Zwei Tage Rax gemütlich

Fuchs vor dem Habsburghaus

Zwei gemütliche Tage auf und über die Rax. Hüttenhüpfen light, wenn man so will. Von Hinternaßwald über das Habsburghaus zur Raxseilbahn.

Anreise


Bei der Anreise nach Hinternaßwald gibt es derzeit genau eine Verbindung in der Früh: Am Wochenende Abfahrt 6:58, unter der Woche 7:08.

Das ist jetzt für Langschläfer nicht optimal. Mein Sohn beschwert sich dementsprechend.

Bei einer Zweitagestour wäre eine spätere Verbindung auch absolut praktikabel – aber in diesem Fall fängt nur der frühe Vogel den Wurm.

Mir ist die frühe Anreise ganz Recht: Den Hauptgrund lieferte mir der Wetterbericht. Für den Nachmittag ist Regen angesagt. Da wäre es mir sehr angenehm schon in der Hütte zu sein!

Peter-Jokel-Steig


Von Hinternaßwald gibt es gleich mehrere Aufstiegsmöglichkeiten auf die Rax und das Habsburghaus: Wenn man in das Reißbachtal hinein geht, dann zweigt der Peter-Jockel-Steig gleich zu Beginn nach links in den Wald ab.
Nach der Materialseilbahn beginnt der Kaisersteig und von diesem zweigt der Zustieg zum Bärenloch Klettersteig (B) ab.

Von der Schwierigkeit her sind diese drei meiner Meinung nach von einfach bis schwierig so zu sortieren:

  1. Kaisersteig (nur eine versicherte Stelle)
  2. Peter-Jokel-Steig (A)
  3. Bärenlochsteig (B)
Peter-Jokel-Steig

Peter-Jokel-Steig

Der Peter-Jokel-Steig führt sehr direkt auf die Scheiblwandhöhe hinauf. Er ist fast durchgängig steil und bewaldet. Es gibt zwar ein paar versicherte Stellen und ist auch als Klettersteig der Stufe A bewertet – ich würde dort aber nicht mit Klettersteigset anmarschieren. Kleinere Kinder zu sichern macht wiederum schon Sinn.

Das Kind mit dem ich heute unterwegs bin ist nicht mehr klein. Es ist mein ältester Sohn und er hat meine 180cm Körpergröße schon geschnupft. Den brauche ich hier nicht mehr zu sichern.

Höhle im letzten Drittel des Peter-Jokel-Steigs.

Höhle im letzten Drittel des Peter-Jokel-Steigs.

Nach der Höhle kommen noch ein paar versicherte Stellen, die aber alle keine wirkliche Schwierigkeit darstellen. Eine gewisse Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vorausgesetzt.

Ende des Peter-Jokel-Steigs auf der Schweibwaldmauer.

Ende des Peter-Jokel-Steigs auf der Schweibwaldmauer.

Die Strecke auf der Scheibwaldmauer ist flach und wechselt zwischen Almboden und Jungwald. Annähernd die gleiche Strecke muss man unten im Tal auch nach vor gehen um dann am Kaisersteig herauszukommen.

Nachdem sich beide Wege vereint haben, führt der Weg durch den letzten Waldanstieg. Danach wird es alpin. Mag ich gern, diesen Abschnitt!

Das letzte Stück vor dem Habsburghaus gefällt mir am Besten!

Das letzte Stück vor dem Habsburghaus gefällt mir am Besten!

(Alpen)primel

(Alpen)primel

Wenn man das Habsburghaus das erste Mal vor einem sieht, dann muss man nur mehr den kleinen Taleinschnitt nach links hinüber ausgehen, um dann auf der anderen Seite moderat zum Habsburghaus aufzusteigen.

Verstrichene Zeit Hinternaßwald – Habsburghaus: 3:20h.

Habsburghaus


Im Habsburghaus essen wir einmal zu Mittag. Das passt gut, weil wir um 12:15 ankommen.

Interaktives 360° Panoramafoto


Vollbild möglich. Navigation mit Cursortasten, bzw. am Handy über Gyrosensor

Dass wir so früh schon an unserem Tagesziel angelangt sind, liegt daran, dass wir wegen des angekündigten Schlechtwetters am Nachmittag mit dem frühen Bus gefahren sind.

Also sitzen wir zuerst zwei Stunden in der Sonne und dann in der Gaststube, während draußen das Gewitter niedergeht.

Die Wanderer, die jetzt herein kommen sind patschnass. Als der Regen endet sitzt ein ebenfalls nasser Fuchs direkt vor den Panoramafenstern des Habsburghauses. Wir stehen alle aufgefädelt auf der anderen Seite der Fenster und fotografieren ihn (Titelfoto).

Habsburghaus

Habsburghaus

Wir schlafen zu zweit in einem Vierbettzimmer, das sehr hübsch ist. Unsere Hüttenschlafsäcke haben wir mit, extra Decken wären in jedem Bett vorhanden. Die Zimmer sind sehr ruhig – ich höre nichts aus dem Gastraum oder aus anderen Zimmern.

Nach dem Frühstück machen wir uns bereit aufzubrechen.

Lechnermauern


Punkt 8:00 Uhr gehen wir schließlich los.

Von der Hütte gehen wir direkt zum südöstlich gelegenen Jahnkreuz, von dem man einen sehr schönen, morgendlichen Blick auf das Habsburghaus bekommt, ein Ausblick, der sehr zum Schießen eines 360°-Panoramafotos einlädt (es wird nicht das letzte Foto dieser Art des Tages werden).

Anschließend wenden wir uns in Richtung Dreimarkstein und verlieren die Hütte aus den Augen.

Ab und zu gibt es noch kleine Schneefelder.

Ab und zu gibt es noch kleine Schneefelder.

Eines der netten Juni-Schneefelder bewegt mich sogar dazu, daran hinabzurutschen.
An der Scheibwaldhöhe vorbei kommen wir zur Bärengrube, einem Geröllabhang, über den man einen wunderschönen Ausblick ins Tal und Richtung Wolfgang-Dirnbacher-Hütte hat. Es gibt wieder (unzählige) Panoramafotos.

Abstieg zur Wolfgang-Dirnbacher Hütte. Etwas übertrieben beidseitig gesichert.

Abstieg zur Wolfgang-Dirnbacher-Hütte. Etwas übertrieben beidseitig gesichert.

Rast bei der Wolfgang-Dirnbacher Hütte

Rast bei der Wolfgang-Dirnbacher-Hütte

Rückblick: Entlang der Lechnermauern sind wir vorher gegangen.

Rückblick: Entlang der Lechnermauern sind wir vorher gegangen.

Nach der Rast geht es gemütlich weiter durch den Wald in Richtung Raxseilbahn.

Zwischen Raxseilbahn und Ottohaus wuselt es nur so vor Leuten.

Zwischen Raxseilbahn und Ottohaus wuselt es nur so vor Leuten.

Um 11:20 erreichen wir die Bergstation der Raxseilbahn. D.h. wir waren vom Habsburghaus bis hierher 3:20h unterwegs. Zum Glück beginnt es erst rund 100 m vor der Bergstation zu regnen, sodass wir es relativ trocken hinein schaffen.

Heimreise

Das Stück von der Seilbahn bis zur Bushaltestelle hinüber ist bei diesem Regen lang.

Das Stück von der Seilbahn bis zur Bushaltestelle hinüber ist bei diesem Regen lang.

Neben dem Parkplatz fährt regelmäßig ein Bus Richtung Payerbach-Reichenau Bahnhof, den auch wir nutzen. Nach rund 15 min erreichen wir den Bahnhof. Wir steigen in die S-Bahn Richtung Wien Hauptbahnhof ein und fahren heim.

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Tourdaten

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