Es gibt diese Augenblicke, in denen der Plan für die nächste Skitour quasi von selbst entsteht. Erst am Vortag war ich auf Skitour auf dem Zehnernock und mein Blick blieb bei schneebedeckten Schneisen in der umliegenden Berglandschaft hängen Diese Hänge haben sofort meine Neugier geweckt und so hab ich noch während meiner Rückfahrt nach möglichen Tourenoptionen gesucht. Nach einer kurzen Recherche war klar, das Dreiländereck wird mein nächstes Skitourenziel. Die Aussicht, die Grenze dreier Länder auf Skiern zu überschreiten, fand ich sehr reizvoll und so bin ich am nächsten Tag auch schon wieder im Zug Richtung Kärnten gesessen.
Mein Ziel war die Talstation der Bergbahnen Dreiländereck in Seltschach. Von Graz aus ging es mit Umstieg in Villach zunächst nach Arnoldstein. Von dort aus fährt der Linienbus 262 (Haltestelle gegenüber dem Bahnhof) direkt ins Skigebiet.


An der Talstation angekommen, musste ich meinen ursprünglichen Plan, die Aufstiegsvariante über den Petrinjakgraben aufgrund der aktuellen Schneelage leider verwerfen. Doch die Alternative entlang bzw. neben der Piste (teilweise mit großzügigem Aufstiegsstreifen) hat auch sehr gut gepasst (Tourengeher-Ticket um 12 € erforderlich). Der Aufstieg ist abschnittsweise recht steil und Spitzkehren am Pistenrand nicht immer möglich. Einige Zentimeter Neuschnee haben den Anstieg dennoch recht angenehm gemacht.

An einer übersichtlichen Stelle etwas unterhalb der Bergstation quere ich einmal die Piste und fädle in einen Ziehweg ein. Dieser bringt mich vorbei an der Dreiländereck-Hütte und über einen kurzen Schlusshang auf das Dreiländereck. Es ist schon auch ein besonderes Gefühl, mit den Skiern zwischen Österreich, Slowenien und Italien umherzuwandern.



Nach einer ausgiebigen Gipfelrast erfolgt die Abfahrt ins Tal teils auf der Piste, teils auch auf unpräparierten Bereichen daneben. Mit dem Bus 262 geht es zurück nach Arnoldstein. Für die Rückfahrt nach Villach nehme ich den Bus 260, der von Montag bis Freitag verkehrt. Am Wochenende bzw. optional ist die Rückfahrt mit der S4 möglich.


Fazit
Trotz der Routenänderung eine nicht alltägliche und aussichtsreiche Skitour in der Grenzregion Österreich-Italien-Slowenien, die gut öffentlich erreichbar ist.
