
Am Attersee. Foto: Gerold Petritsch

Etappe 3

Nach ausgiebigem Frühstück in der aussichtsreichen Veranda meiner Pension folgt am nächsten Tag Etappe 3 des Berge-Seen-Trails nach St. Wolfgang (20 km, 530 Hm). Die Wegbeschreibung auf salzkammergut.at/…/bergeseen-trail-03-steinbach-st-wolfgang braucht hier nicht wiederholt zu werden, darum nur schlagwortartig:

Blick über den Attersee zum Schafberg und zur Drachenwand (Mondsee). Foto: Gerold Petritsch
Blick über den Attersee zum Schafberg und zur Drachenwand (Mondsee). Foto: Gerold Petritsch
  • Oberhalb des Attersees auf Waldwegen und Forststraßen mit einem Waldlehrpfad
  • In und nach Weißenbach nahe dem See auf Asphalt, leider teils auf der stark befahrenen Bundestraße. Dafür gibt es einen schönen freien Badeplatz der Sozialistischen Jugend
  • Den Voralpenweg (großteils schattige Forststraße) zur Moosalm, wo ich unter ein paar Bäumen Mittagsrast halte
  • Viele E-Bikes, in der Nähe des Schwarzensees auch viele Ausflügler zu einer Alm-Gastwirtschaft
  • Vom Schwarzensee bergab nach St. Wolfgang treffe ich wieder einmal einige wirkliche Wanderer
Rarer Schatzenplatz auf der Moosalm. Foto: Gerold Petritsch
Rarer Schatzenplatz auf der Moosalm. Foto: Gerold Petritsch
Auf der Moosalm. Foto: Gerold Petritsch
Auf der Moosalm. Foto: Gerold Petritsch

In St. Wolfgang sollte man zumindest in der Hauptsaison ein Quartier gebucht haben. Verwandte haben mich eingeladen, ich darf auch den Badeplatz des Seehauses Leifer benützen, um mich nach der 20 km-Wanderung im warmen, herrlichen Wasser zu entspannen.

St.Wolfgang. Foto: Gerold Petritsch
St.Wolfgang. Foto: Gerold Petritsch

Etappe 4

Etappe 4 (14 km, 480 Hm) führt von St. Wolfgang über die Schafbergalm nach St. Gilgen. Auch diese schöne, aussichtsreiche Etappe ist in salzkammergut.at/…trail-04-st-wolfgang-st-gilgen gut dokumentiert. 

Schafberg. Foto: Gerold Petritsch
Schafberg. Foto: Gerold Petritsch
Blick zum Mondsee und Irrsee. Foto: Gerold Petritsch
Blick zum Mondsee und Irrsee. Foto: Gerold Petritsch
  • Etwa 6 km führt der Schafbergweg bergauf über die Dorneralm (1.020 Meter) zur Schafbergalpe (1.304 Meter), bei beiden wunderbare Aussicht.
  • Wäre ich nicht von den beiden Vortagen etwas ermüdet, hätte ich hier meinen Rucksack versteckt und wäre zum Gipfel des Schafbergs mit der noch beeindruckenderen Aussicht gehirscht.
  • Wieder 6 km bergab nach Fürberg, dort gibt’s erstmals auf der Strecke ein Gasthaus bei der Schiffstation.
  • Die letzten beiden Kilometer verlaufen zum guten Teil direkt am westlichen Wolfgangsee oder mit Blick darauf – wunderbar!
Von Fürberg nach St.Gilgen. Foto: Gerold Petritsch
Von Fürberg nach St.Gilgen. Foto: Gerold Petritsch

Das Strandbad St.Gilgen ist frei zugänglich und jederzeit geöffnet. Hier kann ich mich reisefertig machen: Der Bus nach Salzburg startet bald von der Bundesstraße oberhalb des Zentrums.

St.Gilgen - Rückblick zum Schafberg. Foto: Gerold Petritsch
St.Gilgen – Rückblick zum Schafberg. Foto: Gerold Petritsch

Fazit

Drei wunderbare wanderbare Tage liegen hinter mir, einsame Waldwege, prächtige Aussicht, Baden in den Seen des Salzkammerguts. Vielleicht schaffe ich heuer noch weitere Etappen – ich freue mich jedenfalls schon darauf!

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   3 Tage Wandern   2.200 HM   2.200 HM   56 km   GPX Track

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