Kleine, abwechslungsreiche Wanderung

Sehr nette, weil abwechslungsreiche Wanderung auf der hinteren Hohen Wand mit Leitern, Höhlen, Hütteneinkehr, steilem Geröllabstieg und Waldwanderung.

Wir haben eine Route gesucht, die wir vor dem Schlechtwetter, das ab Mittag angesagt war, noch schnell gehen können. Es sollte daher so nahe wie möglich an Wien liegen. Große Klause rauf, Krumme Ries runter, hat diese Anforderungen voll erfüllt!

Anreise

Die Anreise erfolgt mit dem Zug über Wiener Neustadt: Dort steigt man in einen Regionalzug um. Will man zur vorderen Seite der Hohen Wand fährt man Richtung Puchberg/Schneeberg. Wir wollen aber auf die hintere Seite und fahren daher Richtung Gutenstein.

Nach Wiener Neustadt kann man mit der schnellen Verbindung in 30 Minuten fahren. Von Wiener Neustadt bis Waldegg-Dürnbach braucht der Zug 34 Minuten. Man ist also wirklich schnell dort – was die Gegend auch für kürzere Wanderungen interessant macht!

Vom Bahnhof Waldegg-Dürnbach gehen wir einmal zum Friedhof hinauf und diesen entlang. Wir gehen am Waldegger Freibad vorbei, bis zum Ortsschild Waldegg. Gehzeit: 20 Minuten.

Waldeggersteig

Gleich nach dem Ortsschild Waldegg biegen wir nach links ab. Nach dem letzten Grundstück rechts hinein und den ersten Waldweg nach links hinauf. Den zweiten Waldweg weiter vorne werden wir später herunter nehmen.

Schon nach ein paar Minuten kommen wir zur ersten Leiter des Waldeggersteigs.

Leiter am Waldeggersteig in der Großen Klause
Leiter am Waldeggersteig in der Großen Klause

Prinzipiell ist der Waldeggersteig mit der Waldegger Tropfsteinhöhle ein ausgesprochen schöner Anstieg, den ich wirklich gerne mag und sehr empfehlen kann!

Ich habe den Aufstieg aber im Beitrag Überschreitung hintere Hohe Wand (inklusive Referenzen über die Geschichte der Tropfsteinhöhle) ausführlich beschrieben und gehe daher hier nicht weiter darauf ein.

Noch ein Tipp: Stirnlampe für die Höhle mitnehmen!

Waldeggerhaus

Das Waldeggerhaus ist nicht wirklich eine Berghütte – eher ein Ausflugsrestaurant. Wenn man so früh wie wir startet, dann kommt man auch vor 11:00 oben an. Da gibt es noch nichts zu essen. Ist halt so.

Krumme Ries

Diesmal gehen wir über die Krumme Ries hinunter. Dazu gehen wir vom Waldegger Haus über die Blumenwiese nach Südwesten und drehen dann nach Norden hin. Die Krumme Ries ist als grünmarkierter Abstieg schon sehr bald angeschrieben.

Abstieg über die Krumme Ries
Abstieg über die Krumme Ries

Es gibt ein paar Stellen, die direkt am steil abfallenden Hang entlang führen und durch den Schotter muss man teilweise die Schritte sehr bedacht setzen.

Wo es mehr Schotter gibt, ist es sehr schön die Ries hinunterzulaufen. Ich mag das gerne – daher ist es mir fast zu kurz. Über die Krumme Ries steigen wir nur etwa 300 Höhenmeter ab. Der Rest wird unten dann durch den Wald zurück gelegt.

Es ist teilweise recht steil
Es ist teilweise recht steil

Ich persönlich würde diesen Weg nicht unbedingt hinaufgehen wollen. Schotterpassagen hasse ich bergauf gehen zu müssen – dafür liebe ich es sie hinunterlaufen zu können!

Durch den Wald retour

Unten angelangt folgen wir dem mit weißen Punkten markierten Weg nach Osten – teilweise an den Kletterwänden direkt vorbei.

Weiße Punkte markieren den Weg zurück zum Ausgangspunkt
Weiße Punkte markieren den Weg zurück zum Ausgangspunkt

Ganz am Schluß gehen wir noch einmal kurz bergauf um danach direkt bei der Stelle herauszukommen, wo wir zu Beginn von der Asphaltstraße abgezweigt sind um in den Wald zu gehen.

Heimfahrt

Der Rückweg führt wieder beim Waldegger Freibad vorbei. Wer sich eine Badehose mitgenommen hat, kann jetzt noch ein paar Runden schwimmen gehen!

Tourdaten

Ich verwende zur Aufzeichnung des GPX Tracks eine Garmin fenix 3. Ich denke darüber nach die Garmin Fenix 5X Plus Saphir (Amazon Link) zu kaufen, weil das neue Modell Karten darstellen kann.

5 Kommentare

  1. Der Wandertip „Hintere Hohe Wand“ ist wirklich super, ich ging ihn Sept/2017. Es gibt selten eine so abwechslungsreiche Wanderung, deswegen steht sie am kommenden Sonntag nochmals auf dem Programm. Danke, Martin, dass Du mich daran erinnert hast! Ganz nach meiner Devise: der Weg ist das Ziel! Der Streber ist als Erster oben, der Weise bewundert unterwegs die Natur.
    Nennt mich altmodisch aber ÖK50 (oder 25), Kompass und Höhenmesser reichen mir völlig, um mich nicht zu verkoffern (Bj. 1960!). Und ich bin jeden Sommer oft tagelang in den Tauern unterwegs – manchmal auch einfach querfeldein. Man muss halt sein Hirn ein wenig mehr anstrengen. Ich mißtraue dem GPS, seit es meine Gattin mit dem Auto in ein Maisfeld – bis zur Achse tief – geschickt hat. Und was ist, wenn Akku/Batterie leer ist? Rote Leuchtrakete oder alpines Notsignal? Nix für ungut ;-))

    1. Hallo Uli,
      Karte lesen können ist klarerweise noch nicht aus der Mode gekommen!
      Auf dem kleinen Uhrendisplay kann man aber sowieso nur prinzipiell sagen, ob man noch auf der geplanten Route ist, oder abgewichen ist. Das ersetzt die Karte also nicht vollwertig!
      Was ich aber gut finde: Ich schaue mir unterwegs gerne die Höhenmeter/Stunde an – speziell wenn ich eine Gruppe führe um eine objejtiv konstante Geschwindigkeit zu gehen, die die ganze Gruppe auch gehen kann. Dadurch reißt die Gruppe nicht auseinander.
      LG, Martin

  2. Zu der Garmin: Ich habe auch eine Fenix 3 (HR), die meistens tadellos funktioniert und manchmal ziemlich spinnt. Heuer habe ich mir wegen der Karten zusätzlich ein etrex 30 zugelegt. Das hat zwar den Nachteil, dass man zusätzlich ein zweites Gerät mitnehmen muss, aber den Vorteil, dass es mit normalen AA-Batterien oder Akkus funktioniert, die man bei Bedarf auch zwischendurch wechseln kann, ohne die Track-Aufzeichnung zu gefährden. Der Akku der Fenix 3 ist am nach einer Ganztagswanderung schon mal auf 25 bis 30 % Ladestand. Eine Zweitageswanderung ohne Aufladen wäre damit also nur ohne GPS-Aufzeichnung möglich. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Tracks realistischer sind als bei der Fenix 3 (keine wilden Zacken an Stellen wo ich sicher nicht vom Weg abgewichen bin). Wenn ich noch einmal vor der Entscheidung stünde, würde ich mir ein Garmin GPSmap zulegen, weil die Navigation mit dem kleinen „Joystick“ des etrex manchmal tricky ist. (Man muss ganz genau im rechten Winkel drauf drücken, damit das als „enter“ erkannt wird.) Das GPSmap hat für die Navigation große Tasten, die man nicht verfehlen kann, auch nicht mit Handschuhen. (Dafür ist es größer und teurer.) Es gibt aber auch etrex-Modelle mit Touchscreen. Wenn du sie vor dem Kauf angreifen willst: Bei Freytag & Berndt und bei Schwanda liegen immer ein paar Geräte auf Lager. Mehr Details gerne per E-Mail (auch Tracks zum Vergleich der Aufzeichnungen der beiden Geräte).

    Update: Ich merke grad, dass „Navigation“ oben unklar ist. Ich meinte, dass die Navigation im Menü des etrex mit dem Joystick gewöhnungsbedürftig ist.
    Die Navigation im Gelände funktioniert natürlich (mit der Einschränkung, dass man auf dem winzigen Bildschirm nicht viel Karte darstellen kann und dass das Kartenangebot für Ostösterreich nicht allzu üppig ist).

    1. Hallo Jutta,
      ich habe mir extra die fenix ohne HR gekauft, weil ich vermutet habe, dass die Batterie ohne Heart-Rate-Funktion länger hält. Was du schreibst bestätigt mich jetzt. Ich kann problemlos zwei Tage mit meiner fenix 3 (ohne HR) unterwegs sein. Wenn ich keine Navigation nutze sogar länger.
      LG, Martin

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