Meine vorletzte Mitgliederwanderung für Bahn zum Berg in diesem Jahr (2025) führte uns im Dezember von Palbersdorf (Thörl Gemeindeamt) über Zöberer Höhe, Schreinerkogel, Roßkogel, Rührerberg, Hochegg und Feitscherkogel nach St. Marein im Mürztal. Man könnte die Wanderung also auch als 6-Kogel-Wanderung bezeichnen.
Ursprünglich wollte ich meine abgesagte Mitgliederwanderung von Kleinstübing über Pfaffenkogel und Mühlbacherkogel nach Rein nachholen, aber da für dieses verlängerte Wochenende zum Teil Schienenersatzverkehr bzw. Verspätungen bei den S-Bahnen zwischen Graz und Bruck/Mur angekündigt waren, änderte ich meinen Entschluss. Auch das Ziel meiner letzten Mitgliederwanderung in diesem Jahr am 28. Dezember von Kammern über Steineck und Fressenberg nach St. Michael war zu diesem Datum keine Option, da die öffentliche Anbindung nach dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember nach Kammern günstiger ist.
Die Witterungsbedingungen an diesem Tag waren ideal, auf den Bergen meist sonnig, leichter Westwind, der Schnee in höheren und in den Schattenlagen hielt sich in Grenzen, Grödeln mussten wir nicht auspacken.
Wir treffen uns am Bahnhof Kafenberg um den Bus 170 Richtung Mariazell zu nehmen und steigen nach kurzer Fahrtzeit bei der Haltestelle Palbersdorf Gemeindeamt Thörl aus.
Zunächst müssen wir an der Evangelischen Pfarrkirche vorbei und biegen kurz danach nach Osten in die Hinterbergerstraße ein, die zunächst nach Süden abbiegt.


Nur wenige Schritte und wir überqueren den Jauringbach, unmittelbar danach biegt die Hinterbergerstraße nach Osten ab und nach ca. 500 Metern überqueren wir den Stübmingbach.
Hier sollte eigendlich der markierte Weg beginnen, doch ein Hinweisschild des Alpenvereines Sektion Kapfenberg informiert das der Weg nach Kasereck nicht mehr betreut und markiert wird.

Wir lassen uns davon aber nicht abschrecken und beginnen mit dem Aufstieg entlang des Lasingergrabens.
Nach etwa 600 Metern verlassen wir den Lasingergraben und nehmen den Pfad nach Westen (Markierung sind zum Teil noch vorhanden, keine gröberen Hindernisse, zum Teil etwas verwachsen). Für 1,2 Kilometer folgen wir dem Pfad (Wanderweg 454) zweimal eine Forststraße querend, dann kommen wir zu einer weiteren Forststraße, die wir nehmen, um den Weg zur Zöberer Höhe abzukürzen (wir gehen also nicht über das Kasereck).


Für etwa 2 Kilometer folgen wir der Forststraße, die aufgrund der Nordlage schneebedeckt ist, allerdings müssen wir nach ca. 600 Metern feststellen, dass die Forststraße auf einmal endet und wie sich herausstellt ungefähr 20 Höhenmeter oberhalb weitergeht.
Dieser Forstweg ist in der Open-Street-Map also falsch eingezeichnet (in der Outdooractive-Karte und der 25000V Karte ist zwar eine Lücke an dieser Stelle, doch ist diese auch nicht exakt.
Der Höhenunterschied lässt sich aber leicht überbrücken stellen wir im Nachhinein fest. Oben angekommen schauen wir zur darunterliegenden Forststraße hinunter.

Auch überwinden wir nun endgültig die Nebelgrenze und blicken Richtung Ilgner-Alm, Oisching, Hochanger und die dahinterliegenden Berge.

Wir verlassen die Forststraße und biegen nach Südwesten ab. Wir erreichen wieder den Weg, der vom Kasereck herführt, zum Teil als Höhenweg bezeichnet wird, und bis zur Zöberer Höhe geht.

Für die nächsten 1,8 Kilometer folgen wir diesem Höhenweg bis zur Zöberer Höhe und überwinden alle Hindernisse. Zum Teil ist er verwachsen.




Auf der Zöberer Höhe machen wir unsere Jausenpause, tragen uns ins Gipfelbuch ein und auch ein Gipfelkreuz-Gruppenselfie darf natürlich auch nicht fehlen.

Wir halten sie eher kurz, da der Wind doch auffrischt und die Sonne zeitweise von Wolken verdeckt wird.
Unser nächstes Ziel ist der Schreinerkogel (etwa einen Kilometer von der Zöberer Höhe entfernt). Ab der Zöberer Höhe ist der Weg jetzt durchgehend markiert und gepflegt. Am Schreinerkogel sowie auf den folgenden Kogel gibt es keine Gipfelkreuze, sondern nur „Grenzsteine“ als Markierung, erst wieder am Hochegg steht ein Gipfelkreuz.


Vom Schreinerkogel gelangen wir über den Wolfgrubensattel zum Roßkogel. Beim Wolfgrubensattel muss man achtgeben, den markierten Wanderweg (455) nicht zu verlassen (auf den Karten ist der markierte Weg zum Teil falsch eingezeichnet, er geht Großteils am Waldrand entlang), d.h. auch wenn es verlockend ist, nicht der Forststraße folgen (wir hatten die Abzweigung verfehlt und stiegen dann auf der Höhe des Rosskogels ein paar Meter von der Forststraße hinauf).

Vom Roßkogel geht es jetzt erstmals spürbar bergab im unteren Teil auch durch eine abgeholzte Fläche und dann über eine Weide wieder hinauf zum Rührerberg (der Weg auf den Rührerberg ist nicht markiert, allerdings leicht erkennbar).

Vom Rührerberg steigen wir hinab und stoßen auf den Bründlweg, hier begegnen uns zum ersten Mal Menschen, doch wir queren den Bründlweg nur und beginnen mit dem Aufstieg auf das Hochegg und schon sind wir wieder allein.
Der Aufstieg zum Hochegg beginnt entlang bzw. über eine Weide und dann über einen Pfad und ist nicht zu verfehlen.


Wir stehen vor einem schönen Gipfelkreuz, davor steht ein Bankerl, vom Wald umgeben, also beschattet, für eine Pause bei kühler Witterung ungeeignet. Wir setzen den Weg aber ohnehin gleich fort um mit den Abstieg nach St. Marein im Mürztal zu beginnen, die Zeit ist fortgeschritten und wir wollen die Dunkelheit vermeiden.
Zunächst steigen wir wieder bis zum Bründlweg ab und tauchen langsam in die Nebelschicht ab, die über dem Mürztal liegt.


Markant für den Bründlweg ist, dass an allen Enden des Bründlweges Stopptafeln stehen mit dem Hinweis, dass man hier den Weg verlässt. Wir ignorieren diese Tafeln und setzen den Abstieg fort. Es geht kontinuierlich bergab, aber nie besonders steil bis zum Brebacher und dann nochmals ganz leicht bergauf auf den Feitscherkogel (2 Kilometer, der höchste Punkt ist durch ein Kreuz an einem Baum markiert).


Nach weiteren 2 Kilometern bergab erreichen wir den Ortsrand von St. Lorenzen im Mürztal, rechtzeitig, jetzt wird es langsam dunkel. Vorbei an der Pfarrkirche von St. Lorenzen folgen wir der L123 (Stollinggrabenstraße) bis St. Marein im Mürztal, queren die L118 (Semmering Begleitstraße) und erreichen über die Bahnhofstraße den Bahnhof von St. Marein – St. Lorenzen.


wunderschöne Route, tolle Fotos und kreative Wegfindung. alles was ein ausgefüllter Wandertag braucht, gratuliere!