Öhler und Schober: ein Wanderklassiker neu entdeckt

Foto: Silvia Henglmüller

An einem freien Dienstag zieht es mich in die Natur. Nicht zu weit weg, nicht zu schwierig, aber doch mit Bergfeeling soll es sein. Meine Wahl fällt auf Schober und Öhler, zwei beliebte benachbarte Gipfel im Schneeberggebiet. Ich war dort schon öfters, aber noch nie mit Öffis und orientiere mich an Veronikas schönem Bericht „Öhler und Schober andersrum“.

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Da der Railjet zu meiner Zeit nicht in Wr. Neustadt stehen bleibt, bringt mich der CJX9 dorthin. Die Bahn nach Puchberg am Schneeberg versteckt sich hinter einem Zug nach Floridsdorf ganz hinten am Bahnsteig. Während der Fahrt begrüßt mich die Hohe Wand.

Das Wander- und Kletterparadies Hohe Wand lockt beim Vorbeifahren. Foto: Silvia Henglmüller
Das Wander- und Kletterparadies Hohe Wand lockt beim Vorbeifahren. Foto: Silvia Henglmüller
Nostalgie am Bahnhof Puchberg. Foto: Silvia Henglmüller
Nostalgie am Bahnhof Puchberg. Foto: Silvia Henglmüller

Hätte ich auf Veronika gehört…

In Puchberg folge ich Veronikas Beschreibung ins Sierningtal. Wo sie aber rechts abbiegt, entscheide ich mich, der Straße geradeaus weiter zu folgen und später den Öhlerweg (blaue Markierung) zu nehmen. Dieser entpuppt sich jedoch als relativ langweilige Forststraße, die  beim Blättertal auf Veronikas Weg rund um den Haltberg stößt. Ihre Variante ist also sicherlich die schönere und den Umweg bestimmt wert.

Vom Blättertal hat man einen schönen Blick auf den Schneeberg – wenn man sich umdreht. ;) Foto: Silvia Henglmüller
Vom Blättertal hat man einen schönen Blick auf den Schneeberg – wenn man sich umdreht. 😉 Foto: Silvia Henglmüller

Ab hier geht es entlang der roten Markierung durch den Wald hinauf zum Grat der Dürren Wand, der mich mit einer großen Wiese auf der einen Seite und einem steilen Abhang auf der anderen mit Ausblick auf die Gutensteiner Alpen und die dahinter liegenden Hügel empfängt.

Immer am Kamm entlang

Dem Kamm folgend erreiche ich schon bald das Öhlerschutzhaus. Am Dienstag ist geschlossen, aber es gibt ausreichend Bänke, wo ich meine Mittagspause genießen kann. Weiter führt zuerst eine Forststraße hinauf Richtung Öhler, und das Mittagessen drückt ein bisschen im Magen, als der Weg anspruchsvoller wird. Auch hier gibt es nahe am Weg immer wieder eindrucksvolle Tief- und Ausblicke. Der höchste Punkt vom Öhler ist unspektakulär. Auf dem schönen Steig zum Schober treffe ich zwei Wanderer, die ebenfalls die Ruhe genießen, weil das Schutzhaus Ruhetag hat.

Gipfelfoto am Schober. Foto: Silvia Henglmüller
Gipfelfoto am Schober. Foto: Silvia Henglmüller
Blick von der Schoberalm zurück auf den Schober. Foto: Silvia Henglmüller
Blick von der Schoberalm zurück auf den Schober. Foto: Silvia Henglmüller

Nach einer Fotopause am Schobergipfel geht’s auf dem wurzeligen Steig runter zur Schoberalm und wunderschön almmäßig weiter bis zur Mamauwiese, immer auf den Schneeberg zu. Da mir der Weg nach Puchberg zu lang schien hatte ich geplant, von hier aus zum Sessellift Losenheim zu gehen und von dort den Bus zu nehmen. Aber es stellt sich heraus, dass die Strecke am Sebastian Wasserfall vorbei nicht wesentlich länger ist. Kurz nach dem Wasserfallwirt gibt es ebenfalls eine Bushaltestelle, Puchberg am Schneeberg Sonnleiten.

Zum Abschluss ein Wasserfall

Durch den Fadengraben führt der Weg am Bach entlang, den man auf einem abenteuerlichen Brücklein überquert. Nach der Umrundung eines Felsen stürzt auf einmal der Sebastianwasserfall herab.

Über diese Brücke musst du gehen, willst den Wasserfall sehen. Foto: Silvia Henglmüller
Über diese Brücke musst du gehen, willst den Wasserfall sehen. Foto: Silvia Henglmüller
Naturdenkmal Sebastianwasserfall. Foto: Silvia Henglmüller
Naturdenkmal Sebastianwasserfall. Foto: Silvia Henglmüller
Eindrucksvoll steht die Jausenstation Wasserfallhütte vor dem Felsen. Foto: Silvia Henglmüller
Eindrucksvoll steht die Jausenstation Wasserfallhütte vor dem Felsen. Foto: Silvia Henglmüller

Ein kleines Stück weiter wartet die Wasserfallhütte (ehem. Wasserfallwirt) am Wochenende auf Gäste. Vorsicht ist geboten bei den unregelmäßigen Busfahrzeiten. Ich warte noch ein bisschen im kühlen Wald auf den Bus, bevor ich zur Haltestelle auf der Hauptstraße gehe und den überraschten Busfahrer anhalte (anscheinend ist die Haltestelle nicht sehr frequentiert). Er bringt mich auf kurviger Straße zum Bahnhof Ternitz, und von hier geht’s wieder mit dem CJX9 zurück nach Wien.

Zug fährt ein im Bhf. Ternitz. Foto: Silvia Henglmüller
Zug fährt ein im Bhf. Ternitz. Foto: Silvia Henglmüller

Fazit

Schober/Öhler ist ein Wanderklassiker in den Wiener Hausbergen, den ich heute auf einem neuen Weg genossen habe. Viele schöne Ausblicke, der Kammweg, die Almwiesen und der Wasserfall sind die Highlights dieser Tour.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   5:30 Std Wandern   900 HM   800 HM   15 km   GPX Track

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