Hohe Mandling: ein Wintermärchen nahe Wien

Titelbild. Foto: Gerold Petritsch

Man hat natürlich nicht immer solches Wetterglück wie ich am 12.12.2024, aber auch sonst lohnt sich diese schöne und unschwere Überschreitung nahe Pernitz im Piestingtal. Bei frischem Schnee oberhalb von 600 Metern bot sich mir ein wahres Wintermärchen. Den Spuren nach zu schließen waren nur ganz wenige Wanderer vor mir hier unterwegs, und ich traf auch niemanden: Eine meditative Wanderung!

Martin Heppner beschrieb vor gut 8 Jahren denselben Aufstieg, aber Abstieg nach Oed, Sarah Pallaufs 2-Tages-Wanderung enthält den 2. Teil in umgekehrter Gehrichtung.

Von Wiener Neustadt fährt stündlich ein Zug nach Gutenstein. Nach der Ankunft in der Haltestelle Ortmann quere ich diagonal die Kreuzung, links führt ein angenehmer Waldweg mit roter Markierung nicht steil bergauf.

Anstieg von Ortmann. Foto: Gerold Petritsch
Anstieg von Ortmann. Foto: Gerold Petritsch

Bald schon ist mein Weg verschneit, aber stets eindeutig markiert.

Blätter. Foto: Gerold Petritsch
Blätter. Foto: Gerold Petritsch

Zwischendurch geht man auf einer schmalen Forststraße, bevor man auf den Piestingtaler Rundwanderweg 231 bzw. Wiener Alpenbogen (WAB) trifft, der von der Haltestelle Reichental zur Hohen Mandling und zum Waxeneck führt. Dies ist eine etwas kürzere und dafür steilere Variante, durchaus auch empfehlenswert.

Nun bin ich rasch auf der Hohen Mandling (963 Meter) und raste kurz auf der verschneiten Sitzbank knapp unter dem Gipfel. Dort steht ein nettes kleines Astkreuz, Aussicht gibt’s aber kaum.

Am Gipfel der Hohen Mandling. Foto: Gerold Petritsch
Am Gipfel der Hohen Mandling. Foto: Gerold Petritsch

Weiter in Richtung Waxeneck, vorbei an einem Blickpunkt zum Ötscher sowie der Mandling-Skihütte.

Ötscherblick. Foto: Gerold Petritsch
Ötscherblick. Foto: Gerold Petritsch
Bei der Mandling-Skihütte. Foto: Gerold Petritsch
Bei der Mandling-Skihütte. Foto: Gerold Petritsch

Der Wanderweg führt mich – jetzt teils im Schatten der Mandling in Richtung Waxeneck durch schöne Wälder, die auch im Herbst einiges hergeben.

Buchenwald im Herbst. Foto: Gerold Petritsch
Buchenwald im Herbst. Foto: Gerold Petritsch

Die kaum befahrene Privatstraße über zum Waxeneckhaus ist nicht zu verfehlen, sie bietet Ausblicke zum Schneeberg.

Schneebergblick. Foto: Gerold Petritsch
Schneebergblick. Foto: Gerold Petritsch

Im Waxeneckhaus stärke ich mich, bevor ich den halbstündigen Weg zum Bus angehe.

Beim Waxeneckhaus im Herbst. Foto: Gerold Petritsch
Beim Waxeneckhaus im Herbst. Foto: Gerold Petritsch

Die Verweilzeit wird sich also nach dem nächsten Bus richten.

Aber ACHTUNG bei der Bushaltestelle „Auf dem Hals“ (Pernitz Abzw. Waxeneck): Bei winterlichen Fahrverhältnissen besser auf der Passhöhe stehenbleiben und deutliches Handzeichen geben. Mein Busfahrer klagte, dass er von der rechts unten gelegenen Haltestelle kaum wegkommt!

Der Bus führt mich zum Bahnhof Pernitz-Muggendorf, dort steige ich in den bequemen Zug zurück nach Wiener Neustadt ein.

Bahnhof Pernitz-Muggendorf. Foto: Gerold Petritsch
Bahnhof Pernitz-Muggendorf. Foto: Gerold Petritsch

Fazit

Eine empfehlenswerte Wanderung zu allen Jahreszeiten.

Im Waxeneckhaus lässt sich von Donnerstag bis Sonntag die Wartezeit zum Bus, den man von dort in gut 30 Minuten (2 Kilometer auf einer Privatstraße) locker erreicht, sehr angenehm abkürzen.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   4:30 Std Wandern   750 HM   550 HM   11 km   GPX Track

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