Als Übergangszeit bietet der Frühling vielfältige Tourenmöglichkeiten. Während sich auf der Nordseite noch die eine oder andere lohnende Skitour finden lässt, bieten südseitig ausgerichtete Hänge oft schon ideale Bedingungen für schneefreie Wanderungen in Mittelgebirgshöhen.
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Mein heutiges Ziel ist so ein sonnenexponierter Südhang. Vom Nordufer des Ossiacher Sees geht es steil hinauf zur Kanzelhöhe. Vom Bahnhof in Annenheim aus sind es nur wenige Schritte bis zur ersten Markierung. Dieser folge ich zunächst Richtung Zauchen. Nach etwa 300 Metern geht es rechts durch eine Unterführung. Bald danach führt ein schmaler Wiesensteig hinauf zur Bundesstraße. Diese überquere ich und wandere den Sonnenweg entlang, bis ich den Wegweiser zum Hüttersteig erreiche.


Der Hüttersteig ist ein direkter, knackiger Pfad, der zumindest im unteren Drittel zurecht als schwarze Route ausgezeichnet ist. Er windet sich in zahlreichen Serpentinen steil durch den Wald nach oben.

Zwischen den noch kahlen Laubbäumen erhasche ich immer wieder einen Blick auf den Ossiacher See. Je höher ich komme, desto mehr öffnet sich das Panorama in Richtung Villach und Karawanken.

Der Weg ist gut markiert und wird beim ehemaligen Jagdhaus Hütter merklich flacher. Eine willkommene Verschnaufpause, bevor ich mich in Richtung Kanzelhöhe aufmache. Die weitere Route führt nun mäßig steil durch den Wald und vorbei an Appartementhäusern bis zur alten Bergstation der Kanzelbahn.


Oben angekommen, wird man belohnt. Die Kanzelhöhe macht ihrem Namen alle Ehre und bietet eine großartige Aussichts-Kanzel. Der Blick reicht über den Ossiacher See und den Faaker See bis hin zu den Karawanken und den Julischen Alpen an der Grenze zu Slowenien und Italien.


Die Wintersaison auf der Gerlitzen war bereits beendet, der Sommerbetrieb hatte zum Zeitpunkt meiner Wanderung noch nicht begonnen – das Timing war ideal, um abseits vom Skitrubel einen sonnigen und warmen Frühlingstag zu genießen.
Für den Rückweg nach Annenheim entschied ich mich für den Weg 34, der in noch steileren Serpentinen als der Hüttersteig talwärts führt und somit eine anregende Runde garantiert.

Und nach rund 1.000 Höhenmetern und vier Kilometern im Abstieg war die Freude über ein gekühltes Getränk in entspannter Atmosphäre am See dann auch entsprechend groß.





