Die Skitour auf die Taghaubenscharte ist eine gute Möglichkeit, Bekanntschaft mit dem Hochkönig-Massiv zu machen. Anfangs geht es recht flach dahin bis zur Erichhütte, zur Taghaubenscharte hin wird es dann allmählich steiler, aber nie steiler als 35°. Durch den hochgelegenen Ausgangspunkt am Dientner Sattel (1.350 Meter) ist die Tour zudem den gesamten Winter über schneesicher. Durch die SO- bzw. SW-Exposition der Tour darf man sich bei entsprechendem Wetter auch Hoffnungen auf Firn machen!
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Der Bus bringt uns direkt bis zum Ausgangspunkt der Skitour, wir können direkt von der Bushaltestelle “Dienten Parkplatz Erichhütte” mit Ski losgehen. Beim Aussteigen treffen wir gleich auf ein paar andere Tourengeher. Sie müssen sich am Parkplatz noch ihre Skischuhe anziehen und auffellen. Wir haben beides schon auf der Anreise erledigt. “Ätsch”, denken wir uns und ziehen von dannen.

Aufstieg
Das erste Stück der Tour verläuft recht gemütlich mehr oder weniger entlang der Straße zur Erichhütte. “Mehr oder weniger” deshalb, weil es manchmal “Abschneider” zwischen Straßenabschnitten gibt.


Nach der Erichhütte bleibt es zunächst flach. Wir “hanteln” uns Wegweiser für Wegweiser den Berg hinauf. Zwischendurch ist auch ein Stein ein Wegweiser. Oder kann man den ob seiner Größe gar schon Fels nennen?


Die Scharte, unser heutiges Tourenziel, haben wir schon ab der Erichhütte gut im Blick. Schritt für Schritte kommen wir der Taghaubenscharte näher. Allmählich wird es nun steiler und wir machen immer mehr Spitzkehren. Dadurch dass das Gelände nie steiler als 35° ist – und zumeist sogar flacher als 30° ist – gehen uns die Spitzkehren leicht von der Hand.
Ehe wir uns versehen sind wir auch schon in der Scharte angekommen. Die Aussicht ist heute leider eher bescheiden, aber zumindest nach Süden hin tun sich ein paar Gipfel aus dem Nebelmeer hervor.

Abfahrt
Auch die Schneeverhältnisse sind an diesem Tag nicht gerade überragend – “zum Abgewöhnen”, könnte man auch sagen. An manchen Stellen – vor allem im oberen Teil der Abfahrt – hat sich bereits ein tragfähiger Harschdeckel gebildet. Zumeist bricht man aber durch. In Kombination mit vielen alten, hart gefrorenen Spuren ist die Abfahrt daher kein wirklicher Genuss. Lediglich im unteren Teil hat sich die Sonne schon den Weg durch die Wolken gebahnt und es hat durch den Strahlungseintrag in die Schneedecke leicht aufgefirnt.
Wir nehmen uns angesichts der Schneeverhältnisse vor, bei der Abfahrt nichts zu riskieren, um wohlbehalten wieder unten anzukommen. Und natürlich reißen wir uns beim Fahren zusammen, dass wenigstens ein paar brauchbare Fotos für diesen Tourenbericht herausschauen. Nachfolgend daher nun das Best-of der Abfahrtsaction.


An manchen Tagen kann man gar nicht genug von der Abfahrt kommen, an anderen ist man einfach nur froh, wenn die Abfahrt vorbei ist. Heute ist eher so ein “anderer” Tag. Bei guten Schneeverhältnissen – egal ob Powder oder Firn – ist diese Tour aber bestimmt absolut lohnend, dessen sind wir uns sicher! In diesem Sinne hoffen wir, dass die Tour trotz des vielleicht nicht ganz so euphorischen Tourenberichts zahlreich nachgegangen wird!
Abreise
An Tagen wie diesem steigt man nochmal lieber in einen warmen Bus ein und erholt sich auf der Rückfahrt von der anstrengenden Abfahrt 😉
Wir fahren übrigens in die Richtung zurück, aus der wir gekommen sind. Theoretisch kann man auch auf die andere Seite des Dientner Sattels weiterfahren, zum Beispiel, wenn man die Skitour nur auf der Durchreise “mitnimmt”.



