Auf den Spuren der Gesäuse Pioniere

Haindlkar Hütte. Foto: Stefan Leitner

Wie hat die Erschließung der Gesäuseberge begonnen? Es war der kühne Plan, die „K.K. Priv. Kronprinz Rudolf-Bahn“ zwischen Weyer und Rottenmann zu errichten.

Die für den Steinkohle- und Kokstransport im Jahr 1873 fertig gestellte Strecke hatte den wunderbaren Nebeneffekt als Tourist neue Gegenden erkunden und erschließen zu können. Auch heute ist es möglich, an Wochenenden und Feiertagen mit der Bahn in den Nationalpark Gesäuse mit seinem wilden Wasser zwischen steilen Felsen anzureisen, zum Wandern, Bergsteigen oder einfach um die Natur zu genießen.

Leider konnten wir innerhalb der nächsten 6 Tage keine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Innsbruck zu dieser Tour für dich finden.

Haindlkar Runde

Ausgehend vom Bahnhalt Johnsbach im Nationalpark überqueren wir am Johnsbach-Steg die Enns und folgen dem Weg Richtung Süden, dem Johnsbach entlang flussaufwärts bis zum Gsenggraben.

Im Gesäuse. Foto: Max Mauthner
Im Gesäuse. Foto: Max Mauthner

Hier führt der Weg entlang des meist trockenen, breiten und übermäßig schottrigen Bachbett des Gsengbaches immer steiler bergauf bis zur felsigen Gsengscharte (Seilversicherung) die unter dem Dolomitschutt herauskommt.

Durch Unterstützung des Bundes, des Landes Steiermark und der Europäischen Union (LEADER).
Blick auf die Haindlkarhütte von der Gsengscharte. Foto: Max Mauthner
Blick auf die Haindlkarhütte von der Gsengscharte. Foto: Max Mauthner

An diesem höchsten Punkt unserer Wander-Runde ragen bereits die steilen Nordwände der Hochtorgruppe vor uns auf. Ein kurzer Abstieg bringt uns bis zur Haindlkarhütte für eine gemütliche Rast.

Stärkung in der Haindlkarhütte. Foto: Stefan Leitner
Stärkung in der Haindlkarhütte. Foto: Stefan Leitner

Durchs Haindlkar steigen wir wieder bis ins Tal. Vom Parkplatz führt nördlich der Straße ein Steig in den Wald. Wir überqueren ein ausgetrocknetes Bachbett und noch ein kurzes Stück durch den Wald, bis wir vor dem Zigeunertunnel wieder zur Bundesstraße hinuntersteigen. Wir überqueren die Bundesstraße und wandern auf der alten Straße, die nur mehr von Radfahrerern und Wanderern benutzt wird, zurück zum Johnsbach-Steg und zur Bahnhaltestelle Johnsbach im Nationalpark.

Enns. Foto: Max Mauhner
Enns. Foto: Max Mauhner

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   4:00 Std Wandern   600 HM   600 HM   9 km   GPX Track

Tipp: Vor Abfahrt des Zuges wird sich noch ein Abstecher zu Erlebniszentrum beim Weidendom ausgehen!

2 Kommentare

  1. Lieber Ingo,
    danke für deine Ergänzung. Leider fahren die Züge ins Gesäuse nur an Samstagen, Sonn- und Feiertagen.
    Der Ausgangs- und Abfahrtsbahnhof heißt JohnsBACH, in den mindestens 5 km entfernten Ort Johnsbach kommt man bei dieser Tour nicht.

  2. Großartige Tour, sehr gut beschrieben, danke! Beeindruckend vor allem die hochalpine Landschaft, die bei dieser Seehöhe ungewöhnlich ist.

    Tipps: Anreise am Freitag Nachmittag/Abend nach Weyer. Dort gibt es einen sehenswerten Ortskern sowie Bahnpromenade, schöne Unterkünfte und ein sehr gutes Gasthaus (Gasthaus Berger, http://www.binbanberger.at – war wie wir dort waren ganz normal – nix von wegen „Kult“ auch genug Platz und das Essen sehr, sehr gut). Am Samstag gehen dann die Züge von Weyer nach Johnsdorf. (Unter der Woche scheinen die nicht zu verkehren).

    Rückreise am selben Tag (also noch Samstag) um kurz nach 17h wiederum von Johnsdorf. Zuvor hat man im Sommer noch Zeit an der Enns (direkt neben dem Bahnhof) zu baden. Der Zug würde von Johnsdorf direkt zum Westbahnhof nach Wien fahren. Umsteigen in Amstetten bringt ca. 20 Minuten Zeitersparniss.

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