Es gibt auf dieser Seite schon etliche Beschreibungen mit feinen Touren auf die südliche Hohe Wand, zum Beispiel von Martin Heppner, Simon Widy, Petra Jens und Veronika Schöll. Das „Zahme Pechersteiglein“ ist noch nicht dabei, das hole ich jetzt nach.
Man kann diese Tour auch in umgekehrter Richtung gehen, in Grünbach gibt es allerdings kein Gasthaus in Bahnhofsnähe – aber ab Donnerstag den Seiser Toni.

Die Puchberger Bahn zählt zu meinen Lieblingsbahnen, obwohl nicht elektrifiziert. Wohl auch weil ich mit ihr gemütlich und stressfrei in gut einer halben Stunde vor der südlichen Hohen Wand stehe. So auch heute: Vom Bahnhof Grünbach probiere ich noch eine Variante meines Aufstiegs in „Südwestliche Hohe Wand fast ohne Asphalt“:

Nach dem Bahnübergang biegt halblinks die Sesselbahnstraße (ja, einen Sessellift gab es hier einmal!) ab, nach deren Ende an der Waldecke ich diesmal erst den dritten Waldweg links hinauf gehe, relativ geradlinig hinauf, nach den Resten eines Stollens zum Gasthaus Seiser Toni. In Grünbach wurde ja bis 1965 Steinkohle abgebaut!


Vom Seiser Toni geht es, zuerst grün markiert und später rot gepunktet, hinauf. Am kurz links, rechts den Steig steil bergan. Wir queren zwei Forstwege bis zum Wandfußsteig, blaue Punktmarkierung und mit „WF“ bezeichnet. Der Einstieg zum „Zahmen Pechersteiglein“ ist deutlich gekennzeichnet (Foto ganz oben!).

Das attraktive Steiglein, an die Harzgewinnung erinnernd, führt durch einen kleinen Schlupf in steilem Anstieg blau gepunktet zum Grafenbergweg.

Rechts auf den Grafenbergweg abbiegend, haben wir noch ca. 3 Minuten zur Wilhelm Eichert-Hütte auf 1.052 Meter. Dort haben wir uns nach einem kurzen Abstecher zur „Großen Kanzel“ mit dem Wildenauerkreuz (rechts ein paar Meter hinunter) und nicht zuletzt prächtigem Ausblick eine Jause verdient.

Eine Alternative ist das Hubertushaus des Gebirgsvereins nach etwa 15 Minuten am Weg 231.

Dort zweigt der Springlessteig in Richtung Höflein ab. Ein Warnschild warnt vor der Rutsch- und Absturzgefahr – Trittfestigkeit und Schwindelfreiheit sind hier bergab Voraussetzung! Bei einer Kreuzung weit unten zeigen Schilder rechts zur Bahnstation Unterhöflein über Oberhöflein.

Ich bevorzuge bei beginnendem Nebel den linken Weg, der zu einem Parkplatz führt. Nach ein paar Metern zweigt links der anfangs asphaltierte Kienbergweg ab, er führt vorbei am Landgasthof Jautschnig über den Kirchbühel und dann rechts am Bach entlang.

Das letzte Stück bergauf zur Haltestelle kürze ich über die Wiese bergauf ab. (rote Markierung!)
Fazit
Eine schöne aussichtsreiche leichte Bergtour, die ich sicherlich auch einmal anders herum probieren werde!

Genügt für diese Wanderung eine „normale Wanderausrüstung“ oder ist ein Seil bzw. Klettergurt erforderlich?
LG
Michael
Das klingt sehr nett ! Danke für die Beschreibung!