Von Übelbach nach Stübing: eine BzB-Mitgliederwanderung im Grazer Bergland

Später treffen wir auf dieses lange Bankerl und machen eine Mittagspause. Foto: Tobias Brugger

Die Tour von Übelbach nach Stübing war meine erste für Bahn zum Berg organisierte Mitgliederwanderung im spätherbstlich anmutenden Dezember 2025. Ich versuchte ohne größeres Risiko einzugehen eine einfache, mittellange Tour aus für mich bereits bekannten und neuen Wegen zu basteln.

Wie so oft bei unseren Mitgliederwanderungen, setzt sich auch unsere diesmalige Gruppe aus von Wien und von Graz kommenden Teilnehmer*innen zusammen. Beim Bahnhof Peggau-Deutschfeistritz treffen wir zusammen, um in die S11 nach Übelbach umzusteigen, wo unsere Tour startet. Zu beachten ist, dass die Anreise nach Übelbach (mit S11 und Umstieg von der S1 in Peggau-Deutschfeistritz oder REX) nur wochentags und samstags, nicht aber an Sonntagen möglich ist.

Start ist beim Bahnhof Übelbach nach Ankunft mit der S11. Foto: Tobias Brugger
Start ist beim Bahnhof Übelbach nach Ankunft mit der S11. Foto: Tobias Brugger

Aufstieg zum Taschlerkreuz

Zunächst schlendern wir entlang des Niesenbachs durch einen Graben, dann folgt eine Steigung aufwärts bis zum Taschlerkreuz. Dies ist auch bereits der größte Anstieg der gesamten Tour. Danach folgen nur noch kleinere Anstieg um den Wartkogel herum, auf den Niesenbacherkogel und den Gamskogel. Beim Taschlerkreuz treffen wir auf eine andere Gruppe, die sich, wie wir detektivisch herausfinden, über eine beliebte Online-Freizeitplattform zusammengefunden hat, aber im Folgenden nicht den gleichen Weg wählen wird.  Wie diese biegen wir aber links ab und folgten dem Taschlerweg (Nr. 535). Hier geht es gemütlich weiter über Straßen und Forstwege. Unterwegs drängt sich bei einem XL-Bankerl neben einer Kapelle eine Mittagspause geradezu auf.

Auf einer Forststraße geht es entlang des Niesenbachs. Foto: Tobias Brugger
Auf einer Forststraße geht es entlang des Niesenbachs. Foto: Tobias Brugger
Kröten begegnen wir dort nicht, dafür diesem eigenartigen Schild. Psychodelische Kröten kommen in unseren Breiten jedoch noch nicht vor. Foto: Tobias Brugger
Kröten begegnen wir dort nicht, dafür diesem eigenartigen Schild. Psychodelische Kröten kommen in unseren Breiten jedoch noch nicht vor. Foto: Tobias Brugger
Nach dem Taschlerkreuz gehen wir hier ostwärts weiter. Foto: Tobias Brugger
Nach dem Taschlerkreuz gehen wir hier ostwärts weiter. Foto: Tobias Brugger
Später treffen wir auf dieses lange Bankerl und machen eine Mittagspause. Foto: Tobias Brugger
Später treffen wir auf dieses lange Bankerl und machen eine Mittagspause. Foto: Tobias Brugger
Der Weg ist für längere Zeit nicht sehr anspruchsvoll und daher gemütlich zum Gehen. Foto: Tobias Brugger
Der Weg ist für längere Zeit nicht sehr anspruchsvoll und daher gemütlich zum Gehen. Foto: Tobias Brugger

Abstecher auf den Niesenbacherkogel

Ursprünglich war geplant, dem markierten Grazer-Bergland-Wanderweg immer weiter zu folgen, doch entscheiden wir uns abzuzweigen, den Niesenbacherkogel „mitzunehmen“ und nicht über den Hagensattel zu gehen. Dieses Wegstück ist nicht markiert, aber unschwer auszumachen.

Etwas mehr gefordert werden wir dann wieder beim Aufstieg zum Niesenbacherkogel. Foto: Tobias Brugger
Etwas mehr gefordert werden wir dann wieder beim Aufstieg zum Niesenbacherkogel. Foto: Tobias Brugger
Das Kreuz auf dem Niesenbacherkogel wirkt etwas kümmerlich improvisiert, aber immerhin erkennt man so den Gipfel. Foto: Tobias Brugger
Das Kreuz auf dem Niesenbacherkogel wirkt etwas kümmerlich improvisiert, aber immerhin erkennt man so den Gipfel. Foto: Tobias Brugger

Wunderschön weiter über den Gamskogel

Der anschließend folgende, nun wieder markierte Weg (Nr. 19) führt über einen wunderschönen Bergkamm und zählt zu meinen persönlichen Favoriten im Grazer Bergland. Bisher jedoch bin ich diesen Weg jedoch stets in die umgekehrte Richtung gegangen – im Rahmen eines Gamskogel-Solos oder einer Gamskogel-Schartnerkogel-Kombi, die jeweils für sich als kürzere Wanderungen sehr empfohlen werden können. Bei der Bärenhöhle machen wir eine kurze Rast, auf Bären treffen wir dort jedoch glücklicherweise nicht. Eine Bankerl-Tisch-Kombi lädt dort zum Verweilen ein und entsprechende Spuren weisen darauf hin, dass die Höhle auch schon als Grillplatzerl genutzt wurde. Der Gamskogel-Gipfel (859 Meter) liegt nach einem kurzen Anstieg unspektakulär im Wald. Einen Gipfelbucheintrag ebenso wie ein Gipfelselfie lassen wir uns wie meistens auch hier nicht nehmen.

Danach folgt das landschaftlich schönste Stück der Wanderung Richtung Gamskogel. Foto: Tobias Brugger
Danach folgt das landschaftlich schönste Stück der Wanderung Richtung Gamskogel. Foto: Tobias Brugger
Wir gehen entlang dieses tollen Bergkamms. Foto: Tobias Brugger
Wir gehen entlang dieses tollen Bergkamms. Foto: Tobias Brugger
Unterwegs kommen wir bei der Bärenhöhle vorbei. Foto: Tobias Brugger
Unterwegs kommen wir bei der Bärenhöhle vorbei. Foto: Tobias Brugger
Schließlich erreichen wir den Gamskogel-Gipfel. Foto: Tobias Brugger
Schließlich erreichen wir den Gamskogel-Gipfel. Foto: Tobias Brugger

Abstieg nach Stübing

Hinab geht es nun etwas steiler abwärts zum Beginn des Königgrabens, wo wir wieder in der Zivilisation ankommen und sogleich die – von uns nicht wahrgenommene – Möglichkeit zu einem Christbaumkauf haben. Um zum Bahnhof Stübing zu gelangen, müssen wir nun noch der Königgrabenstraße sowie der Hauptstraße (Grazerstraße) folgen. Hier trennen wir uns wieder auf und nehmen die S1 in die jeweils entgegengesetzte Richtung. So geht ein gelungener Wandertag mit sonnigem Wetter, aber noch komplett ohne Schnee zu Ende.

Wieder im Tal angekommen, herrscht reges motorisiertes Treiben auf der Königgrabenstraße. Foto: Tobias Brugger
Wieder im Tal angekommen, herrscht reges motorisiertes Treiben auf der Königgrabenstraße. Foto: Tobias Brugger
Als wir zum Bahnhof in Stübing kommen, ist die Dämmerung bereits angebrochen. Foto: Tobias Brugger
Als wir zum Bahnhof in Stübing kommen, ist die Dämmerung bereits angebrochen. Foto: Tobias Brugger

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   5:30 Std Wandern   800 HM   950 HM   16 km   GPX Track

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