Meine heutige Wanderung führt mich auf den Zirbitzkogel, den höchsten Gipfel der Seetaler Alpen. Die Tour ist nicht nur landschaftlich, sondern auch literaturhistorisch interessant. Im Bereich um den Zirbitzkogel wurde 1985 der Ur-Hödlmoser, also das Originalmanuskript des Hödlmoser-Romans, mit zahlreichen Beigaben, darunter einem Stück Glanzkohle, einer Fahrradglocke und einer Bratpfanne, vergraben. Leider blieb meine Suche erfolglos – ich habe die „Grabstätte“ nicht gefunden. Vermutlich wissen nur die damals Anwesenden noch genau, wo sich dieser Ort befindet (siehe auch Rede zur Ent-grabung, Typoskript, 2 Bl).
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An Samstagen, Sonn- und Feiertagen fährt der Regiobus 873 bis zum 2. November vom Bahnhof in Judenburg auf die Schmelz. Mit etwas Glück und einem frühen Wintereinbruch ist sogar eine Ski- oder Schneeschuhtour, beispielsweise auf die Hohe Ranach, den Kreiskogel oder den Zirbitzkogel, möglich. Wichtiger Hinweis vorab: Einige Wanderwege in den Seetaler Alpen können während Übungen des Bundesheeres nicht benutzt werden. Es empfiehlt sich, die aktuellen Sperrzeiten vorab zu überprüfen.
Die Wanderung startet direkt bei der Schmelzhütte (Busendhaltestelle). Von dort aus geht es zunächst entweder auf dem markierten Wanderweg 08/315 in Richtung Winterleitenhütte oder man wählt, so wie ich, die Variante über das Sterngassl. Nach etwa 1,5 Kilometern mündet dieses wieder in den Wanderweg 08/315.


Bei der Winterleitenhütte angekommen, geht es für mich unterhalb der ÖDK-Hütte und vorbei am Kleinen Winterleiten See weiter bis zur Seiser Hütte. Vor der kleinen Berghütte liegt eine schöne Wiese, die zu einer kurzen Rast einlädt. Von hier aus kann ich bereits den weiteren Aufstiegsweg zum Kreiskogel erkennen.


Etwa 100 Meter nach der Hütte biege ich rechts auf den Weg 315a (Kreiskogel-Einmündung) ab. Über schönes Gehgelände geht es steil, aber technisch weitgehend unschwierig weiter zum Kreiskogel. Der Gipfelaufbau des Kreiskogels ist wiederum spannend: Eine kurze Schroffenkletterei erfordert den Einsatz der Hände, ehe ich den Gratweg zum markanten Scharfen Eck fortsetzen kann.


Vom Scharfen Eck sind es noch etwa 30 Minuten bis den höchsten Punkt der Seetaler Alpen, den Zirbitzkogel. Wer mag, kann kurz unterhalb des Gipfels im Helmut-Erd-Schutzhaus einkehren oder direkt beim Gipfelkreuz die wohlverdiente Gipfelrast einlegen und die Aussicht genießen – bei schönem Wetter ist sie fabelhaft.


Der Abstieg führt aussichtsreich über den Lindersee hinab zur Sabathyhütte und von dort aus zurück zur Schmelzhütte.







Nachtrag zum Tourenbericht. Das Rätsel ist gelöst – Hödlmoser wurde exhumiert: https://youtu.be/5vODNQ3cNvo.