Voisthalerhütte

Schweinsbraten ist nicht gleich Schweinsbraten

Seit ich vor ein paar Jahren das erste Mal den Schweinsbraten von Thomas Panhölz auf der Voithstalerhütte gegessen habe, esse ich auf jeder Berghütte dieses Gericht: Ich versuche dieses schöne Erlebnis zu reproduzieren. Einerseits ist mir das bisher nicht wirklich gelungen – ausser, wenn ich wieder zu Thomas hinaufgegangen bin, andererseits verschärft sich meine Lage jetzt, weil Thomas als Hüttenwirt der Voisthalerhütte gestern seinen letzten Tag begangen hat. Der letzte Voisthaler-Schweinsbraten und die Abschlussparty waren jedenfalls sensationell!

Mein Problem: Wo bekomme ich jetzt einen ordentlichen Schweinsbraten her?
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Ich habe gestern beschlossen, dass ich hier ein Schweinsbratenranking mache, das laufend erweitert wird. Die Kriterien sind absolut subjektiv und nicht reproduzierbar. Ich bewerte wie es mir geschmeckt hat.

Ranking Hütte Foto / Kommentar
Voisthalerhütte 2018 Von 2013 bis 2018 war die Voisthalerhütte – nicht zuletzt wegen des Essens dort – meine Lieblingshütte. Der Schweinsbraten ist ganz weich, läßt sich schon allein mit Gabel teilen und ist genau richtig mit Fett durchzogen. Es gibt ja einige Leute, die wollen aussen so eine knusprige Schicht, die dann manchmal wie Schuhleder zu essen ist. Das will ich nicht. Der Schweinsbraten vom Thomas hat eine wunderbare Schicht aussen rundherum. Sie ist etwas angebraten, aber nicht zu sehr. Der Saft stammt vom Braten selbst und ist durchsichtig. Die Knödel sind selbstgemacht. Dem Sauerkraut verzeihe ich den Wacholder, weil ich weiß, dass das rein gehört. Ich mag halt nicht draufbeissen und lass die Beeren über. Zwei Stück Fleisch, ein Knödel, Sauerkraut und Saft – alles was ich brauch!
Edelweisshütte Der Schweinsbraten auf der Edelweisshütte am Schneeberg ist handwerklich top. Sauerkraut gut, Knödel vielleicht etwas wässrig, aber noch völlig ok. Bratensaft sehr gut. Leider wurde am Fleisch gespart – oder ich hatte Pech: Ein Knorpel, mehrere Flachsen. Das Fett, das das Fleisch durchzogen hat, war nicht zu schneiden. Daher nur zwei Sterne. Schade eigentlich.
Ottohaus Das Ottohaus auf der Rax ist eigentlich ganz gut besucht, wirkt aber auf mich etwas verschlafen. Auch der Schweinsbraten hat für mich nicht nach mutigem Herantasten an kulinarische Grenzleistungen geschmeckt.
Zeppezauerhaus Im Zeppezauerhaus (siehe auch Beitrag „Untersberg“ vom Oktober 2017) haben wir zuschauen müssen, wie alle um uns herum Schweinsbraten gegessen haben – nur wir haben keinen bekommen, weil man den anscheinend vorbestellen musste. Warum sie mir das nicht gesagt haben, als ich das Zimmer „vorbestellt“ habe, erschließt sich mir bis heute nicht. „Leberkäse mit Spiegelei“ ist für mich kein Essen, sondern eine Beleidigung. Könnte ich in meinem eigenen System weniger als Null Punkte vergeben, würde ich das für das Zeppezauerhaus tun.

7 Kommentare

  1. Ich probiere auch öfters Schweinsbraten. Der bisher eindeutig beste war auf der Enzianhütte am Kieneck. Die „Schweinsbratentradition“ ist dort schon recht lang und wird von den beiden neuen Pächterinnen bestens weitergeführt. Empfehlung!

    1. Schwabenbartl kenne ich. Habe aber im Moment keine Erinnerung an den Schweinsbraten dort. Was entweder bedeutet, dass ich keinen gegessen habe (unwahrscheinlich, wenn es einen gibt), oder dass er nicht so toll war, dass ich es abgespeichert hätte. Vielleicht gebe ich dem Schwabenbartl aber noch eine Chance…

  2. Bin zwar selbst keine Schweinsbraten-Esserin, aber meine Schwester (die ihn sehr gerne mag) findet, dass es den besten Schweinsbraten auf der Gauermannhütte auf der Dürren Wand gibt (wenn Gabi Wöhrer dort kocht – vorher anrufen und fragen). Die Gauermannhütte hat aber jetzt Wintersperre.

  3. Probier einmal den auf der Hengsthütte (Puchberg am Schneeberg). Ich selbst esse keinen Schweinsbraten, aber mein Begleiter war davon sehr angetan.

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