Davon hab ich schon lang geträumt: In Sportgastein in der Sonne ein paar Runden auf der Höhenloipe zu drehen. Und diesen Wusch habe ich mir selbst erfüllt. Aus Wien ist die Anreise zwar recht lang aber ganz angenehm. Um 07:08 am Westbahnhof einsteigen und um kurz vor Zwölf in Sportgastein beim Valeriehaus aus dem Bus steigen.
Am besten lässt man die riesigen Parkplätze bei der Goldbergbahn schnell hinter sich und steht nach etwa fünf Minuten Fußweg schon beim Loipenhäuschen. Dort kann man sich umziehen, falls nötig und die Tageskarte für die Loipenbenutzung kaufen (Automat, 7 €).

Die Landschaft ist überwältigend schön, winters wie sommers und es drückt mir gleich ein paar Tränchen aus den Augen. Dankbar – ich darf hier sein und diesen Traum genießen.
Der hier angegebenen Track und die Zeit dienen nur zur Orientierung. Hier findest du den Loipenplan– und Bericht und alle zusätzlichen Informationen.
Auf der Höhenloipe in Sportgastein
Ich zieh die Schuhe um, schnall den Rucksack fest und die Skier an. Los geht´s. Der Frühlingsschnee ist weich, lässt sich aber trotzdem sehr gut fahren. In einem großen Bogen, zuerst leicht und flach, dann mehr kupiert, führt die Loipe über den weiten Talboden. Skating und klassisch – zwei Spuren neben einander ermöglichen einfaches Überholen.
Nach der ersten Runde mach ich ein kurzes Päuschen in der Sonne und nasche aus meinem Rucksack. Herrlich: Bergsonne und Schnee!

Die zweite Runde geht schon flotter. Dann noch die kurze Schareckrunde anhängen und sich beim Valeriehaus in einen Liegestuhl flätzen, Radler aus einer Cocktailschale schlürfen, Panorama einprägen und (Ibiza)Sounds lauschen. Very instagramable :-).
Die Sonne verschwindet übrigens zwischen 15:30 und 16:00 hinter dem Schareck. Busse retour zum Bahnhof Bad Gastein: 16:00, 16:30, 17:00.
Fazit: Traumhaft! Und nur fröhliche Menschen getroffen – warum wohl?

Tourdaten
Aus Eins mach Zwei
Ich hänge noch einen Tag an und übernachte in meinem geliebten Basecamp – der Villa Excelsior in Bad Gastein. Mit Halbpension. (Zahnbürsterl und frische Wäsche im Rucksack). Am nächsten Tag nehme ich den Zug nach Mallnitz um 09:30 mit direktem Anschlussbus zur Talstation der Ankogelbahn. In einer Viertelstunde durch den Tauerntunnel in Mallnitz und nach weiteren 15 Minuten am Loipeneinstieg. Die erste Runde führt durchs Seebachtal rund um den Stappitzersee.
Da die Verbindungsloipe ins Tauerntal schon aper ist, wandere ich zu Fuß bis zum nächsten Loipeneinstieg. Die Tauernloipe führt fast bis zur Stockerhütte und retour dann bis zum Campingplatz Hochoben und der ist ganz nah beim Bahnhof Mallnitz. Loipenplan und Bedingungen hier, Loipenticket hab ich bei der mobilen Kontrolle gekauft (7,50€).
Tipp für Längerbleiber: Das Guest Mobility Ticket vom Salzburg Verkehr: Gratis Öffis für alle Übernachtungsgäste. Für mich macht eine solche zweitägige Langlaufsafari das Klimaticket möglich.




