Ein Bahnsteig, zwei Geschwindigkeiten: Links in 30min, rechts in 60min zum Westbahnhof.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Wiener Hausberge

Ich habe hier drei sehr schöne Wanderrouten in die Wiener Hausberge zusammengestellt, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln besser zu erreichen sind als mit dem Auto.

Für mich persönlich ist es mittlerweile zur Normalität geworden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Auch meine geführten Touren für den Alpenverein Edelweiss mache ich als „Öffi-Touren“.

Wo Öffis besser sind als ein Auto

Für alle, die sich bisher nicht vorstellen können, wie gut eine Wanderung mit Öffis durchgeführt werden kann, habe ich unten drei schöne, aber unterschiedliche Wanderung herausgesucht, bei denen die öffentliche Anreise einen direkten Vorteil gegenüber der Anreise mit dem Auto darstellt.

Wer das gemeinsam mit anderen ausprobieren möchte, ist herzlich eingeladen, bei einer meiner – für den Alpenverein Edelweiss – geführten Touren mitzugehen: https://www.bahn-zum-berg.at/edelweiss

Leicht: Bärenschützklamm ohne Abstieg


Die Bärenschützklamm ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr einfach zu erreichen. Zugegeben, sie ist mit dem Auto noch ein bisschen einfacher zu erreichen, weil man etwas näher zum Eingang der Klamm hinauffahren kann. Wenn allerdings sehr viele Besucher in der Klamm sind, dann sind alle Parkplätze voll und man muss vom Auto auch ein paar Minuten zum Eingang gehen.
Der große Pluspunkt mit der öffentlichen Anreise am Sonntag im Juli oder August ist aber, dass man nicht mehr über den Prügelweg aussen herum heruntergehen muss, sondern mit dem Bus von der Teichalm direkt zum Bahnhof Bruck an der Mur fahren kann!

Variante 1 (empfohlen mit Kindern): Bärenschützklamm, Mittagessen beim Guten Hirten. Nur ganz leicht steigend den Bach entlang zur Teichalm hinüber. Erneute Einkehr optional. An Juli- und Augustsonntagen Heimfahrt mit dem Linienbus.

Variante 2 (für Ambitionierte): Bärenschützklamm, Mittagessen beim Guten Hirten. Weitere 500 Höhenmeter hinauf zum Hochlantsch-Gipfel (und damit insgesamt doch anständige 1.300 Höhenmeter), 500 Höhenmeter Abstieg zur Teichalm. An Sonntagen im Juli und August Heimfahrt mit dem Linienbus.

Alternativer Abstieg: An allen anderen Tagen als den Sonntagen im Juli und August gibt es entweder die Möglichkeit, zu Fuß über den Prügelweg hinunter zu gehen oder sich ein Taxi (maximal 7 Personen, etwa EUR 50,-) zur Teichalm zu rufen.

Tourenbeschreibung:

Eckdaten: Anreise 2 Stunden, Aufstieg 800 Höhenmeter, Abstieg 100 Höhenmeter, Gehzeit+Pausen 5 Stunden, Horizontaldistanz 11 Kilometer

Fotos:

Mittel: Überschreitung hintere Hohe Wand


Einfache Tour ohne große Schwierigkeiten. Sehr abwechslungsreich und dadurch auch für Kinder gut geeignet. Von Wien aus ist man in etwa einer Stunde Fahrzeit mit dem Zug schon dort. Auf der Tour gibt es zwei Besonderheiten:

  • Der hintere Teil der Hohen Wand ist – im Vergleich zur Vorderseite – fast menschenleer. Die Tour führt von hinten nach vorne, wodurch man den direkten Vergleich hat, wo wieviele Menschen auf der Hohen Wand wandern.
  • Mehrere kleine Höhlen liegen am Weg. Die größte ist die Waldegger Tropfsteinhöhle. Eine Stirnlampe ist nicht unbedingt erforderlich, aber nützlich und lustig.

Tourenbeschreibung: Hintere Hohe Wand

Eckdaten: Anreise 1 Stunde, Aufstieg 1.000 Höhenmeter, Abstieg 800 Höhenmeter, Gehzeit+Pausen 8-9 Stunden, Horizontaldistanz 13 Kilometer

Fotos:

Schwer: Überquerung Hochschwab


Die Überquerung des Hochschwabgebiets empfehle ich in drei Tagen durchzuführen. Mein Vorschlag lautet, in Aflenz zu starten – eine sehr schöne Alternative ist aber, in Seewiesen, bei der Haltestelle „Dullwitz“, zu starten.

  • Tag 1: Von Aflenz zum Schiestlhaus
  • Tag 2: Ganz in der Früh auf den Hochschwabgipfel und dann zur Sonnschienhütte
  • Tag 3: Durch die Frauenmauerhöhle zur Gsollkehre

Reservierung am Schiestlhaus und der Sonnschienhütte ist jedenfalls erforderlich!

Tourenbeschreibung: 3 Tage Hochschwab: Von Aflenz zur Gsollkurve

Eckdaten: Anreise 2,5 Stunden, Aufstieg 1.600 Höhenmeter, Abstieg 1.500 Höhenmeter, Gehzeit+Pausen 20 Stunden, Horizontaldistanz 45 Kilometer

Fotos:

 


Würde mich freuen, wenn ihr unten einen Kommentar hinterlässt, wie euch die Touren gefallen haben!

 

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