Weinweg der Sinne

Blick über die Weingärten am Fuße von St. Anna. Foto: David Kurz

Der Weinweg der Sinne ist eine der schönsten Themenrouten im steirischen Vulkanland. Zwischen Dirnbach bei Straden,  Frutten und St. Anna am Aigen führt der Weg durch sonnige Weinlagen, duftende herbstlich gefärbte Wälder und vorbei an Buschenschänken, die mit südsteirischer Gastfreundschaft und hervorragenden Weinen locken. Am Weg erfährt man an Erlebnisstationen viel über den Weinbau, das Klima und die regionale Kultur.

Große Runde

Ausgangspunkt ist die Haltestelle Dirnbach Abzw. Ort. Von dort spaziert man zunächst auf der Nebenstraße  (Scheicherweg) bergauf und durch den Wald in Richtung der Vulkanland Aussichtswarte mit Raststation. Bereits nach wenigen Minuten nach passieren der Aussichtswarte tauchen die ersten Weingärten auf. Die Route ist durchgehend mit dem Symbol einer roten Traube auf weißem Untergrund des „Weinwegs der Sinne“ markiert und führt abwechslungsreich über Wiesen, durch Weingärten und kurze Waldabschnitte. Des weiteren weisen Weinflaschen mit Aufschrift den Weinweg der Sinne. Immer wieder öffnen sich traumhafte Ausblicke über das steirische Vulkanland bis nach Slowenien, Ungarn und ins Burgenland.

Ein herrlicher Abschnitt entlang der südsteirischen Weinberge. Foto: David Kurz
Ein herrlicher Abschnitt entlang der südsteirischen Weinberge. Foto: David Kurz

Nach einem kurzen Abstieg kommt man an einigen Ferienwohnungen und Gästehäusern vorbei bis man schließlich das Weinhof Ulrich. Nach rund einem Viertel der Strecke bereits ideal für die erste Rast.

Der Blick durch ein Alu-Weinblatt auf St. Anna. Foto: David Kurz
Der Blick durch ein Alu-Weinblatt auf St. Anna. Foto: David Kurz

Weiter geht es entlang der Höhenstraße zum, wo sich ein herrlicher Blick über das Weinanbaugebiet bietet.
Der Weg verläuft nun leicht abfallend, bevor man im nächsten Anstieg beim Nobel-Weinhof Scharl vorbeikommt, der bekannt für seine speziellen Charakterweine ist.
Auch dieses Weingut ist Mitglied der Traditionsreichen Winzergemeinschaft der Eruptionswinzer. Dem zugrunde liegen die Böden des Vulkanlandes, die hier geschaffen sind für Weine wie Burgunder, weshalb sich die Winzer hier auch auf die Sorten Weißburgunder, Grauburgunder, Morillon (Chardonnay) und Sauvignon Blanc spezialisiert haben. Neben den vulkanischen Böden der über 40 erloschenen Vulkane der Region sind Kalkstein, Schotter, Sand und Lehm der Grund für Vielfalt. Der daraus entstandene Boden hat einen Mineraliengehalt der seinesgleichen sucht. Das illyrische Klima mit seinen warmen und sonnenreichen Sommern und bereits kühlen Nächten im Herbst, sowie das Handwerk der Winzer und seinen Helfern tun das Übrige.

Herbstlicher Weingarten unterhalb vom Weingut Ulrich. Foto: David Kurz
Herbstlicher Weingarten unterhalb vom Weingut Ulrich. Foto: David Kurz

Im weiteren Verlauf des Weges gelangt man zum Ansteig auf St. Anna am Aigen, von wo man bei klarer Sicht bis nach Slowenien blicken kann.

Bei der Weinpresse nach Frutten. Foto: David Kurz
Bei der Weinpresse nach Frutten. Foto: David Kurz

Der Rückweg führt nach einer weiten Schleife durch Weingärten und Wälder etwas oberhalb des Hinweges zurück Richtung Dirnbach.
Mehrere Rastplätze, Weingüter und Buschenschänken am Weg laden zum Verweilen ein. Man passiert das Weingut Hütter und Weingut Pfeifer im Aufstieg Richtung Kapelle.

Rastplatz mit Aussicht beim Weingut Pfeifer. Foto: David Kurz
Rastplatz mit Aussicht beim Weingut Pfeifer. Foto: David Kurz

Kurz vor dem Ziel passiert man den Grenzlandhof und das Weingut Triebl, eine letzte Gelegenheit, die südsteirische Küche zu genießen. Nach dem Absteig durch den Wald, vorbei an der Aussichtswarte erreicht man wieder den Ausgangspunkt bei der Haltestelle Dirnbach Abzw. Ort.

Holzfass unterhalb des Weinguts Hütter. Foto: David Kurz
Holzfass unterhalb des Weinguts Hütter. Foto: David Kurz

Variante: Kleine Runde

Wer es gemütlicher angehen möchte, wählt die kleine Runde. Sie verläuft ebenfalls ab Dirnbach, führt jedoch früher in Gobitsch in einer ansteigenden Schleife nach links über den Panoramaweg wieder zurück.
Mit rund 12 Kilometern Länge eignet sich diese Variante auch für halbtägige Ausflüge.
Auch hier kommen Genießer auf ihre Kosten, denn der Grenzlandhof und das Weingut Triebl liegen noch direkt an der Strecke.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   6:00 Std Wandern   600 HM   600 HM   19 km   GPX Track

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