Das Heukareck gilt als fantastischer Aussichtsberg über dem Salzachtal. Da die Almen vom Großarltal aus mit dem (E) Rad erreichbar sind, bleiben die Höhenmeter überschaubar. Die Anforderungen an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind bei der vorgestellten Runde allerdings zu beachten.
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Wieder geht es mit dem E-Bike durch die angenehmen und von Aufzugsausfällen unabhängigen Unterführungen aus dem Bahnhof St. Johann auf die Fahrt ins Großarltal.

Bald ist die Abzweigung zu den Almen erreicht. Jetzt kann der E-Motor zeigen, was er kann.

Gut beschildert folge ich der Straße zur Viehhausalm, die von steilem Hang übers Land schaut.

Nun suche und finde ich gleich den auf der Kompass-Karte eingezeichneten Weg ins Schiedkar. Er ist nicht markiert, aber gut zu finden. Selbst die Überstiege über die Weidezäune sind wandererfreundlich gestaltet. Die Schafherde gibt den Steig frei. Dann bleiben die Tiere stehen und drehen, als hätten sie sich noch nicht satt gesehen, ihre Köpfe und folgen mir mit ihren Blicken. Die Ziegenherde auf der nächsten Weide nimmt kaum Notiz vom Wanderer.

Wo der Steig weniger ausgeprägt ist, weisen Steinmännchen weiter. Im Kar verliert sich der Weg. Das Gelände bleibt aber gut gestuft und ich kann erstaunlich und erfreulich problemlos der einen oder andere Fährte folgen.


Mein Auge begutachtet das Gelände, um den besten Durchstieg zu finden – und, anders als im wirklichen Leben (?) gelingt dies auf Anhieb: nie wird es so steil, dass ein Fehltritt schlimme Folgen gehabt hätte. Schließlich, mit einem Kretsch-Schritt, über den Weidezaun und die ebene Almwiese ist erreicht.


Der markierte Weg zur Höllwand erfordert im Gipfelbereich mehr Sorgfalt im Steigen!
Unter dem Kreuz, bevor ich auch noch den höchsten Punkt besuche, treffe ich einen Einheimischen, der seine eigenen, wilden Pfade geht; nettes Gespräch.


Den Rucksack habe ich bei der Abzweigung zurückgelassen, besuche ihn nun wieder und raste.
Dann geht es auf schmalem Pfad zum Sandkogel („Sollst unbedingt hinauf, Blumen! Sind nur 10 Minuten“ – hatte der Einheimische gesagt) und weiter zum Heukareck (Titelfoto).


Hier sind noch andere unterwegs. Der Aufstieg über die Tennalm oder die Igltalalm (Niggeltalalm) bietet zwar auch einige hohe Stufen ist aber nie ausgesetzt.
Ich muss zurück zu meinem Rad und nehme natürlich das Tennköpfl mit.

Dann geht es weiter über einen Sattel ins Igltal. Den Schober lasse ich aus, da die Wolkenstimmung (vorübergehend) bedrohlicher wird.

Kann ich vielleicht gleich zum Wetterkreuz hinauf und dann zur Viehhausalm hiunter?

Angesichts der Erlenbüsche etc. verwerfe ich dies als Schnapsidee und wende mich reumütig dem markierten Weg zu. Er führt mich durch einen Lärchenhain zur Alm, wo viele E-Biks geparkt sind. Die 2 Kilometer Forststraße mit Gegenanstieg bis zu meinem Rad kann ich also nicht vermeiden.
Auf der guten Almstraße und dann am Asphalt lässt die Abfahrt keine Wünsche offen. Von der Straße ins Großarltal aus kann ich nun einige Bergspitzen korrekt deuten.

Im R3, der mit alten Garnituren fährt, finde ich eine „innovative Lösung“, um mein Rad zu sichern um entspannt im Wagon sitzen zu können.

Gerade im Juni kommt der Blumenfreund voll auf seine Rechnung. Der erste Teil der Runde stellt „die üblichen“ Anforderungen an das Vertrauen in das eigene Können.
Wer nur das Heukareck besuchen will, wird es am besten über die Igltalalm machen.
Noch ein Tipp: um den Gegenanstieg zu vermeiden, könnte man sein Rad an der ersten Bank nach der Abzweigung zur Viehhausalm abstellen.

Genießer werden die Tour so anlegen: Gabelfrühstück auf der Viehhausalm und Jause auf der Igltalalm.



