Titelbild: Blick vom Greilkopf Richtung Westen.
Ich hatte mir die Tauernüberschreitung von der Jamnigalm über den eigentlich gar nicht so „Niederen Tauern“ mit der Hagener Hütte nach Sportgastein schon lange vorgenommen, ein wunderbarer Tag eines Gasteinurlaubs bietet die optimale Chance. Die Tour ist technisch leicht, relativ kurz und vor allem ausgezeichnet an die Öffis angebunden, sodass ganz Eilige sie samt An- und Abreise aus vielen Gegenden Österreichs sie sogar als Tagestour schaffen – allerdings empfehle ich sie unbedingt in Verbindung mit einem mehrtägigen Wanderurlaub in dieser herrlichen Region!
Mit Plan zum Berg – Personalisierte Fahrplanabfrage

Der Bus aus Mallnitz-Obervellach fährt zuerst zur Ankogelbahn, bevor er sich zum Parkplatz „Jamnigalm“ auf 1.674 Metern emporschlängelt. Sehr konditionsstarke schaffen den Anstieg direkt vom Bahnhof (zusätzliche 7 Kilometer und 500 Höhenmeter) oder von Mallnitz aus zur Jamnigalm – der Weg kommt auch kaum mit der Tauerntalstraße in Berührung.
Auf die Alm gehen die meisten Wanderer, wir aber folgen der Holztafel „Römerstraße“ am Nordeck des Parkplatzes in nördlicher Richtung durch den Wald. Am Ende einer der vielen Kuhalmen (Vorsicht mit Hunden!) biegen wir in den Rupertiweg 10 ein.

Wir genießen den Blick auf die umliegenden Berge und benützen nur die markierten, erlaubten Abkürzer des Güterwegs.

Knapp vor der Hagener Hütte führt ein unschwerer Weg (nicht markiert, aber beschildert) zum Greilkopf (2.579 Meter) mit sehr lohnendem Rundumblick. Erfahrene und ausdauernde Alpinist:innen werden vielleicht den schwierigen, längeren Weg zum Vorderen Geißlkopf (2.974 Meter) wählen.


Von Ende Juni bis Ende September können wir auf der Hagener Hütte rasten und jausnen, bevor der Rupertiweg uns wieder bergab führt. Auch hier bleiben wir auf den markierten Wegen und blicken manchmal zurück zum Niederen Tauern. Vor meinem geistigen Auge entsteht nochmals der straßenartige Weg der Römer


Nach einiger Zeit breitet sich unter uns das „Naßfeld“ mit seinen Almhütten auf, von denen wir vermutlich auch eine besuchen werden. Am Naßfeld teilt sich der Rupertiweg, ich nehme den schmäleren rechts der Naßfelder Ache.

Der Bus von der Goldbergbahn nach Bad Gastein ist sehr gut gefüllt, obwohl er zur „Stoßzeit“ halbstündlich fährt. Aber ich bekam sogar noch einen Sitzplatz.
Fazit
Eine Traumroute an einem Traumtag, wie für Öffifahrer geschaffen!




Lieber Gerold,
Anmerkung zu den Fotos – aus meiner Sicht:
Bhf mit Ankogel – zu sehen ist Liesgeles und Schönbretterkogel
Blick vom Greilkopf – zu sehen ist Hölltorkogel bis Ankogel, u.a. Gamskarlspitz
Ohne Titel – zu sehen ist der Vordere Geißlkopf
Blick ins Nassfeld – zu sehen ist Kolmkarspitz und Silberpfennig (Zittrauer Tisch geht sich am Foto nicht ganz aus)
Bitte kontrollieren, ob das so stimmt und gegebenenfalls ändern lassen.
Und: Noch viele schöne Wanderungen und Bergtouren!
Karl