Hochhäderich und Falken

Aussicht vom Hochhäderich auf den Bodensee. Foto: Elisa Korn

Sehr schöne und abwechslungsreiche Rundtour im Naturpark Nagelfluhkette. Für die Begehung des Grates sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig. Die Strapazen werden aber mit einer guten Sicht auf die Allgäuer Alpen und ins Lechquellgebiet belohnt. Wir empfehlen die Wanderung, wenn kein Schnee liegt, da man dann auch das eindrucksvolle Gestein aus Nagelfluh am Grat bestaunen kann.

Leider konnten wir innerhalb der nächsten 6 Tage keine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln von St. Pölten zu dieser Tour für dich finden.

Alpwandern mit Gratkletterei im Bregenzerwald

Bei leichtem Schneefall und dichter Bewölkung startet unsere erste Wanderung in dieser Saison an der Bushaltestelle Dornbündt in Hittisau, welche direkt an der Landstrasse L5 liegt. Die ersten Schritte führen uns, durch frisch gefallenen Schnee an die Bolgenach hinunter, wo wir nach ein paar Hundert Metern flussaufwärts an der Fußgängerbrücke ankommen und die Bolgenach queren. 

Unter dieser Brücke der Landstrasse geht’s hindurch, dahinter ist gleich die Fußgängerbrücke. Foto: Elisa Korn
Unter dieser Brücke der Landstrasse geht’s hindurch, dahinter ist gleich die Fußgängerbrücke. Foto: Elisa Korn

Dann wandern wir an den untersten Ausläufern des Koppachstein Richtung Lecknertal. Der Koppachstein ist im Winter ein gemütlicher Skitourenberg aufgrund der relativ flachen Hänge und guten Erreichbarkeit.

Dort geht’s hinauf, noch ist der Gipfel in Wolken gehüllt. Foto: Elisa Korn
Dort geht’s hinauf, noch ist der Gipfel in Wolken gehüllt. Foto: Elisa Korn

Bei der Leckenholzalpe angekommen, zweigen wir Richtung Norden ab und folgen noch circa 240 Höhenmeter dem Forstweg, bis wir die Abzweigung hinter der Schmalzbergalpe erreichen. Ab hier führt nun ein Pfad über verschneite Alpwiesen, wo im Sommer die Kühe grasen und wir heute durch 10 cm frischen Neuschnee stapfen. Die Wanderung wird steiler und auch anspruchsvoller. Es geht an den ersten Felsen der Nagelfluhkette vorbei und auch darüber, eine Passage ist mit einem Stahlseil versichert. 

Unterhalb des Gipfels wird der Weg sehr steil – Trittsicherheit und Schwindelfreiheit wird gebraucht. Foto: Elisa Korn
Unterhalb des Gipfels wird der Weg sehr steil – Trittsicherheit und Schwindelfreiheit wird gebraucht. Foto: Elisa Korn

Die letzten 60 Höhenmeter zum Gipfel führen uns wieder über verschneite Alpwiesen und wir sind erstaunt, dass wir den Gipfel heute sogar für uns alleine haben, da der Hochhäderich sonst immer gut besucht ist. Hier geniessen wir ein Brötchen und trinken unseren Tee, dann geht’s schon weiter Richtung Falken, entlang dem wunderschönen Grat aus Nagelfluh. 

Auf dem Grat Richtung Falken. Foto: Elisa Korn
Auf dem Grat Richtung Falken. Foto: Elisa Korn

Der ganze Grat ist zwar mit Stahlseilen versichert, aber man muss auf jeden Fall Schwindelfrei sein. Nach ungefähr 300 Metern auf dem Grat entlang in leichter Kletterei, quert man unterhalb eines Felsens nach links und steht dann auch schon direkt vor der Kletterpassage. Diese ist mit Stahlseilen versichert und zudem gibt es einiges an Wurzelwerk zum Festhalten. Die Kletterpassage besteht aus zwei Felsen aus Nagelfluh-Konglomerat, die jeweils circa 5 Meter hoch sind.

Schlüsselstelle in leichter Kletterei. Foto: Elisa Korn
Schlüsselstelle in leichter Kletterei. Foto: Elisa Korn

Wenn diese Schlüsselstelle überwunden ist geht es nochmals über Almwiesen immer auf und ab, an deren Ende ein Fichtenwäldchen steht. Hier muss man dann den steilen, aber unschwierigen Durchstieg zwischen zwei Felsen finden, es führt ein Trampelpfad dorthin. 

Diesen Durchstieg zwischen den Felsen muss man finden. Foto: Elisa Korn
Diesen Durchstieg zwischen den Felsen muss man finden. Foto: Elisa Korn

Dann geht es nochmals ein paar Höhenmeter auf den Gipfel des Falken hinauf. Ab hier beginnt dann der Abstieg Richtung Plattentischalpe und zurück zur Schmalzbergalpe, bei der wir einige Stunden zuvor die Abzweigung zum steilen Aufstieg auf den Hochhäderich genommen haben. 

Abstieg vom Falken über Forstwege. Foto: Elisa Korn
Abstieg vom Falken über Forstwege. Foto: Elisa Korn

Es geht weiter bergab zur Leckenholzalpe und diesmal biegen wir hier nach Westen ab Richtung Hittisau-Reute und schlendern gemütlich zwischen den Häusern zur Bolgenach hinunter. Hier steht sogar noch ein altes Sägewerk, dass noch immer in Betrieb ist. 

Rückblick auf die Wanderung: Hinten rechts der Grat Hochäderich-Falken, unterhalb der Fichten fließt die Bolgenach. Foto: Elisa Korn
Rückblick auf die Wanderung: Hinten rechts der Grat Hochäderich-Falken, unterhalb der Fichten fließt die Bolgenach. Foto: Elisa Korn

Hier gehen wir über eine Holzbrücke wieder über die Bolgenach und dann die letzten paar Hundert Meter, mal durch einen Buchenwald, mal über Weiden flussaufwärts zurück zur Bushhaltestelle Dornbündt.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   6:00 Std Wandern   1.000 HM   1.000 HM   18 km   GPX Track

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