Im Mai 2026 waren Veronika von Bahn zum Berg und Anna von POW zu Gast bei Andi Hollinger vom Nationalpark Gesäuse auf Radio Freequenns, um dort den neuen Steiermark Öffi-Wanderführer zu präsentieren. Nachhaltigkeit verbindet: sowohl Bahn zum Berg und POW als auch der Nationalpark setzen konsequent auf umweltfreundliche Mobilität. Aus dem Gespräch entsteht daher rasch eine Idee – und schließlich eine Einladung des Nationalparks Gesäuse zu einer gemeinsamen Tour.
Als Dankeschön für die ehrenamtlich engagierten Tourenreporter:innen organisiert Veronika eine geführte Wanderung mit Andi, der uns dabei nicht nur durch die Landschaft, sondern auch durch die Arbeit des Nationalparks führt.
Mit Plan zum Berg – Personalisierte Fahrplanabfrage
Die Wettervorhersage für den geplanten Samstag ist bescheiden. Andi meint, er sei wetterfest und ein Regenschirm im Rucksack wäre kein Fehler. So treffen sich zwei Handvoll unerschrockene BahnzumBergler:innen bald in der Früh im CJX 5 aka Gesäuseexpress. Die Wolken hängen tief, das tut der Stimmung keinen Abbruch: es wird geratscht, gefrühstückt und der Jüngste in der Runde holt sogleich seine Alpenvereinshütten-Quartettkarten hervor und es wird ordentlich gezockt.

Beim Bahnhof Johnsbach wartet Andi bereits auf uns, über die schöne Holzbrücke geht’s zunächst zum Erlebniszentrum Weidendom.


Im Fußabdruck-Labyrinth frischen wir unser Ökologiewissen auf und im Mikroskopkino zeigen uns zwei engagierte Mitarbeitende des NPs, was so alles in einem Wassertropfen eines Tümpels kreucht und fleucht: Eintagsfliegenlarve, Wasserfloh, Wasserassel, Minischnecken.

Als wir die Wanderung zunächst entlang des Themenwegs ‚Wilder John‘ antreten, hat der Regen aufgehört.

Andi macht uns auf so einiges aufmerksam, was neben dem Weg wächst: eine Fliegenragwurz, ein Rotes Waldvöglein und die Zierliche Federnelke, eine streng geschützte endemische Pflanzenart im Nationalpark.


Der Weg durch das Gseng ist sehr abwechslungsreich und bietet alpines Feeling. Den geologischen Aufbau des Gebietes bringt uns unser Guide näher. Das letzte Stück zur Scharte ist mithilfe eines Seils recht einfach zu bewältigen.


Von der Scharte ist es nicht mehr weit zur fantastisch liegenden Haindlkarhütte, auf der wir herzlich empfangen werden. Es gibt Suppe mit köstlichen Kaspress- oder Kürbisknödeln, Erdäpfelkasbrot und Mehlspeisen.


Der Abstieg durchs Haindlkar wird durch den Ausblick auf den Buchstein und die Tieflimauer noch verschönert.

Weiter unten queren wir ein weites Bachbett – es ist schwer vorstellbar, dass sich dieses bei einem Gewitter in einen reißenden Gebirgsfluss verwandelt, wie uns Andi erzählt.
Auf dem Weg zurück zum Bahnhof gehen wir ein kleines Stück der Straße entlang, kurz vor dem Tunnel zweigen wir auf den Wander-/Radweg ab,

erreichen bald den Weidendom und schließlich wieder den Bahnhof Johnsbach.

Ein Tag mit „einmal alles“: nette Leute, besseres Wetter als vorhergesagt, abwechslungsreiche Wanderung, traumhafte Ausblicke und dabei viel Neues erfahren – danke Andi und dem NP-Team! Wir alle haben den Tag in vollen Zügen genossen!



