Rax im Herbst (mit Übernachtung im Ottohaus)

Entscheidung für die Rax


Hallo an alle :) Mein Name ist Sonja von www.instagram.com/lebenundbilder. Als begeisterte Bergbewanderin und (Patchwork-)Mama von 4 Kindern bin ich immer auf der Suche nach Bergen, die wir als Familie besuchen können, am liebsten in der Nähe von Wien oder in Oberösterreich.

Für uns sind die Wiener Hausberge (Rax, Schneeberg) immer eine gute Wahl. So auch diesmal an einem schönen sonnigen Spätherbsttag 2018, als wir beschließen, gemeinsam mit Freunden ein Wochenende auf der Rax mit einer Übernachtung im Otto-Haus zu verbringen.

Aufstieg


Als absoluter Familienmensch ist bei mir die Freude am größten, wenn bei unseren Wanderungen auch die Kids dabei sein können. Die Großen haben in der Zwischenzeit auch andere Interessen, aber unser Kleinster ist mit seinen fast 5 Jahren so gut wie immer dabei.

Bis jetzt haben wir uns nicht getraut, einen echten Aufstieg zu machen, daher nehmen wir auch auf die Rax die Seilbahn, die an sich schon für unseren Kleinsten ein großes Erlebnis ist.

Höllental-Aussicht


Oben angekommen werden wir vom strahlenden Berghimmel begrüßt. So beschließen wir kurzfristig, statt direkt zum vereinbarten Treffpunkt beim Ottohaus zu gehen, noch schnell zur Aussichtsplattform zum Höllental zu wandern. Ich genieße solche Aussichtspunkte immer sehr, als Fotografin kann man sich dort so richtig austoben.

Mit der Geschwindigkeit eines Kleinkinds, das nicht getragen wird und hin und wieder eine Pause braucht, kommen wir nach etwas über 1 Stunde an, obwohl der Weg mit 35 Minuten angeschrieben ist. Die Aussicht ist sensationell und macht ihrem Namen alle Ehre, seht mal her:

Höllentalaussicht
Foto: Sonja von www.instagram.com/lebenundbilder

Ottohaus


Da für uns die Zeit langsam schon knapp wird und dort oben kaum Handyempfang ist, beeilen wir uns zurück zum vereinbarten Treffpunkt beim Ottohaus, in dem wir auch später übernachten werden. Wir erreichen es nach knapp ca. 30 Minuten mit den Füßen eines nun schon etwas müden Kindes.

Rax Ottohaus
Foto: Sonja von www.instagram.com/p/BpeKBiyhPkc/?taken-by=lebenundbilder

Sehr glücklich über das Treffen mit den Freunden nehmen wir kurz im Ottohaus Platz. Ich finde es sehr sympathisch, dass wir uns im Gemeinschaftsbereich des Ottohauses ohne Bestellzwang ausruhen können und dass die Wirtin uns sogar rät, uns an den beheizten Ofen mit Kamin zu setzen, wenn uns kalt ist.

Gipfel am Jakobskogel


An diesem Tag geht noch mehr :) Eine Gipfeleroberung ist definitiv drinnen. Der nahgelegene Jakobskogel sollte noch spontan am späten Nachmittag besucht werden. Ich habe hier eigentlich schon Sorge, dass unser 4-Jähriger nicht mehr mitmacht, lasse mich aber glücklicherweise von allen anderen vom Gegenteil überzeugen. Der Jakobskogel wird am Abend unvergesslich.

Zuerst kommen wir bei der Aussichtswarte hinter dem Otto-Haus an. Hier bietet sich für uns eine weitere traumhafte Aussicht über die Täler auf der anderen Seite der Rax Richtung Süden.

Aussichtswarte beim Ottohaus
Foto: Sonja von www.instagram.com/lebenundbilder

Beim Sonnenuntergang können wir das gesamte Panorama der uns umgebenden Berge bewundern, in der Weite zeigen sich am Horizont die Umrisse von einigen Windkraftwerken. Einfach wunderschön.

Aussicht Rax
Foto: Sonja von www.instagram.com/p/BpZ2KG9hBUP/?taken-by=lebenundbilder

Wir wandern langsam weiter nach oben bis zum Jakobskogel, um diese Uhrzeit sind wir dort oben ganz allein. Ein Gipfel nur für uns – das hat für uns einen hohen Seltenheitswert.

Gipfel Jakobskogel
Foto: Sonja von www.instagram.com/lebenundbilder

Wir bleiben diesmal nicht lange am Gipfel. Wir sind schon ziemlich müde und freuen uns auf die Ruhe im Ottohaus, das wir mit mehreren Fotopausen, in denen wir die letzten Lichtstrahlen einfangen, nach ca. 15 Minuten erreichen.

Übernachtung im Ottohaus


Im Ottohaus beziehen wir schnell die Zimmer und treffen uns zum gemeinsamen Abendessen mit unseren Freunden und ihren Kindern – jetzt sind wir eine beachtliche siebenköpfige Gruppe mit Kindern zwischen 4 und 12 Jahren, was ja an sich schon „hüttenabendfüllend“ ist, zumal wir uns in der Großstadthektik leider meist nur zwischen zwei U-Bahnstationen telefonisch unterhalten können.

Ottohaus
Foto: Sonja von www.instagram.com/lebenundbilder

Meine Suppe schmeckt beim Kaminfeuer sooo gut, die anderen sind mit ihrer Speiseauswahl auch sehr zufrieden. Es wird ein lustiger, geselliger Abend, wir haben viel Spaß miteinander, diskutieren über Sigmund Freud, der ja bekanntermaßen ein begeisteter Wanderer war und die Tochter des Pächters des Ottohauses, als „Fall Katharina“ in die Geschichte der Psychotherapie einziehen ließ.

Passend zur Mondlandschaft lerne ich ein neues Spiel kennen – „Werwolf“, für das wir uns noch Verstärkung holen – zwei Burschen vom Nachbarstisch spielen mit. Insgesamt sind wir jedoch auch schon sehr müde, also wird der Abend nicht sehr lang. Wir müssen für den nächsten Tag Kräfte sammeln, an dem wir die Eishöhle auf der Rax besuchen möchten. Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt… Die Fortsetzung vom nächsten Tag könnt ihr hier nachlesen.

Ich bin sehr froh darüber, dass wir im Ottohaus übernachten und dadurch länger die alpine Umgebung auf der Rax genießen können. Die unbeheizten Zimmer empfinde ich allerdings als nicht sehr angenehm und versuche daher, den Aufenthalt in den unbeheizten Räumen so kurz wie möglich zu halten. Dennoch, wir freuen uns wirklich sehr, ein so spätes Herbstwochenende auf der Rax verbringen zu können und werden es bestimmt wieder tun.

Seid ihr auch schon auf der Rax auf dem Jakobskogel gewesen oder habt ihr auch schon im Ottohaus übernachtet? Wie hat es euch gefallen? Ich freue mich schon sehr auf eure Kommentare.

Habt´s fein,
Sonja

Tourdaten

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