Die Tour von Übelbach nach Stübing war meine erste für Bahn zum Berg organisierte Mitgliederwanderung im spätherbstlich anmutenden Dezember 2025. Ich versuchte ohne größeres Risiko einzugehen eine einfache, mittellange Tour aus für mich bereits bekannten und neuen Wegen zu basteln.
Wie so oft bei unseren Mitgliederwanderungen, setzt sich auch unsere diesmalige Gruppe aus von Wien und von Graz kommenden Teilnehmer*innen zusammen. Beim Bahnhof Peggau-Deutschfeistritz treffen wir zusammen, um in die S11 nach Übelbach umzusteigen, wo unsere Tour startet. Zu beachten ist, dass die Anreise nach Übelbach (mit S11 und Umstieg von der S1 in Peggau-Deutschfeistritz oder REX) nur wochentags und samstags, nicht aber an Sonntagen möglich ist.

Aufstieg zum Taschlerkreuz
Zunächst schlendern wir entlang des Niesenbachs durch einen Graben, dann folgt eine Steigung aufwärts bis zum Taschlerkreuz. Dies ist auch bereits der größte Anstieg der gesamten Tour. Danach folgen nur noch kleinere Anstieg um den Wartkogel herum, auf den Niesenbacherkogel und den Gamskogel. Beim Taschlerkreuz treffen wir auf eine andere Gruppe, die sich, wie wir detektivisch herausfinden, über eine beliebte Online-Freizeitplattform zusammengefunden hat, aber im Folgenden nicht den gleichen Weg wählen wird. Wie diese biegen wir aber links ab und folgten dem Taschlerweg (Nr. 535). Hier geht es gemütlich weiter über Straßen und Forstwege. Unterwegs drängt sich bei einem XL-Bankerl neben einer Kapelle eine Mittagspause geradezu auf.





Abstecher auf den Niesenbacherkogel
Ursprünglich war geplant, dem markierten Grazer-Bergland-Wanderweg immer weiter zu folgen, doch entscheiden wir uns abzuzweigen, den Niesenbacherkogel „mitzunehmen“ und nicht über den Hagensattel zu gehen. Dieses Wegstück ist nicht markiert, aber unschwer auszumachen.


Wunderschön weiter über den Gamskogel
Der anschließend folgende, nun wieder markierte Weg (Nr. 19) führt über einen wunderschönen Bergkamm und zählt zu meinen persönlichen Favoriten im Grazer Bergland. Bisher jedoch bin ich diesen Weg jedoch stets in die umgekehrte Richtung gegangen – im Rahmen eines Gamskogel-Solos oder einer Gamskogel-Schartnerkogel-Kombi, die jeweils für sich als kürzere Wanderungen sehr empfohlen werden können. Bei der Bärenhöhle machen wir eine kurze Rast, auf Bären treffen wir dort jedoch glücklicherweise nicht. Eine Bankerl-Tisch-Kombi lädt dort zum Verweilen ein und entsprechende Spuren weisen darauf hin, dass die Höhle auch schon als Grillplatzerl genutzt wurde. Der Gamskogel-Gipfel (859 Meter) liegt nach einem kurzen Anstieg unspektakulär im Wald. Einen Gipfelbucheintrag ebenso wie ein Gipfelselfie lassen wir uns wie meistens auch hier nicht nehmen.




Abstieg nach Stübing
Hinab geht es nun etwas steiler abwärts zum Beginn des Königgrabens, wo wir wieder in der Zivilisation ankommen und sogleich die – von uns nicht wahrgenommene – Möglichkeit zu einem Christbaumkauf haben. Um zum Bahnhof Stübing zu gelangen, müssen wir nun noch der Königgrabenstraße sowie der Hauptstraße (Grazerstraße) folgen. Hier trennen wir uns wieder auf und nehmen die S1 in die jeweils entgegengesetzte Richtung. So geht ein gelungener Wandertag mit sonnigem Wetter, aber noch komplett ohne Schnee zu Ende.





