Untersberg

Zweitagestour auf und über den Untersberg inklusive Salzburger Hochthron. Das Highlight ist die Besichtigung der Schellenberger Eishöhle!

Anreise


Ich bin in Klagenfurt, Didi in Wien. Samstag und Sonntag wollen wir eine Zweitagestour machen. Salzburg liegt von der Anreisezeit her in der Mitte. Also Untersberg.

Reiseplanung

Reiseplanung

Meine Anreise durch Oberkärnten und das Gasteinertal ist ja schon ein Highlight für sich! Noch im Zug beschließe ich, dass eine der nächsten Touren in das Gasteinertal führen wird.

In Salzburg kommt mein Zug ein paar Minuten vor dem von Didi an. Gemeinsam gehen wir auf den Bahnhofsvorplatz (zum westlichen Ausgang) und kaufen die Busfahrkarten nach Glanegg.

Wir können zwischen Bus 1 und 23 zum Ferdinand-Hanusch Platz wählen. Dort steigen wir in die Linie 21 um.

In Glanegg Ortsmitte liegt der Untersberg direkt vor uns. Damit ist die Richtung, die wir einschlagen müssen, klar.

Der Untersberg vom Zug aus.

Der Untersberg vom Zug aus.

Reitsteig


Wir haben nach dem Parkplatz die Wahl, entweder den schwarz markierten Dopplersteig oder den rot markierten Reitsteig hinauf zu gehen.

Wir wählen den Reitsteig.

Ein Wort zum Reitsteig: Stufen!

Ein Wort zum Reitsteig: Stufen!

Mich bringen die Stufen aus meinem Rhythmus – mein Lamentieren darüber macht die Sache um nichts besser. Didi ist weder von den Stufen, noch meinem Beschweren beeindruckt.

Wir gehen am Zeppezauerhaus vorbei direkt zum Gipfel des Geierecks hinauf.

Insgesamt haben wir für die Strecke von der Bushaltestelle in Glanegg bis zum Gipfel des Geierecks 2:50h gebraucht.

Aussicht vom Geiereck

Aussicht vom Geiereck

Dohle

Dohle

Zeppezauerhaus


Zeppezauerhaus

Zeppezauerhaus

Abendessen Zeppezauerhaus

Abendessen Zeppezauerhaus

Zimmer können im Zeppezauerhaus nicht telefonisch reserviert werden – das muss über die eigene Webseite des Salzburger Alpenvereins erfolgen. Auch eine Anzahlung muss darüber gleich hinterlegt werden.

Ich habe diese extra Anmeldeseite nicht gleich gefunden und zuerst angerufen. Wurde an die online Reservierung verwiesen.
Die Bestätigung, die man per E-Mail erhält, muss man anscheinend unbedingt dem Hüttenwirt mitbringen. Bei der Schlafplatzzuteilung bewirkt diese Onlinereservierung aber nichts – die erfolgt dann vor Ort erst wieder manuell.

Die Speisekarte des Zeppezauerhaus hat mich persönlich nicht begeistert. Habe das erste Mal in meinem Leben Leberkäse mit einem Spiegelei darauf gegessen. Mein Verlangen nach einer Wiederholung hält sich in Grenzen.

Vor Ort haben wir dann erfahren, dass es Schweinsbraten gibt. Aber nur für die, die telefonisch vorbestellt haben. Gut, dass ich angerufen habe. Schade, dass sie mir bei diesem Telefonat nichts von der Möglichkeit der Essensvorbestellung gesagt haben.

Salzburger Hochthron


Nach dem Frühstück brechen wir schön langsam auf. „Schön langsam“ deshalb, weil es draußen regnet und neblig ist.

Nebel

Nebel

Wir gehen direkt zum Salzburger Hochthron hinüber und nach nebligen Gipfelfotos weiter zur Mittagsscharte. Von dort steigen wir durch die 1934/35 in den Berg gesprengten Tunnel ab zur Schellenberger Eishöhle.

Durch die Tunnel hinunter. Foto: Didi

Durch die Tunnel hinunter. Foto: Didi

Schellenberger Eishöhle


Der Eintritt in die Schellenberger Eishöhle beträgt EUR 8,- pro Erwachsenem. Didi und mir hat der Besuch sehr gut gefallen!

Wendeltreppe hinunter

Wendeltreppe hinunter

Führung durch das Eis

Führung durch das Eis

Nach der Höhlenbesichtigung gehen wir zur Toni-Lenz Hütte hinunter. Dort gibt es leider keine Übernachtungsmöglichkeit mehr, aber bewirtschaftet ist sie noch. Die kulinarische Vielfalt ist hier auch etwas größer als im Zeppezauerhaus.

Abstieg nach Marktschellenberg


Von der Toni-Lenz Hütte führt der Abstieg in „wissenschaftlich festgestellten“ 1.000HM bergab zum Parkplatz, an der Bundesstraße, wo auch die Bushaltestelle ist.

Oben ist der Abstieg ein Wanderweg, teilweise wieder mit Stufen. Im unteren Teil ist es dann eine Forststraße.

Noch in der Toni-Lenz Hütte gibt uns ein ortskundiger Wanderer den Tipp bei Nässe die Abkürzungen von der Schotterstraße zu meiden.

Diese Warnung fällt uns erst wieder ein, nachdem ich ein Stück des Weges am Hintern zurückgelegt habe!

Schlamm ist rutschig. Foto: Didi

Schlamm ist rutschig. Foto: Didi

Heimreise


Am Parkplatz unten fährt der Bus direkt zum Bahnhof in Salzburg. Im Prinzip fährt er jede Stunde, mit einer entsprechenden Verbindung nach Wien.

Da einmal Umsteigen wegfällt, ist die Heimfahrt mit 3:12h von Marktschellenberg bis Wien relativ flott.

Fazit: Landschaftlich wunderschön! Als Zweitagestour unschwierig. Kulinarisch ein Drama.

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Tourdaten

2 Kommentare

  • Gottfried Schauhuber

    Hi Martin,
    Meine Empfehlung fürs nächste Mal: Aufstieg über den Dopplersteig zum Zeppezauerhaus durch die untere und obere Rosetten. Ein landschaftliches Highlight und weitaus weniger Holzstufen.

    Liebe Grüße
    Gottfried

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